Blog-Einweihungsparty

norbert josefsson

Willkommen!

Schnappt euch was zu trinken, macht es euch gemütlich oder kommt zu mir auf die Tanzfläche und lasst uns feiern.
Das Sofa ist schon da, Dekoration ist noch nicht komplett fertig, Tisch und Stühle sind bestellt, aber noch nicht eingetroffen, also nehmt euch ein Kissen und macht es euch bequem in meinem neuen virtuellen Zuhause, meinem Ort der Kreativität.

So wie bei einer Einweihungsparty noch nicht alles 100% fertig und perfekt ist, so schmeiss ich heute diese Blog-Einweihungsparty, bei der der Rahmen steht, das neue Layout an die Wand gemalt ist, aber manche Details im Laufe der nächsten Wochen noch hinzu kommen oder wieder verworfen werden können.
Nichtsdestotrotz hoffe ich, dass es euch gefällt und ihr mich hier oft besuchen kommt.

Nach zwei Jahren des Nicht-Bloggens, mehreren Monaten der Planung von Layout, Struktur und Inhalten und dem Erstellen einer kompletten Strategie und eines Themenplans, schlafloser Nacht nach schlafloser Nacht, um hier voranzukommen, sind meine Finger noch voller Farbe, meine Haare sind eine Katastrophe und ich schwitze immer noch wie ein Tier.

Dennoch seht ihr mich heute mit einem Lächeln im Gesicht, denn es fühlt sich so unglaublich gut an, zurück zu sein.

Kommt mit auf einen kleinen “Rundgang” durch die Zimmer. – Jeder sollte wissen, wo das Klo ist und wo der Kühlschrank mit frischem Bier steht, oder? –
Also, oben findet ihr die verschiedenen Themen in den Reitern.
Das Portfolio gibt euch einen Einblick in mein Foto- und Videorepertoire.
Der About-Teil gibt euch Informationen über mich, diesen Blog und meine Arbeit.
Der Bereich Dienstleistungen gibt euch einen Überblick über die Dienstleistungen, die ich hier auf dieser Website anbiete, wie Modelling und Schreiben, mit den speziellen Angeboten zu Poesie & Prosa für besondere Anlässe und professionelles Storytelling.
Kontakt & Buchung ist selbsterklärend, denke ich.
Die Creative Chaos Wolke zeigt euch alle Kategorien, zu denen ihr hier Blogeinträge finden könnt, sodass ihr schnell zu den Themen gelangen könnt, die euch interessieren.

So, das war der schnelle Rundgang, ich hoffe, ihr findet euch zurecht.
Falls ihr noch Fragen habt, fragt mich, ich versuche ein guter Gastgeber zu sein.

Was ist für die nächsten Wochen geplant und wieso solltet ihr zurückkommen?
Ich habe hart und intensiv an einem Konzept gearbeitet und an Inhalten, die euch einen Mehrwert bieten und für euch von Interesse sein könnten.
Und das ist, was daraus geworden ist:
Ich blogge vier Mal im Monat, also einmal die Woche zu den verschiedenen Themenbereichen, in denen ich arbeite. Also ein Blogeintrag pro Woche ist das dann.
Was ihr also bekommen werdet, ist folgendes:
#modelmonday: Infos für Fotografen und Models, witzige Anekdoten, die ich in 10 Jahren vor der Kamera erlebt habe und sonstige Inhalte, die mit diesem Themenfeld verbunden sind.
#writerswednesday: Infos und Inhalte für Schreiber und Leser, Inspirationen, Impulse und Gedankenanstöße rund um das Thema Schreiben und Lesen.
#socialsaturday: Diverse Inhalte, die mit dem zwischenmenschlichen Miteinander, sozialen Phänomenen, Perspektiven, Fragen und Impulsen zu sozialen Themen verknüpft sind.
#sundaystory: Ja, die sundaystory ist zurück und wir werden wieder spielen. Falls ihr nicht wisst, was die sundaystory ist, klickt bitte hier. Ich werde die nächste Runde früh genug bekannt geben, aber das wird voraussichtlich nicht vor August sein, da ich zwei Lesern immer noch ihre sundaystories schulde.

Nach dieser Einweihungsfeier, auf der ihr euch in Ruhe umsehen könnt, und die neue Dekoration und die Möbel begutachten könnt, wird es ein Special auf dem Balkon, auch bekannt als Instagram, geben. Also geht auf jeden Fall meine Balkonpflanzen bewundern!
Außerdem werde ich euch in den Stories auf Instagram auch immer mal wieder mit hinter die Kulissen von kreativen Produktionen nehmen.
Das Special ist eine Fotoserie mit dazugehörigem Text, die ich vor einem Jahr mit Norbert Josefsson produziert habe und die für mich so besonders war, dass ich sie mir für einen besonderen Moment aufheben wollte.
Und ich denke, dieser Moment ist nun gekommen.
Also jeden Tag, angefangen am Freitag, den 15. Juni, wird es auf Instagram und Facebook ein Bild mit Text geben, was am Ende eine Serie mit sechs Bildern ergibt. Am Donnerstag, den 21. Juni wird es die komplette Serie hier auf dem Blog und auch auf Instagram zu sehen geben.

Nach dem Special starten wir mit der ersten sundaystory am 24. Juni, da es mittlerweile schon zwei Jahre sind, dass ich diese schuldig bin.
Ich hoffe, ihr lieben Leser seid noch da und werdet sie lesen.

Puh, so nach dem organisatorischen Part kommen wir nun zu der obligatorischen Rede, die ich in so einem Moment halten sollte, bevor jeder wie verrückt die Korken knallen lässt. – oder zumindest ist das das, was ich tun werde –.
Ähem, pling pling, sehr geehrte Damen und Herren, dürfte ich für einen Augenblick eure Aufmerksamkeit haben, bitte: (holt euch lieber noch n Kurzen und n Bier, das hier kann länger dauern – oder überspringt einfach den kursiv geschriebenen Teil – der Vorteil virtuell und nicht in Realität hier zu sein)

Danke, dass ihr heute Abend hier seid, dass ihr diesen besonderen Moment mit mir teilt, dass ihr euch Zeit aus eurem vollen Tag genommen habt, um mit mir zu feiern.
Ich möchte mich gern bei den ganzen Followern hier auf WordPress bedanken, die hier geblieben sind, obwohl ich zwei Jahre nicht gebloggt habe, was in der heutigen Zeit eine wahre Ewigkeit ist.
Auch möchte ich mich bei den Instagram-Followern bedanken, die geblieben sind und nicht entfolgt sind, obwohl ich zeitweise sechs Monate nichts gepostet habe, was quasi einem Social Media Selbstmord gleichkommt.
Ich möchte mich bei der ganzen virtuellen Community für die Unterstützung und die Geduld bedanken.

Vor allem aber möchte ich den Leuten, allen voran meinen engsten Freunden, danken, die mir virtuell und im realen Leben ihre positive Energie und Worte gesendet haben, die mich ermutigt haben dranzubleiben, die immer wieder unnachgiebig nach meiner Arbeit, meiner Kunst, meinem Blog, meiner Poesie gefragt haben, die ihre Zeit und Energie investiert haben, um mir Tipps und Tricks zu nennen, Ratschläge und Wissen über Social Media mit mir zu teilen, die mir Input und Impulse für neue Inhalte gegeben haben, die geduldig mit mir waren, wenn ich nach Ratschlägen und Rückmeldungen gefragt habe und die liebe- und verständnisvoll waren, wenn ich “Nein” zu Events sagen und stattdessen arbeiten musste, die ihre kraftvolle positive Energie mit mir geteilt haben und die mich wissentlich oder unwissentlich inspiriert und motiviert haben.

Ohne euch alle, eure Geduld und Unterstützung, würden wir heute wahrscheinlich nicht feiern.
Es war keine leichte Zeit und Aufgabe, aber nun sind wir hier und ich erhebe mein Glas auf euch.
Ich bin unendlich dankbar.

martin zethoff

Nun genug des Geredes und genießt eure Zeit hier, ich hoffe, ihr bleibt noch ein Weilchen und kommt oft wieder.
Falls ihr noch Fragen habt, meldet euch.

xxx
Gina.

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My Catalyst for Creative Impulses

My dears,

It’s already been a while since I’ve been blogging.
But I’m on it, working on it.
But here’s something, I wanted to invite you to:
Follow me on Instagram!
Why?
Because, you know, sometimes, when it’s just too busy a time to sit down and write a blog post (including obsessive paranoia about spelling mistakes resulting in three circles of proofreading..), but still inspiration hits you hard, you need to find a way to release that creative pressure.
And I found a catalyst for those inspirations that jump on me in moments when I’m most busy and in the flow, mainly when I take a short coffee or tea break from working.
Well, that catalyst is Instagram, because with the app InstaQuote I can create neat little pictures with texts on it and upload them on Instagram and Facebook with just one click.
So, if you don’t want to miss out on anything, I invite you to follow my Insta profile to stay tuned.
Of course this doesn’t mean that I’m going to stop blogging, it’s just a way to release the pressure that builds up when inspiration strikes me, but I don’t find the time to create a full blog post here.
Here are some results that I’ve created so far:

This one was the first one I created and I felt so released afterwards
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The following one was my contribution to Valentine’s Day (for all the cynics out there 😉 )
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The following one has the caption:
“Talent is fine, but in order to live up to your full potential, passion is essential. Passion and the will to pursue and to persist. To pursue your dreams and to persist on your goals. And to persevere when it gets hard.”

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And of course I use it for funny things as well 😉
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Please tell me what you think?
Do you have any recommendations for other apps that might be helpful?
You can comment here or on Facebook or on Instagram.

I hope a wonderful and joyful Easter weekend is ahead of you.
All the best and stay tuned. 🙂

xxx

Frohes (Chinesisches) Neues Jahr und Danke!

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Photo & Editing: freshandjuicy

Meine Lieben,

es tut mir unglaublich leid, dass ich so lange nicht gepostet habe.
Und ich weiss, das habt ihr schon hundert Mal von mir gehört, aber – so blöd, wie es auch klingen mag –: Manchmal kommt das Leben dazwischen.
Ich hatte so viele Beiträge geplant und Gedanken und Ideen, die ich mit euch teilen wollte und ich bin mir sehr wohl bewusst, dass ich euch noch zwei Sundaystories schulde!
Aber ich hoffe, dass ihr mir verzeiht und Nachsicht habt und Verständnis dafür aufbringt, dass ich einfach zu beschäftigt war und zu viele Dinge auf ein Mal passierten und ich Prioritäten setzen und mich erst einmal durch einen ganzen Haufen von zu erledigenden Dingen ackern musste. Und auch wenn die Kunst und das Schreiben in meinem Herzen definitiv eine Priorität einnimmt, so musste ich doch zunächst andere Dinge voranstellen.

Ich hatte ein furchtbar schlechtes Gewissen und sagte sogar zu einem Freund “Na toll, gerade wenn mehr Leser sich für meinen Blog interessieren, lass ich sie fallen”, woraufhin er meinte, ich solle mir keine Sorgen machen und meine treuen Leser brächten sicherlich Verständnis dafür auf und würden sich freuen, wenn ich denn dann endlich wieder schriebe.
So hoffe ich nun, dass er damit Recht hat.

Ich werde nicht versprechen, dass jetzt in nächster Zeit eine ganze Menge Posts online gehen werden, denn ich bevorzuge es, Versprechen zu geben, die ich auch halten kann und da es nach wie vor eine turbulente Zeit für mich und eine Menge zu tun ist, will ich euch nicht gleich wieder enttäuschen, wenn ich es dann doch nicht schaffe.
Aber ich verspreche, dass ich die geplanten Beiträge Stück für Stück und nach und nach veröffentlichen werde und hoffe, dass sie etwas Interessantes, Schönes und Inspirierendes für euch beinhalten.

Zwar habe ich es nicht geschafft, zu Neujahr zu posten und euch ein tolles, aufregendes und hoffentlich erfolgreiches neues Jahr zu wünschen, aber immerhin habe ich es nun zum chinesischen Neujahr geschafft, was am 8. Februar begann.
Es soll das Jahr des Feueraffen werden, was viel Dynamik, Veränderung und die Option zur Erreichung eigener Ziele bereithalten soll.
So wünsche ich, dass dieses Jahr für euch sein Versprechen hält und ihr die Zeit, Kraft und Muße findet, eure Ziele zu erreichen!

Erinnert ihr euch, als ich euch in meinem Weihnachts-Post dazu einlud, dankbar für all die schönen Dinge im Leben zu sein?
Natürlich habe ich das auch selbst getan und ich denke, das ist eine wundervolle Art und Weise, das eine Jahr zu beenden und das neue zu begrüßen: Sich all der guten Dinge bewusst werden und dankbar dafür sein.
Deshalb möchte ich heute ein ganz großes Danke

an euch alle aussprechen.
An diejenigen, die mich seit meinen ersten Blog-Schritten begleiten, über den Relaunch bis hin zur Veröffentlichung von Labelled Love.
Ich bin dankbar für meine Familie und Freunde, die mich in all meinen Vorhaben unterstützen.
Ich bin dankbar für all die inspirierenden Menschen, die ich treffen durfte und darf und die Bemerkungen und Momente, die meinen Tag erhellen und mich weitermachen lassen.
Hier ein paar Beispiele (wie im Bild angedeutet):
Ein Mal schrieb eine Bekannte von mir mir eine Nachricht, die in etwa sowas sagte wie “Ich habe gerade deinen Blog gelesen und ich liebe deine Geschichte Reflection” gefolgt von dem Satz, der mich seither begleitet: “Your art matters.” (Deine Kunst ist bedeutsam)
Oder als ich eine schwierige Zeit hatte und verwirrt und ausgelaugt war und eine meiner engsten Freundinnen mich fragte, was los sei und ich so etwas sagte wie “Jeder gerät mal an seine Grenzen” woraufhin sie antwortete “Mein Freigeist Gina hat keine Grenzen!”.
Oder als eine weitere meiner engsten Freundinnen mein Buch kaufte und als ich anmerkte, sie lese doch gar nicht auf englisch, sie entgegnete “Aber du hast es geschrieben und ich will es in meinem Regal zur Schau stellen, weil ich stolz auf meine Freundin bin”.
Oder der Moment, in dem ich die Veröffentlichung meines Buches in den Social Media Kanälen bewarb und ein ehemaliger guter Freund ‘like’ klickte und ich lächeln musste, da wir acht oder zehn Jahre vor “Eines Tages” (dem Tag, an dem ich publizierte) befreundet waren und ich immer sagte “Eines Tages werde ich ein Buch veröffentlichen”; es war als hätten diese Worte nachgeklungen und das ‘Like’ sage so etwas wie “Gut gemacht, Mädchen, ich wusste, du würdest es tun.”. Entgegen meiner kritischen Meinung gegenüber der Überbewertung von ‘Likes’ und ‘Clicks’, war das tatsächlich ein Moment, in dem es etwas bedeutete.
Die Momente, in denen jemand sagt, er habe meinen Blog gelesen und es habe ihm gefallen oder wenn Leute mir inspirierende und motivierende Zitate senden damit ich weitermache und mehr schreibe; der Moment, in dem einer meiner liebsten Poetry-Slammer (Patrick Salmen, der erste Poetry-Slammer, den ich überhaupt auf einer Bühne sah und der Grund, warum ich nach wie vor zu Slams gehe) anfing mir auf Instagram zu folgen; der Moment, in dem ich Elizabeth Gilbert, die Autorin von Big Magic, einem von mir heiß geliebtem Buch, live sehen und sogar meine Fragen stellen konnte; die Momente, in denen ich mit anderen kreativen Menschen wie Schauspielern, Autoren, Tänzern, Fotografen, Regisseuren und Filmemachern zusammenarbeiten darf; die Momente in denen ihr, meine Lieben, lest, kommentiert und mit meinen Werken interagiert; die Momente, in denen ich mit Kreativität verbunden und Inspiration erfahren darf.
Ich könnte noch mindestens zwanzig weitere Beispiele listen, aber ich belasse es nun hierbei.
Danke!

Wofür seid ihr dankbar?

Ich denke, es ist wichtig, sich ab und zu mal hinzusetzen und sich bewusst zu machen und aufzulisten, was man liebt, zu schätzen weiss und für was man dankbar ist.
Und das auch zu kommunizieren.
Dazu würde ich euch gern einladen: Listet all diese Dinge ein Mal (im Kopf oder auf Papier) und kommuniziert sie!
Sagt jemandem, was ihr an ihm schätzt, sagt jemandem, dass ihr ihn liebt, sagt einem Fremden, dass ihr seine Aura beeindruckend findet, seid gut zu euch und sagt euch selbst etwas Aufbauendes und Liebevolles.
Das Leben ist zu kurz, um die Liebe nicht zu verbreiten.
Spread the love.
Namaste.

Um euch einen kleinen Vorgeschmack auf das zu geben, was für die nächsten Einträge geplant ist (bitte gebt mir etwas Zeit):
* zwei Buchempfehlungen
* Tipps für Kreativität
* zwei Sundaystories, die ich euch noch schulde
* eine weitere Runde #sundaystory
* mindestens drei weitere Einträge zu diversen Themen
* Text- und Bildkollaborationen, die Geschichten durch Optik und Lyrik erzählen
* weitere Projekte, die noch im Detail geplant und ausgefeilt werden müssen 😉

Irgendwelche Präferenzen, wie ich priorisieren sollte?
Hey, es ist Neujahr mit Zielen, die zu erreichen sind: Lasst mich wissen, ob es irgendetwas gibt, was ihr hier gern sehen würdet und was euch interessieren würde!
Kommentiert hier, oder schreibt mir eine E-Mail oder eine Nachricht bei Facebook.

Alles Liebe.

xx

Gina.

Frohe Weihnachten!

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Bildquelle: pixelstalk.net

Meine Lieben,

es tut mir wahnsinnig leid, dass ich so lange keine neuen Einträge veröffentlicht habe.
In letzter Zeit war ich zu gefordert und beschäftigt, um zu bloggen, aber ich hoffe, dass ich über die Feiertage Zeit dazu finde, schnellstmöglich wieder etwas zu schreiben und euch mit neuen Texten zu versorgen.

Ich wünsche euch allen ein frohes, besinnliches und gesegnetes Weihnachtsfest im Kreise eurer Liebsten. Lasst es euch gut gehen!

Lasst uns heute Abend danken für all die guten Dinge, die wir empfangen und für diejenigen beten, die es nicht so gut haben wie wir und etwas Liebe und Frieden teilen; mit unseren Familien, Freunden, Nachbarn, Fremden, der ganzen Welt. Wir sind alle eins.

Alles Liebe

Gina.

Dusche

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Photo & Edtiing: GOTOX, 2011

Heute ein Ergebnis einer Schreibaufgabe, die ich mal im Zuge einer meiner Kurse machen musste. (Dies hier ist nur die Übersetzung, da das Original auf englisch verfasst wurde und bis heute unübersetzt blieb)
Die Aufgabe war Folgende: Normalerweise dosiert man Adjektive und Vergleiche eher vorsichtig, genau wie Stereotypen, aber diesmal sollten wir an etwas denken, das wir an dem Tag gemacht haben und es mit irgendwas vergleichen und viele Adjektive benutzen, wirklich übertreiben. Übertreibung hilft eine Achtsamkeit gegenüber Stilmitteln zu entwickeln.

Dusche

Heute morgen stand ich auf und mein Rücken schmerzte wie die Hölle. Ich fühlte mich, als sei ich von einem Lastwagen überfahren worden.
Ich wusste, dass die einzig mögliche Schmerzlinderung, die ich bekommen konnte, eine heiße Dusche war, also nahm ich mein Handtuch und meine Peeling-Handschuhe, die mich an Gänsehaut auf einem Körper erinnern, wenn ich sie berühre und öffnete meine Tür, die ein ähnlich schrilles Kreischen von sich gab wie ich selbst, nachdem ich den heftigen Schmerz in meinem Rücken bemerkte. Ich lief auf Zehenspitzen über den blauen Teppich, der mir meinen Weg zur Dusche von einem Ende des Korridors zum anderen wies, ganz so, wie dieser Tunnelblick, den Menschen haben bevor sie sterben. Ich konnte sogar das weiße Licht am Ende des Korridors sehen. Während ich auf Zehenspitzen lief, kitzelte der blaue Teppich meine Füße und es fühlte sich so gemütlich an wie das Gras aus meinen Kindertagen, als ich über das Grün unseres Gartens rannte.
Als ich endlich die Badezimmertür erreichte, öffnete ich sie so leise wie ich nur konnte um nicht wieder an das schrille Geräusch erinnert zu werden. Ich betrat den Duschraum und schloss die Tür, hing mein Handtuch über die Türklinke und begann mich auszuziehen wie in Slow-Motion. Auch wenn es sich für mich anfühlte, als bewege ich mich wie eine alte Frau, die an einer schweren Krankheit litt, stellte ich mir vor, dass ich mich mit einer attraktiven Langsamkeit auszog als wäre ich dabei, jemanden mit diesem Striptease zu verführen. Ich ließ meine Kleidung fallen wie der Baum die Blätter im Herbst und betrat die Dusche. Dann schloss ich die Duschtür und auch wenn dieser Duschraum eher an eine Zelle in einer psychiatrischen Klinik erinnert und ganz sicher nicht für Klaustrophobiker geeignet ist, fühlte ich mich beschützt wie eine Perle in ihrer Muschel.
Ich stellte das warme Wasser an und ließ es über meinen schmerzenden Körper laufen, steckte meine Arme und griff nach dem oberen Ende der Duschtür und stand nun in einer Position da, die mich an eine willkürliche SM-Geschichte erinnerte, in der das Opfer gefesselt und hochgebunden ist, kurz bevor es ausgepeitscht wird.

Gina Laventura © 2012

witzige Anekdote: Ich las diese Geschichte laut im Kurs vor und mein Dozent sagte “Also, deine Geschichte scheint zu funktionieren, denn alle Jungs, je weiter du vorgelesen hast, sind errötet und haben angefangen ihre Füße anzustarren.”

Käse-Makkaroni

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super schnelle, super einfache und super leckere Makkaroni! 🙂

Ihr braucht:
250g Makkaroni
250g Ricotta
2 TL körniger Senf
3 EL frisch gehackter Schnittlauch
Salz und Pfeffer
200g Kirschtomaten, halbiert
100g getrocknete Tomaten in Öl, abgetropft und gehackt
Butter oder Öl zum Einfetten
100g geriebener Emmentaler (oder auch eine Käsemischung für Gratin)

Eine große Schüssel und eine Auflaufform.

Die Makkaroni in einen Topf mit kochendem Salzwasser geben und nach Packungsanweisung al dente garen.

Ricotta, Senf und Schnittlauch in einer großen Schüssel vermischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Nun die Nudeln, Kirschtomaten und die getrockneten Tomaten dazugeben und einrühren.
Eine Auflaufform einfetten. Die Makkaronimischung gleichmäßig darin verteilen.
Den Backofengrill vorheizen. Die Mischung mit Käse bestreuen und 4-5 Minuten unter dem Grill goldgelb überbacken. (Funktioniert auch im normalen Backofen, nur immer ein Auge drauf halten, bei sagen wir 180° kann es bis zu 45min dauern.)

Ggf mit restlichem Schnittlauch garnieren und sofort servieren.

Bon Appetit! 🙂

#tbt: Winchester – Damals und Heute –

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#tbt: November 2014

Vor zwei Jahren habe ich ein Auslandssemester in England absolviert.
In Winchester um genau zu sein.
Bevor ich zum eigentlichen Thema der kurzen Rückkehr in diese Stadt komme, sollte ich vielleicht einen kleinen Umweg nehmen und das Pferd nicht von hinten aufziehen.
3 Monate England. 3 Monate Winchester. “3 Monate Urlaub”, denken manche. Haha, nein. 12 Wochen lang für Kurse pauken, Aufgaben vorbereiten, in der Mitte des Semesters erste Pflichtaufgaben, deren Note mit in die Endnote einfließen. Hinzu kam, dass man sich erstmal an das andere “System” gewöhnen und sich dort einfinden musste, da selbst Essays dort anders aufgebaut sind als hierzulande.
3 Monate voller interessanter Kurse. Ich hatte das Glück großartige Dozenten zu treffen, die sowohl von der Wissensvermittlung her als auch von der Art und Weise, wie sie ihre Kurse gaben wahrlich inspirierend waren. Außerdem hatte ich einen Kurs über Kurzgeschichten und da nahm die Prosasparte meines Schreibens erstmals ihren Lauf.
3 Monate, in denen ich neue Bekanntschaften schloss, aber vor allem auch neue Freunde fand. Freunde, mit denen ich bis heute in Kontakt stehe und an deren Leben ich dank moderner Kommunikationsmöglichkeiten zumindest noch ein bisschen teilhaben kann.
3 Monate, an die ich mich sehr gern erinnere, und nein, nicht weil alles Friede, Freude, Eierkuchen in einem Milch-und-Honig-See war. Es war eine nervenaufreibende Zeit, in der sich viel bewegt hat und viel im Wandel war, was sich auch noch weiterzog, als ich wieder heimkam. Aber vielleicht erinnere mich auch gerade deshalb gern daran zurück. Weil es Milch und Honig in schlaflosen Nächten gepaart mit Eierkuchen an nachdenklichen Tagen war.
3 Monate, die ich definitiv nicht missen wollen würde.

Interim: Ich kam heim. Eins der ersten Dinge, die ich tat? Alle Schränke, Regale und sonstige Aufbewahrungsmöglichkeiten, die ich besitze, öffnen, komplett ausräumen, ausmisten, wieder einräumen. Outside the Box sozusagen. Luft schaffen. Freunde treffen. Die Freundschaft zu meinen engsten Liebsten wurde intensiver und heute stehen wir noch enger zusammen als zuvor. Und dafür bin ich dankbar.
Uni. Arbeit. Kreatives. Einatmen, Anlauf nehmen, rennen. Verpasste Zeit aufholen. Vorwärts preschen um hoffentlich dahin zu gelangen, wo man hin möchte.

Schneller Vorlauf: 2014.
Endlich ergab sich die Gelegenheit wieder nach Winchester zu reisen. Wenn auch nur für vier Tage.
Als der Bus, der von Heathrow losfuhr, uns alle unten an der King Alfred Statue ausspuckte und ich tief einatmen konnte, musste ich lächeln. Der Schlafmangel und die Reiseunannehmlichkeiten (ja, es ist eine Unannehmlichkeit, wenn man knapp eine Stunde in einem Reisebus sitzt, in dem es so riecht, als hätte der Hamburger Fischmarkt beschlossen sich auf engstem Raume einzuquartieren) und die noch anstehenden Erledigungen, die zu machen waren, waren in dem Moment irrelevant. Wie weggewaschen. Ich war da.
Mal abgesehen davon, dass oftmals, wenn man verreist, die Atmosphäre anders ist, wenn man “weg” ist, hat England doch immer eine ganz besondere Wirkung für mich gehabt. Mit “weg” meinen wir ja sowieso meist “raus aus dem Alltag”, raus aus der Routine, der ständigen Wiederholung. Eine Pause von der leistungsorientierten, hektischen, drückenden Gesellschaft, in deren Hamsterrad wir jeden Tag rennen, nur um am Ende des Tages erschöpft aus ebendiesem herauszupurzeln, ins Bett zu kriechen und mit dem Gefühl einzuschlafen, man hätte noch nicht genug geleistet. Zumindest kann einem das manchmal schon so vorkommen. Wir reden hier nur von einem Gefühl, nicht davon, ob das wirklich als Tatsache so ist und ob das alles optimal ist, wollen wir jetzt gerade auch nicht erörtern.
Aber hier kommt der ausschlaggebende Punkt: Ich habe oft versucht zu analysieren, warum ich mich in Winchester, in England so wohl fühle. (So wohl, dass es mir jedes Mal schwer fällt, wieder zu gehen.) Ist es aufgrund der vielen Erinnerungen, die ich hege? Aufgrund der Tatsache, dass ich damit immer einen Aha-Moment und eine bewegende Zeit verbinde? Ich habe wirklich lange damit zugebracht, es immer und immer und immer wieder zu überdenken. Idealisiere ich und wenn ich länger dort wäre, wäre alles genauso routiniert, genauso eingefahren, genauso hektisch, einfach genauso?
Vorerst, und ich sage vorerst, ist das Ergebnis meiner Analyse eher dies: Ich persönlich zumindest empfinde die Mentalität dort als anders. Die Leute dort gehen auch arbeiten, haben auch ein Haus zu putzen, haben auch Hobbies, Freunde, Familie, Verpflichtungen, Ambitionen und Ziele. Aber irgendwie schaffen sie es trotzdem, ein Mal die Woche ihre Freunde auf ein Pint und eine Runde Billard im Pub zu treffen oder gemeinsam mit ihnen zu Abend zu essen und sich auszutauschen. Ohne auf die Uhr zu schauen, unruhig zu werden und das Gefühl zu vermitteln, ihre To-Do-Liste für den kommenden Tag hätte aufgrund dieses Vergnügens grad ihre Länge verdoppelt.
Es ist dieses Zeit haben, oder vielleicht einfach sich die Zeit nehmen für Dinge, die einen erfreuen und einen glücklich machen. Und trotzdem alles andere ebenfalls zu schaffen. Aber die Leute scheinen gelassener damit umzugehen. Ich sage scheinen, weil es meine persönliche Meinung und mein persönliches Empfinden ist. Wer zustimmen mag, kann zustimmen, wer dem nicht zustimmen kann, der stimmt mir da nicht zu. Wie gesagt, ich rede von einem Gefühl, einer Empfindung, nicht zwangsläufig von einer Tatsache, die sich belegen lässt.

Ich wurde gefragt “Und, Gina, ist Winchester noch so wie vor 2 Jahren, als du hier warst?”
Ja und Nein. Natürlich ist die Luft noch genauso, die Stadt hat sich kaum verändert, auch wenn hier und da ein paar Baustellen sind und ein paar neue Geschäfte eröffnet wurden und andere geschlossen haben. Aber nein, natürlich ist es nicht mehr genauso. Es liegen 2 Jahre dazwischen und da wäre es doch wirklich schade und traurig, wenn alles noch genauso wäre, weil das bedeuten würde, dass sich nichts bewegt hätte. Aber es hat sich viel bewegt, wir sind alle vorangeschritten in unseren Leben und haben Fortschritte gemacht und Erfahrungen gesammelt.
Aber was ich sagen kann ist Folgendes: Es ist ein unglaublich gutes Gefühl, wieder diese Luft zu atmen, die entspannte Atmosphäre in sich aufzunehmen und sie an sich selbst zu spüren und sie zu leben, Freunde nach 2 Jahren auf ein Pint und eine Runde Billard im Pub zu treffen und mit ihnen zu reden und sich auszutauschen, als wären 2 Jahre nichts gewesen.

Und nein, zu sagen “Dann nimm doch etwas von dieser entspannten Einstellung und Atmosphäre mit und wende das auch zuhause an” und zu glauben, dass dies so einfach sei, wie es klingt, ist einfach falsch.
Aber einen Versuch ist es wert!

Urlaub im Kopf

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Photo & Editing: freshandjuicy

Eine endlos lange To-Do-Liste.
Ein Punkt abgehakt, zwei neue hinzu.
Die Überlegung, was man alles gerne (mal wieder) tun würde, wenn man doch endlich mal Zeit hätte. Aber erst muss ja noch die Wäsche gewaschen, das Haus geputzt und die Rechnung bezahlt, das Projekt bearbeitet, die E-Mails sortiert, die Ablage gemacht, die Pflichten erfüllt werden.
Aber dann, ja dann, wenn erst alles abgearbeitet ist, dann kann man endlich das Buch lesen, das man vor vier Monaten zum Geburtstag geschenkt bekommen hat, dann kann man wieder ins Theater gehen oder es sich auf dem Balkon gemütlich machen oder endlich die fünfunddreißig Folgen der Lieblingsserie aufholen oder mal wieder ein Computerspiel spielen um endlich die Mission zu beenden.
Wann sind eigentlich lange To-Do-Listen zum Zeichen von Ambition geworden? Wann haben wir beschlossen, dass Workaholic das neue Berufsziel ist, egal in welcher Sparte man tätig ist? Wann wurde Stress zum Synonym für Fleiß und Erfolg? Wann wurde “du siehst ausgelaugt aus, du solltest mal wieder vernünftig essen und schlafen” ein figurschmeichelndes Kompliment, das auch noch auf den eigenen Ehrgeiz hindeutet?
In diesem listenartigen Erfolgsplan werden sogar die Tätigkeiten, die eigentlich Spaß machen und Freude bereiten zum weiteren abzuarbeitenden Punkt, wie “Sarah anrufen” und “auf Marks E-Mail antworten” oder “mit Susi und Jo ins Kino”. Genießen wir eigentlich noch wirklich? Genießen wir die Zeit, die wir dort nun verbringen oder gehen wir im Kopf schon auf dem Weg zum Kino durch wie wir den morgigen Tag strukturieren um die Dinge, für die ja aufgrund des Kinobesuchs nun die Zeit fehlt, doch noch geschafft zu bekommen?
Zeit…Faktor Zeit…immer wieder ein Thema. Vor allem in einer Gesellschaft, die zum Großteil durch den Satz “Zeit ist Geld” bestimmt wird. Vielleicht ist Zeit Geld. Aber vor allem ist Zeit eins: kostbar. Man hat sie nur ein einziges Mal. Ist die Minute verronnen, ist sie hinfort und man bekommt sie nie wieder zurück. Sich ab und zu mal hinzusetzen und zu überlegen, in was man dieses kostbare Gut gern investieren möchte (nicht sollte oder müsste) kann manchmal sehr aufschlussreich sein.
Wir sind gestresst, hektisch, ausgelaugt, rennen von Termin zu Termin, von Ziel zu Ziel, glauben immer an diesem einen Punkt anzukommen, an dem wir dann endlich Zeit haben um das zu tun, was wir gerne tun wollen. Aber was, wenn wir diesen Punkt nie erreichen? Was, wenn immer wieder ein neuer Punkt auf der Liste hinzukommt? Was, wenn wir gar nicht mehr anders können, als immer wieder einen weiteren Punkt hinzuzufügen, weil wir ein leeres Blatt Papier gar nicht mehr gewöhnt sind und vor allem gar nicht mehr ertragen können? Was, wenn wir damit nichts anzufangen wüssten?
Und was, ja was, wenn wir uns die Zeit, die wir meinen nicht zu haben, einfach mal nehmen würden? Was, wenn wir dem Drang, morgens nach dem ersten Kaffee durch Feld, Wald und Flur zu marschieren einfach mal folgen würden? Was, wenn genau das das ist, was uns mit genügend Energie versorgt um acht statt drei Dinge von der Liste abzuarbeiten?
Was, wenn wir zwischen den Dingen, die zu tun sind das kleine Zeitfenster nutzten um das erste Kapitel des Buches, das wir vor vier Monaten zum Geburtstag geschenkt bekommen haben, zu lesen? Was, wenn wir das Jammern über den dringend benötigten Urlaub dadurch ersetzten, dass wir uns Zeit für uns nähmen? Urlaub im Kopf.
Ob das nun bei einem Spaziergang durch Feld, Wald und Flur, Bücher lesen auf dem Balkon oder im nächsten Straßencafé sitzen und Leute beobachten bedeutet, spielt dabei erstmal keine Rolle. Was, wenn wir uns wirklich die Zeit nähmen und sie genießen würden? Und was, ja was, wenn genau das dafür sorgen würde, dass uns all die noch zu tuenden Dinge viel leichter von der Hand gingen?
Alle reden von der großen Work-Life-Balance und ständig muss alles optimiert und perfektioniert werden, sei es nun die Arbeitsmoral, die Arbeitsweise, das eigene Aussehen, die Garderobe, das Zeitmanagement oder auch der eigene Partner. Aber bei all dem Optimierungswahn haben wir vergessen dann und wann innezuhalten und uns an dem zu erfreuen, was wir bereits (erreicht) haben, danke zu sagen. Bei all dem Perfektionismus haben wir vergessen gut zu sein, gut zu uns zu sein.
Wir reden ja nicht von Faulenzen oder alles auf die leichte Schulter nehmen, sondern wir reden davon, dem Affenstall im Kopf mal Einhalt zu gebieten und durchzuatmen. Mal nicht zu optimieren, sondern zu reflektieren. Sich mal hinzusetzen anstatt zu hetzen.
Für einen Moment die Augen zu schließen und Urlaub zu machen.
Urlaub im Kopf.

Können wir es jemals richtig machen? Gegen ständiges Anprangern und Verurteilen

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Photo & Editing: No bilis

Es ist Mittag. Kaffeepause. Ich scrolle durch Facebook. Im Newsfeed: Ein Freund hat dieses Bild geliked.
Es zeigt eine bekannte deutsche TV-Moderatorin in einem Outfit, das aus einer Jeansbluse und einer Schlaghose aus Jeans im Stil der 70er Jahre besteht, brauner Gürtel, Sonnenbrille, charmantes Lächeln, an eine Wand gelehnt.
Die Bildunterschrift sagt so etwas wie “Mein Lieblingsoutfit momentan, cool und bequem, perfekt für Mamas”.
Also zunächst ein Mal bin ich mir nicht sicher, ob ich wirklich weiss, was die Dame mit “perfekt für Mamas” aussagen möchte. Vielleicht meint sie, dass dieses Outfit weit genug geschnitten ist um die Auswirkungen der Strapazen, die eine Geburt nun mal so mit sich bringt, wie Dehnstreifen und den vielleicht-noch-nicht-komplett-trainierten Bauch, perfekt zu kaschieren. Vielleicht meint sie, dass das Outfit bequem genug ist um all die Dinge zu tun, die man nun mal gern mit seinem Kind tun möchte, wie spielen, im Gras sitzen oder durch die Berge von Spielzeug krabbeln oder dergleichen. Vielleicht meint sie aber auch, dass es einfach zu waschen ist, sodass, sollte sich dein Baby dazu entschließen, sein Frühstück rückwärts zu essen und auf deiner Schulter zu platzieren oder dein Kleinkind es für eine großartige Idee halten, einen Schlammkuchen auf deinem Schoß zu bauen, Jeans das ideale, robuste Material ist, welches sich einfach säubern lässt. Vielleicht war sie auch einfach nur stolz, nicht nur darauf, ein schönes und gesundes Kind geboren zu haben, sondern auch ein Outfit gefunden zu haben, in dem sie sich wohl und attraktiv fühlt, denn, ja, auch nachdem man ein Kind zur Welt gebracht hat, ist man immer noch eine Frau und jeder freut sich, wenn er sich in der eigenen Haut wohl fühlt und vielleicht hat ebendieses Outfit dazu beigetragen, dass sie sich großartig fühlt.
Aber vielleicht, vielleicht, vielleicht.
Nun krempeln wir mal die Ärmel hoch und reiben uns die Hände und kommen zu dem wirklich interessanten Teil (den ihr vermutlich schon erahnt habt): Den Kommentaren.
Mal abgesehen davon, dass auch Kommentare dabei waren, die sagten, sie sehe nun besser aus als noch vor der Schwangerschaft und dass ihre Figur nun noch besser sei, waren auch viele kritische Kommentare dabei, um es mal nett auszudrücken. Da waren Kommentare dabei, die genau das Gegenteil von dem zuvor genannten besagten, nämlich, sie hätte vor der Schwangerschaft besser ausgesehen und sei nun zu dünn. Dass die Hose hässlich sei, wobei das noch einer der harmloseren Kommentare war, und okay, 70er Jahre Schlaghosen mögen nicht jedermanns Ding sein und wir sind ein freies Land, in dem man seine Meinung und seinen Geschmack äußern kann.
Die wirklich beachtlichen Kommentare allerdings waren ganz anderer Natur. Da war tatsächlich ein Kommentar dabei, der sagte “Im Röckchen siehst du besser aus” und ich möchte betonen, dass es nicht “Rock”, sondern “Röckchen” hieß, was mit dem Suffix “-chen” schon auf eine Verniedlichung hindeutet. Und seien wir ehrlich, bei einem niedlichen, kleinen Rock, denken wir vor allem an einen kurzen Rock, oder denkt irgendwer von euch bei dem Wort “Röckchen” an einen langen Hippierock, der bis über die Knie fällt und die Fesseln umspielt?
Ein anderer Kommentar, der wirklich..mir fehlt jegliches Adjektiv, war, sagte “Kauf dir lieber mal einen Push-up”.
Puh, ja, lassen wir das kurz sacken und atmen tief durch.
Bleiben wir kurz bei den Kommentaren, die sagten sie sehe nun besser aus als noch vor der Schwangerschaft. Ich spreche zwar nicht aus Erfahrungen aus erster Hand, aber ich kann mir vorstellen, dass eine Schwangerschaft Auswirkungen auf das Aussehen hat, ob nun im Guten oder Schlechten sei dahingestellt und wenn du danach strahlend und glücklich aussiehst, weil du glücklich bist, dann ist das wunderbar. Das Störende bei diesen Kommentaren ist eher, dass sie sich darauf beziehen, dass sie nun dünner als vorher ist. Und ich finde, das sagt eine Menge über die heutige Gesellschaft aus, in der jeder vom “After Baby Body” spricht und die Frauen am Wettbewerb “Wer ist am Schnellsten wieder in Form” teilnehmen. Das übt Druck aus und sorgt für Frustration bei denjenigen, die es nicht in den Top 100 dieses Wettbewerbs geschafft haben, was zu Kommentaren wie “Schön für dich, dass du wieder in Form bist, aber ich bin kein Promi, dessen Kapital im Aussehen liegt und einen Personal Trainer habe ich auch nicht” etc., etc., führt. Versteht mich nicht falsch, ich will den letzten fiktiven Kommentar nicht als unbegründet oder schwachsinnig darstellen, denn seien wir mal ehrlich, das ist immer das Argument, das auf den Tisch kommt, wenn solche Themen besprochen werden und es ist nun mal Tatsache, dass viele Promis sich einen Personal Trainer holen um so schnell wie möglich wieder in Form zu sein. Aber darum geht es hier grad nicht.
Egal, ob die Kommentare nun Neid, Frustration oder Bewunderung ausdrücken, beziehen sie sich alle auf den gleichen Hype, den gleichen Wahnsinn.
Könnten wir bitte mal für einen kurzen Augenblick uns Folgendes vor Augen halten: Die Frau hat vor ein paar Monaten ein Baby zur Welt gebracht! Das bedeutet, dass ihr Körper ein verdammt riesiges, natürliches Wunder vollbracht hat! Und vielleicht, ja, ganz vielleicht ist sie nicht so dünn, weil sie viel dafür getan hat und das ihre Absicht war, sondern vielleicht war die Geburt anstrengend, vielleicht gab es Komplikationen und sie war hinterher gestresst und um das Wohl ihres Kindes besorgt, vielleicht ging es ihr während der Schwangerschaft nicht gut, vielleicht ist ihr Baby nicht eins von der “Er schläft schon komplette Nächte durch”-Sorte, sondern erlaubt ihr es kaum mehr als zwei Stunden am Stück zu schlafen. All das hat auch Auswirkungen auf das Aussehen und die Figur. Nur mal so nebenbei.
Im Übrigen dient das letzte Argument auch als Antwort auf die Kommentare, die behaupten sie hätte vorher besser ausgesehen und sei nun zu dünn.
Kommen wir nun zu dem Röckchen-Ding. Und zu dem Push-up-Ding. Beides im Übrigen Kommentare von männlichen Nutzern. Ernsthaft jetzt?!
Okay Herr X, ich verstehe, das ist einzig und allein deine persönliche Meinung, dass ihr kurze Röcke besser stehen, weil…sie schöne Beine hat, die sie ruhig zeigen kann und es außerdem ihre Proportionen vorteilhaft aussehen lässt, ja? Nur deine persönliche Meinung, richtig?
Und Herr Y, ich nehme an, deine persönliche Präferenz liegt nun mal einfach eben bei großen Brüsten, hm? Okay, freies Land, freie Meinungsäußerung und jeder darf sagen, was er möchte. Und tut es auch. Vor allem in der breiten anonymen Welt des Internets.
Was ich meine ist, ist das das Bild der Frau? Wie es sein soll? Ist das, das, was eine Frau als Frau definiert: Große Brüste und kurze Röcke?
Nehmen wir uns mal einen ganz kurzen Augenblick Zeit und erinnern uns daran, dass egal, ob diese Frau nun ein Promi ist, der im Blick der Öffentlichkeit steht, über soziale Netzwerke Erfahrungen und Erlebnisse aus dem Alltag mit ihren Fans teilt und sich selbst da draussen präsentiert und performiert, oder nicht, sie mehr erreicht hat als einfach nur gut auszusehen? (Auch wenn das höchstwahrscheinlich Teil ihres Berufes ist)
Wenn sie sich dazu entschließt, ihr “perfekt für Mamas” Jeans-Outfit zur Arbeit zu tragen (was sie im Übrigen getan hat), dann macht sie das zu keiner schlechteren Moderatorin, dann ist sie dadurch nicht weniger kompetent, das ändert nichts an ihren Fähigkeiten oder den Kompetenzen, die sie während ihrer beruflichen Karriere erlangt hat, die in den 1990er Jahren begann.

Das “Witzige” ist ja Folgendes: Spielen wir ein Spiel, seid ihr bereit?
Nehmen wir mal an, sie hätte ein Foto von sich in kurzem Röckchen gepostet, mit Push-up und vielleicht engem Tanktop oder lockerer Bluse mit Ausschnitt, stellen wir uns das einen Moment lang vor.
Wie hätten die Kommentare dann wohl ausgesehen? “Oh, du bist strahlend schön”, “Wunderschön”, “So sexy und das so kurz nach der Geburt”? Wahrscheinlich, ja.
Aber ist es komplett abwegig zu denken, dass auch Kommentare wie “Du bist nun eine Mutter, du solltest dich so nicht präsentieren, denkst du deinem Kind würde es gefallen, wenn seine Mutter so rumliefe” und ähnliche dabei wären?
Daher die Frage: Können wir es jemals richtig machen? Wie man’s macht, macht man’s verkehrt.
Und ja, wir wissen alle, dass wir es nicht jeder einzelnen Person auf diesem Planeten recht machen können, das ist normal.
Aber warum müssen Leute sich immer gegenseitig anprangern und verurteilen?
Egal wie man es dreht, es scheint immer etwas zu kritisieren zu geben, etwas zum lästern, zum schlechtreden. Aber warum?

Und hierbei handelt es sich nur um ein Foto, das in einem sozialen Netzwerk hochgeladen wurde, ein kleines Beispiel.
Ziehen wir die Blende etwas weiter auf:
Wenn du eine karriereorientierte Geschäftsfrau bist, wirst du dafür verurteilt, dass du keine Kinder willst. Und hier der Knackpunkt: Meist von anderen Frauen, nicht Männern! Von deinen eigenen “Kameradinnen”.
Wenn du sagst, du willst definitiv Kinder haben, da sie für dich zur Erfüllung deines Lebens beitragen, wirst du dafür angeprangert altmodisch und nicht emanzipiert zu sein, etc.
Dieses Paradox ist allerdings nicht allein für Frauen reserviert. Männer sind ebenfalls mit dieser Kontroverse konfrontiert.
Wenn du dich dazu entscheidest das Familienunternehmen zu übernehmen, obwohl dein ursprünglicher Plan gewesen ist, deiner Leidenschaft zu folgen und etwas anderes zu machen, wirst du dafür verurteilt deinen Traum aufgegeben und dich den Wünschen und Erwartungen anderer Menschen gebeugt zu haben, selbst wenn es deine freie Entscheidung gewesen ist, die du aus vollem Herzen umgesetzt hast.
Wenn du dich dagegen entscheidest das Familienunternehmen weiterzuführen und stattdessen deinem Traum zu folgen, wirst du dafür angeprangert dich selbst an erster Stelle zu sehen, egoistisch zu sein und deine Familie im Stich gelassen zu haben.
Ja, wundervoll! Seht ihr? Anscheinend gibt es keinen Weg, wie man es richtig macht oder machen kann.

Aber warum versuchen Menschen es dennoch?
Warum ist dieser Drang, allen gefallen zu wollen, nach wie vor so präsent?
Als ob der Kampf darum, den eigenen Wunsch danach sein Leben bestmöglich zu leben, sein Potential auszuschöpfen und den “richtigen und vernünftigen Weg” zu gehen nicht schon anstrengend genug wäre.
Warum machen wir uns ständig gegenseitig fertig, prangern uns an, verurteilen uns gegenseitig?
Liegt es daran, dass wir uns selbst ständig fertig machen und verurteilen, sodass wir es auf jemand anderen projizieren müssen um der Frustration und dem Druck Luft zu verschaffen?
Liegt es daran, dass wir so hart zu uns selbst, sodass wir auch hart zu den anderen sind?
Und falls das zutrifft, hieße das dann nicht, dass wir mehr daran arbeiten sollten uns selbst gegenüber geduldiger, liebevoller, fürsorglicher und freundlicher zu sein?
Was, wenn die Art und Weise, wie wir mit anderen umgehen, auch die Art und Weise ist, wie wir mit uns selbst umgehen? Was, wenn die Art und Weise, wie wir mit uns selbst umgehen, auch die Art und Weise ist, wie wir mit anderen umgehen? Was, wenn das eine wechselseitige Wirkung ist?
Vielleicht ein Weckruf unser Benehmen nicht nur anderen gegenüber, sondern auch uns selbst gegenüber, zu überdenken.

Seid freundlich. Verbreitet Liebe.
Be kind. Spread the love.

Beat im Ruhrgebiet – Funkhaus Europa Odyssee 2015 –


Banda Senderos

Es ist warm und sonnig in der Parkstraße.
Wie weit ist es wohl noch bis zur Freilichtbühne? Muss ich noch mal irgendwo abbiegen? Wie kann es überhaupt sein, dass ich hier aufgewachsen bin, aber noch nie dort war?
Während mir solche und weitere Gedanken durch den Kopf schwirren, weisen mir die gut gelaunt pilgernden Menschen jeden Alters, Sonnenbrille im Haar und Bier in der Hand, den Weg.
Ein dumpfer Bass beginnt meinen Brustkorb zu füllen, dann folgt der Rhythmus, der meinen Gang noch etwas beschwingter werden lässt. Die Sonne, die mein Gesicht wärmt und die nun immer lauter werdenden Latino-Rhythmen lassen eine vage Idee von Urlaub im Süden, einen Hauch von Ferien und Sorglosigkeit aufkommen.
Als ich den Eingang erreiche, muss ich mich zwischen der Schlange für die Wertmarken und den Grüppchen am Bierstand hindurchlavieren, um einen Blick auf die Bühne zu erhaschen. Die Ränge der Amphitheater ähnlich aufgebauten Freilichtbühne sind mäßig gefüllt, aber vor der Bühne, direkt hautnah vor der Band haben sich bereits mehrere Menschen eingefunden und schwingen unbeschwert die Hüften zum Takt der Banda Senderos.
Ich bin neugierig und die Musik zieht magisch an, also schreite ich die breiten Steinstufen hinunter zur Bühne und lasse immer wieder meinen Blick schweifen. Am Rande stehen Fotografen, die das Geschehen mit großen Kameras festhalten, das Klientel in den Rängen breit gefächert und bunt gemischt, von fünf bis fünfundsiebzig alles mit dabei und alle haben sie eins gemeinsam: Ein Lächeln im Gesicht und das – mal mehr mal weniger auffällige – rhythmische Wippen zur Musik.
Ich erreiche die Menge vor der Bühne und kann endlich die Jungs der Band auch deutlich erkennen. In jeder Bewegung, jeder Note, jedem Takt spürt man die Leidenschaft, die von Lied zu Lied das Publikum immer mehr ansteckt, sodass sich nach und nach immer mehr Menschen vor der Bühne versammeln und tanzen, was das Zeug hält. Drei Frauen mittleren Alters, die scheinbar alle allein gekommen sind, in weiten Hosen mit Stickerei lassen sich zur Musik gehen, eine Frau mit raspelkurzen grauen Haaren, modischer Brille und Jeanskleid wird von ihrem Tanzpartner schwungvoll auf die inoffiziell als solche deklarierte Tanzfläche gezogen und für einen Mann mit Schiebermütze scheinen wir alle gar nicht mehr zu existieren, es gibt nur ihn und die Musik. Vor mir eine Gruppe von jungen Frauen, Mitte zwanzig, von der die Hälfte kurzerhand beschlossen hat, barfuß tanze es sich besser und zwar bis die Sohlen schwarz sind, schräg hinter ihnen eine Gruppe von jungen Männern mit Bandanas und in Rockerkluft, die sich synchron genüsslich einen ordentlich Hieb Bier gönnen und vergnügt in die Menge schauen.
Die Atmosphäre sorgt für pure Entspannung und das Urlaubsgefühl stellt sich wieder ein, diesmal mit größerer Intensität.
Diesen Gedanken scheint auch einer der Sänger gehabt zu haben, denn dieser nimmt einen riesengroßen Luftballon in Form eines Globus und fragt eine Dame aus der ersten Reihe, wo sie denn gerade gerne hinreisen würde. Er dreht den Ballon und sie tippt auf Südamerika und während seine Bandkollegen sich bereit machen, um das nächste Lied im lateinamerikanischen Stil anzustimmen, versäumt er es nicht, sinngemäß zu sagen “Urlaub ist da, wo wir gerade sind”. Dann spielt er den federleichten Globus in die Menge und die Weltkugel wandert durch die tanzende Menschenmenge.

“Urlaub ist überall da, wo man gerade ist”

Einer der Gäste scheint so in Schwung gekommen zu sein, dass er kurzerhand – nach kurzem Austausch von Handgesten mit anderen Gästen im Publikum – beschließt, sich vom Rand der Bühne in die Menge zu Stürzen. Die Menge tobt und applaudiert, während der Gast auf den Händen der anderen über die Köpfe der Masse schwebt. Einer der Fotografen, die zunächst noch am Rand standen, ist direkt zur Stelle und hält den Moment fest. Vielleicht für die Ewigkeit. Der mutige Gast zumindest kann nun Crowd-Diving von seiner Bucket-List streichen und wer weiss, vielleicht hat er den ein oder anderen dazu inspiriert, beim nächsten Konzert das Gleiche zu wagen. Nicht denken, einfach machen. Nicht denken, tanzen.

Währenddessen in Wattenscheid

Nachdem sich die Ränge und auch die Fläche vor der Bühne mehr und mehr gefüllt haben und die Band eine wirklich ansteckende und großartige Performance abgeliefert hat, wissen wir, dass ihr Auftritt gleich vorbei sein wird, da die Bandmitglieder alle vorgestellt werden.
Aber so einfach macht das Publikum es den Essener Jungs nicht, denn dieses fordert vehement eine Zugabe, die es auch bekommt.
Es folgt eine Pause, in der sich neu geknüpfte Bekanntschaften und wiedergefundene Freunde auf den Sitzflächen niederlassen und austauschen, nicht aber ohne sich erneut Wertmarken zu besorgen und vorher noch ein Mal mit Getränken, Pommes oder Wurst zu versorgen. Kulinarisch gesehen bleibt der Pott dann eben doch Pott. Und gerade diese Mischung, wie sie auch im Gesang der Banda Senderos zum Ausdruck kommt, macht diese Stimmung und Atmosphäre zu etwas ganz Besonderem. Daheim und gleichzeitig im Urlaub, nah und doch fern, Meltingpot im Pott, globales Wattenscheid.
So global und doch so lokal, dass mich plötzlich ein neugieriger Blick, ein zögerndes Winken und dann ein breites Grinsen anspringt, als ich ein paar Freundinnen treffe, die ich Jahre nicht gesehen habe. Gemeinsam versorgen wir uns mit Getränken und suchen uns einen guten Platz recht am Rande der Tanzfläche bevor Doctor Krapula die Bühne betritt. Die Band aus Bogotá überzeugt mit einer tanzbaren Rock-Pop-Punk-Mischung, deren Texte wohl politisch ausgerichtet sind und in einem Artikel sogar als “tanzbarer Protest” bezeichnet wird, doch meine Spanischkenntnisse beschränken sich vornehmlich auf “no hablo espagñol”. Ebenso setzt sich die Band für die Rettung des Amazonasgebiets ein und so schlägt die Kunst mal wieder eine Brücke zu der sozialen und politischen Umgebung.
Das Publikum ist nach wie vor in Bewegung, animiert durch die einprägsamen Klänge und egal, ob man nun Spanisch spricht oder nicht, kaum jemand kann sich des Tanzdrangs erwehren.


Doctor Krapula
Um kurz vor zehn dann das spektakuläre Finale, bei dem Banda Senderos und Doctor Krapula gemeinsam dem Publikum ein letztes Mal einheizen und durch großen Applaus verabschiedet werden.
Die Gäste trotten die Stufen des Amphitheaters hinauf, Pfandrückgabe, ein kleiner Schnack hier, ein letzter kleiner Tanz da, bevor der Schwarm auf die Parkstraße gespült wird und die Wege sich trennen.
Grüppchenweise zerstreut sich die Masse, alle warm, euphorisch, lachend, immer noch tanzend, obwohl die Musik bereits verstummt ist.

Diese Woche geht es dann weiter bei der Funkhaus Europa Odyssee mit Bukahara und Riders Connection, mal sehen, wie das wird.

Willkommen bei dem Relaunch meines Blogs!

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Meine Lieben,

herzlich willkommen auf ginalaventura.com.
So wie es manchmal Zeit ist zuhause aufzuräumen, auszumisten, umzudekorieren oder zu renovieren, so ist das auch in dem virtuellen Raum, den man sein Eigen nennt, ab und zu der Fall.
Deshalb begrüße ich euch heute auf meinem frisch renovierten, dekorierten und umstrukturierten Blog.
Es ist vielleicht noch nicht alles perfekt und bis ins kleinste Detail optimiert, aber Einzugsfeiern schmeißt man ja schließlich auch, obwohl irgendwo noch eine Kiste rumsteht oder ein Bild noch nicht an der Wand hängt, nicht wahr?
Also, was ist alles neu?
* zum Einen ist das Layout ein anderes
* zum Anderen ist der Aufbau strukturierter, sodass ihr nun unter den Reitern im Header, die auf englisch sind immer die Seite auch nochmal auf deutsch findet
* in den englischen Beiträgen selbst findet ihr zu Beginn den Vermerk “dieser Eintrag ist auch auf Deutsch verfügbar”, inklusive Link, sodass ihr bei Interesse den Beitrag auch auf deutsch lesen könnt (wobei nicht alle Einträge bilingual verfügbar sind, manche sind auch nur auf englisch oder nur auf deutsch verfügbar)
* generell sind mehr Verlinkungen eingefügt, sodass wenn ich in einem Beitrag oder auch auf einer Seite Bezug auf etwas nehme, ihr schnell dorthin gelangen könnt
* des Weiteren gibt es nun Einblicke in mein Model-Portfolio und eine gesonderte Seite für Videos/Filme, in denen ich mitspiele oder an denen ich mitgewirkt habe

Diejenigen von euch, die mir schon länger folgen, wissen, wie der Blog aussah, als ich ihn im September 2013 gestartet habe und ihr kennt auch bereits einige der Einträge und das Prinzip der sundaystory.
* Natürlich habe ich alle alten Beiträge konserviert und nicht endgültig gelöscht
* Dennoch habe ich beschlossen, jetzt bei dem Relaunch neue Texte und Ideen, die ich für euch vorbereitet habe, mit alten Texten, die ihr vielleicht schon kennt, zu mischen, sodass für jeden was dabei ist, für die neuen Leser sowie die, die schon länger mit dabei sind

Ich hoffe, euch gefällt das neue Layout und die neue Struktur und dass ihr es weiterhin – oder vielleicht nun noch mehr – genießt hier vorbeizuschauen.

Aber um den Relaunch gebührend zu feiern, hab ich mir noch etwas anderes für euch überlegt:
Ich verlose 3x Labelled Love als Taschenbuch + eine kleine Überraschung.

Was ihr dafür tun müsst?
Schreibt bis zum 30.8. hier in die Kommentare, warum ihr das Buch gewinnen solltet.
Die Gewinner werden ausgelost und bis zum 5.9. bekannt gegeben.

Schaut euch um, macht es euch gemütlich und ich wünsche euch viel Freude beim Lesen und Rumstöbern.

Sei kreativ. Sei du selbst.

Gina.

Ziegenkäse-Rucola-Muffins

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Heute wieder ein Rezept.
Diesmal: Ziegenkäse-Rucola-Muffins
Ein super Snack für eine Party 🙂

Ihr braucht:
100g Butter
250g Mehl
2 gehäufte TL Backpulver
1 Bund Rucola (ca. 50g)
1 kleine Zwiebel
250g Ziegenkäse (ich nehme meist den, der die Konsistenz von Geramont hat und eigentlich als Aufstrich fürs Brot gedacht ist, aber der verläuft so schön)
2 Eier
200g Crème fraîche, Schmand oder saure Sahne (ich tendiere zu saurer Sahne)
1 TL Salz

12er Muffinblech / 12 Papierförmchen

Backofen auf 180° (Umluft 160°) vorheizen. Je ein Papierförmchen in die Vertiefungen des Blechs setzen. Butter schmelzen, Mehl und Backpulver vermischen.

Rucola abbrausen, trockenschüttern und grob schneiden. Zwiebel schälen und fein würfeln. Beides unter die geschmolzene Butter mischen. Den Ziegenkäse grob schneiden.

Die Eier mit der saueren Sahne, Salz und Rucolabutter verrühren. Mehlmischung zügig unterrühren, Käse untermengen.

Den Teig in die Förmchen füllen.
Die Muffins in der Mitte des Ofens 20-25min. backen. Herausnehmen, abkühlen lassen und aus der Form lösen.

Bon Appetit! 🙂

Über das Ruhrgebiet oder Tiswitis

As this is a text about the German area I grew up in and includes some colloquialisms, this entry is not available in English, sorry.

Gina (2)
Photo & Editing: hamedphotography

Über das Ruhrgebiet oder Tiswitis

Direkt vorweg und geradeaus: Ich komme aus dem Ruhrgebiet!
So, nun ist es raus.
Um genau zu sein, ich komme tief aus dem Westen, wo die Sonne verstaubt. (Wer nicht weiss, was damit gemeint ist, ja, sorry, aber dem werd ich es auch nicht erklären.)
Da bin ich groß geworden, aufgewachsen.

Nur um eins direkt vorweg zu nehmen: Ich plädiere hier weder für Lokalpatriotismus, noch liegt mir was daran, andere Regionen zu degradieren oder in matschige und aufgeweichte Fußstapfen zu treten und eine fette Klischeespur hinter mir herzuziehen.
Sowieso, was soll dieses “Ich komme aus dem Ruhrpott und bin stolz drauf.”? Ja sicher, ich bin voll stolz auf den Zufall, dass ich hier und nicht in Rheinland-Pfalz geboren und aufgewachsen bin, oder was? Also ich mein, als wäre das mein Verdienst, der einen Orden verdiene. Pfff.
Andersrum: “Ich komme aus dem Ruhrgebiet und schäme mich nicht dafür.” ist im Übrigen genauso Quatsch, weil dies ebenfalls auf Zufall beruht. Ja, es tut mir so leid, dass ich diese Missetat begangen habe und hier groß geworden bin, meine ersten Worte vermutlich entweder “Mama”, “Papa”, “ja”, “nein” oder “Ball” und nicht “Nee, Mutti, also so schon mal gar nicht, hast du dir mal die Klischees, Vorurteile und das Bildungssystem hier angeschaut? So kann aus mir ja nie was werden, also könnten wir bitte von hier wegziehen, meiner Zukunft zuliebe?” waren. Ebenfalls: Pfff.

Machen wir uns nichts vor, es herrschen Vorurteile.
Aber, ganz großes Aber, mit diesen bin ich erst konfrontiert worden, als ich meine wunderbare Kindheit, meine anstrengenden Teenagerjahre und mein Abi bereits – ja wer hätte das gedacht – hier im tiefsten Pott hinter mir gelassen habe.
Warum? Naja, weil ich hier rede wie ich rede und mich jeder versteht. Und dazu gehört ab und zu auch ein “Alter, haste die Ische gesehen, die vor der Kijeche steht? Die sieht auch aus wie bestellt und nicht abgeholt.” (ein zaghaftes Beispiel, ich weiss, es dient auch nur zur kleinen Veranschaulichung, wir steigen später nochmal tiefer in den Sprachpott, keine Sorge)
Und nur um einem Klischee auch vorzubeugen: Meine Kindheit bestand nicht darin, kohlverschmiert aus nem geschlossenen Pütt zu klettern oder Masten im Industriegebiet hochzuklettern (auch wenn ich jetzt scharf nachdenken müsste, ob ich dies wirklich noch nie getan habe). Nein, sie bestand hauptsächlich aus auf Bäumen herumklettern, hangeln auf dem Spielplatz, Gummitwist, Brettspielen, Hüpfkästchen, Fahrrad fahren, Rollschuhlaufen und all dem anderen Spaß, den man halt so macht. Das Highlight war allerdings immer das Feld. Und nein, das musste man nicht suchen, sondern das war sogar ganz nah, da gab es Bäume und Höhlen und sogar einen kleinen Tannenwald, in den sich nur die Mutigen wagten. Im Sommer war es das absolute Highlight und im Winter konnte man ebenfalls von dort durch den kaputten Zaun auf den Sportplatz schleichen, der die besten Hügel zum Schlittenfahren hatte (ja, damals gab es noch richtige Winter, mit dick Schnee und Rodeln und so, rechnet euch aus wie alt ich bin xD ). Dort gab es auch den “Todesberg”, jawohl ja, den fuhr man nur im Tandem mit den “Großen”, weil die Abfahrt steil war.
So, das war ein kurzer Abriss aus Kindertagen im oftmals als schmutzig und grau und trist bezeichneten Pott.

Im Übrigen haben wir auch keinen Schrebergarten.
Und ich habe meine Mutter noch nie mit Lockenwicklern im Haar und im Kittel die Suppe umrühren sehen.
Und mein Vater trägt keine beschmierten Unterhemden, Joggingbuchsen aus Fliegerseide und Adiletten.
(auch wenn mich persönlich weder das eine noch das andere sonderlich stören würde, denk ich)

Ich hab im Prinzip auch kein Problem mit Klischees, gerade als Kreativer kommen die einem ganz besonders gut zu Pass, weil man wunderbar mit ihnen spielen kann.
Was mich allerdings konsterniert hat war die Reaktion, mit der ich wie gesagt erst nach dem Abi konfrontiert wurde. Naja, selbst Schuld, wieso komm ich auch auf die Idee, dass die kleine Zugfahrt von unter einer Stunde keinen Unterschied mache, wobei ich geflissentlich außer Acht gelassen habe, dass mit dieser Fahrt auch das Überfahren der Grenze von Ruhrgebiet zu Rheinland einhergeht.
Zum ersten Mal hörte ich Sätze wie “Du kommst nicht von hier, oder? Man hört das.” oder wurde mit einem schief gelegten Kopf fragend angeschaut, wenn ich Wörter wie “Ische” benutzte.
Zum ersten Mal dachte ich wirklich darüber nach, vorher gab es nie einen Anlass dazu. Plötzlich hörte ich selbst die Unterschiede heraus.
Naja, was geschieht? Man probiert sich aus, in beiden Extremen. Man probiert mal, wie es so ist, mit Klischees zu spielen und redet extra in seinem eigenen Dialekt, den man dank solcher Konversationen ja ausreichend analysiert und deduziert hat und man probiert aus, wie es ist, den ganzen Tag besonders “ordentlich” zu sprechen, aber nicht so super künstlich, sondern noch auf dem Level, wo es natürlich klingt. (im Übrigen ganz schön anstrengend, kann ich euch sagen, das erfordert eine Menge Konzentration)
Das Gute daran ist, dass sich der Blick auf das, was man sonst selbstverständlich als Zuhause angesehen hat, ändert. Man ist plötzlich wacher, aufmerksamer, geht bewusster mit Dingen um. Wie gesagt, mir liegt weder was daran eine Abscheu und eine Arroganz der Region über zu entwickeln, die mir so viele wundervolle Tage in so unterschiedlichen und abenteuerlichen Umgebungen ermöglicht hat, noch einen Lokalpatriotismus zu entwickeln, indem ich weite Pullis mit “Ruhrpott” oder “Pottgöre” oder dergleichen trage und extra mit extremer Kodderschnauze daherrede. Wozu auch? Wem beweis ich was damit? Und was beweis ich damit? Richtig, nix, eben.

Allerdings will ich auch nicht von der Hand weisen, dass manche Klischees definitiv da sind, weil sie immer und immer wieder bestätigt werden.
Ja, sicher, hier gibt es “dat” und “wat”, hier gibt es “aaaaaalter!”, hier gibt es den Mottek mit dem man mal ordentlich auf dat Dingen draufwemsen muss und manche Leute haben wirklich n Schlach mitta Wichsbürste. Aber, ganz großes Aber, die Mentalität des Malochens hat sich auch über die Püttzeit hinaus weiter fortgetragen und auch wenn die Leute hier mal schroff wirken können, so kann ich doch sagen, dass es hier herzensgute und warme Menschen gibt, die, wenn du dich im Bus langlegst und dir das Knie böse aufschlägst, dich am Arm packen, aufstellen, dir n Taschentuch in die Hand drücken und fragen “Mensch Mädel, was machst’n für Sachn? Gehtet denn?”.
Ich will nicht sagen, dass man das in anderen Regionen nicht hat, Quatsch, überall gibt es die herzlichen und warmen und halt die, die n Schlach mitta Wichsbürste haben, ne? ^^
Aber was ich meine ist, dass einfach zu sagen, die Leute hier seien alle asi, schroff, schlicht oder Proleten, ist einfach nicht wahr. Und das, worauf sich manch andere Regionen Deutschlands was einbilden ist mehr Schein als Sein.
Bei jeder Region gibt es Vorurteile, Klischees (die dann und wann immer wieder erfüllt werden).
Aber eins kann ich euch sagen, mein Ruhrgebiet ist nicht dreckig, grau und trist und asozial. Wer sagt, meine Heimatstadt sei hässlich, bloß weil er die Unigegend und die Innenstadt gesehen hat, den lade ich herzlich zu nem Rundgang zu den wirklich schönen Ecken ein. Hier gibt es Felder, Wälder, Naturschutzgebiete, Schloßparks, Theater, Industriekultur, und am Wochenende ist hier der Bock fett und das macht ziemlich Laune!

Und genau wie der Mensch nicht nur eins ist, sondern facettenreich daher kommt, so ist es auch mit Gegenden. Natürlich, wenn man nur die eine Facette des Menschen kennt oder gar nur diese eine sehen will, dann wird man den gesamten farbenfrohen Facettenreichtum womöglich nie sehen. Aber wer nur die Uni und die Innenstadt anguckt, der kann auch nicht behaupten, die ganze Stadt sei hässlich.
(kleine Randbemerkung: Fast alle Bilder hier auf meinem Blog sind mit wenigen Ausnahmen im Ruhrgebiet entstanden, sowohl die, die von Fotografen geschossen wurden, als auch die, die ich selbst gemacht habe, und ja, auch die Landschaften und der schöne blaue Himmel.)

Ich mein, ja, sicher, ich kann Hochdeutsch (ist auf Dauer aber wirklich anstrengend, und mal ehrlich: wer spricht den ganzen Tag feinstes Hochdeutsch?!), aber es ist verdammt entspannend, wenn ich frei Schnauze daherreden kann und weiss, dass ich verstanden werde.
Es ist allerdings genauso amüsant mit Leuten unter einem Dach zu wohnen, die aus anderen Regionen kommen und dabei zu sein, wenn sie nach Hause telefonieren und man deren Dialekt hört, man selbst freundlich darauf aufmerksam gemacht wird, dass man gerade hört, dass ich soeben ein Gespräch nach Hause hatte und dass es “gesagt” und nicht “gesacht” heißt.
Und ja ladylike ist auch drin, aber ganz ehrlich: es gibt Tage, da geht ladylike nur so weit, sich in Schale zu schmeissen, das feinste Kleid und die hohen Hacken anzuziehen, auf dem Hinweg zur Freundin die Strumpfhose so zu schrotten, dass sie eine einzige Laufmasche ist, nur um von den Freundinnen liebevoll mit einem “Alter, was ist passiert, ich hoffe du hast noch ne andre Strumpfhose dabei, du siehst aus wie ne Crack-Hure!” begrüßt zu werden, bevor man sich aufgetakelt ins Auto setzt und fünf Minuten nach Abfahrt eine von Schimpfwörtern geschwängerte Diskussion darüber beginnt, wer zum Henker so nach Knoblauch rieche.
Sind wir deshalb jetzt asozial? Proleten?
Die passendste Antwort, die mir einfällt ist nur ein mit einem charmanten Lächeln von meiner Freundin abgekupferter Satz: “Ich geb dir gleich Prolet, du Opfer! Komm ma auf n Meter ran damit ich dir ins Gesicht rotzen kann!”
(bitte alle mal kurz durchatmen und lachen, das war n Witz! Also von mir, nicht von ihr, bei ihr müsst ihr vorsichtig sein^^ )
Eins kann ich versprechen: Es gibt hier kaum Kompromisse. Wenn ihr mal einen Abend mit mir und diesen Ladies verbringt, gibt es nur zwei Möglichkeiten: Entweder ihr wollt es direkt wiederholen, oder ihr sagt “nein, danke, ein Mal und nie wieder.”. Und das ist okay. Hier ist es ehrlich, direkt, frech und humorvoll. Und warm. Und herzlich. Aber bloß, weil man vielleicht ab und zu in anderen Gegenden aufgrund ebendieser Art unangenehm auffällt, wie Torsten Sträter es so schön in einem seiner Texte formuliert, heißt das noch lange nicht, dass es asozial und proletenhaft zugeht.

Das hier ist keine Ode an das Ruhrgebiet.
Es ist einfach nur ein Statement.
Wir kommen von hier. Tiswitis. (wer das analysieren kann, verdient ne Tüte Gummibärchen!)

Das hier ist keine Ode an das Ruhrgebiet.
Es ist einfach nur ein Statement.
Ich mein, in den großen Metropolen dieser Welt wird von “Melting Pot” geredet und “Diversity” gefeiert, und hier? Hier sitzt ein Freundeskreis bestehend aus Paul Wischnewski, Emre Öztürk, Elena Dombreva, Lena Schäfer, Mandy Schneider, Tobias Ludwig und Emma Rosental (*) an einem Samstagabend zusammen in einer Bar von der aus man die Strommasten, die Industriefassaden und den spröden Asphalt sehen kann, alle denselben Dialekt sprechend, während sie sehnsüchtig von den großen Metropolen dieser Welt träumen.
Manchmal muss man eben erst weggehen um nach Hause zu kommen.

Das hier ist keine Ode an das Ruhrgebiet.
Aber wenn man weiss, woher man kommt, ist es einfacher zu entscheiden wohin man geht.

Gina Laventura ©2014

(*) alle Namen frei erfunden

Das Denken der Gedanken

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Denkst du, deine Gedanken sind noch nie gedacht worden?

Denkst du, dass du jemals einen Gedanken gedacht hast,
den noch niemand anders zuvor gedacht hat?
An den noch nie gedacht wurde
in der gesamten Geschichte der Menschheit?
Denkst du, du hast jemals eine Idee gehabt,
die noch nie jemand zuvor hatte?
Kann es wirklich etwas geben, dass deinen Kopf betritt,
was noch niemals
einen anderen Kopf betreten hat?
Und was würde das bedeuten
im Hinblick auf Sicherheit und Individualität?
Ich mein, wenn du dir deiner eigenen Gedanken nicht sicher sein kannst,
– wenn wir bei der These bleiben, dass sie ein Mal jemand anderes Gedanken gewesen sein könnten –
wessen kannst du dann sicher sein?
Vielleicht ist es wie die Indianer sagten
“Die Erde gehört uns nicht, wir haben sie nur von unseren Kinder geliehen.”
Vielleicht ist es mit Gedanken und Ideen das Gleiche?
Vielleicht dreht sich alles um den Zeitpunkt
und Gedanken und Ideen
müssen verschiedene Köpfe betreten, wieder und wieder
bis ihre Zeit gekommen ist
um umgesetzt zu werden
zum richtigen Zeitpunkt
am richtigen Ort
im richtigen Moment
in der richtigen Umgebung
und von der richtigen Person.
Denkst du, dass du jemals einen Gedanken gedacht hast,
der noch nie gedacht wurde?

Gina Laventura © 2011

Käsekuchen

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Adventszeit ist auch Backzeit, deshalb gibt es heute das Rezept zu meinem Käsekuchen, der bisher immer gut ankam.

Ihr braucht:
Eine Springform
Etwas Butter oder Öl und darauf ein wenig Mehl in die Springform packen, sodass der Kuchen sich später leichter lösen lässt. (Tipp eines befreundeten gelernten Kochs: Küchenkrepp mit etwas Öl befeuchten und ein Mal damit durch die Form reiben)

Für den Boden:
250g Mehl
150g Butter
80g Zucker (ich nehme immer braunen Zucker)
1 Eigelb

Für den Belag:
500g Quark
1 Packung Schlagsahne (250-300gr)
3 Eier
80g Zucker
ein paar Tropfen Vanille-Aroma (wahlweise auch Vanillemark, oder Vanilleschote)

Ofen vorheizen.
Mehl, Butter, Zucker und Eigelb gut durchkneten. Dann den Teig in die Springform packen.

Sahne schlagen und zur Seite stellen.

Quark, Zucker und Vanille-Aroma verrühren. (zB mit einem Handrührgerät)
Jedes Ei einzeln unterrühren.
Nun alles auf der schwächsten Stufe für 5min weiter rühren.

Die geschlagene Sahne sanft mit einem Löffel unterheben.

Nun alles auf den Boden in der Springform geben und verteilen.

Bei 175°C für 45min. backen. (je nach Ofen kann es auch bis zu einer Stunde bei 180°C dauern)
Den Ofen nicht vor den 45min öffnen, da sonst der Kuchen zusammenfallen könnte!

Testet mit einer Nadel, ob der Kuchen gut ist. Bleibt zuviel Teig an der Nadel hängen, muss er noch weiter backen.

Ist der Kuchen fertig, nehmt ihn aus dem Ofen und lasst ihn abkühlen.

Voilà und bon appetit! 🙂

Tipps&Tricks:
Der Kuchen schmeckt auch super, wenn man Früchte mit hineintut. Zum Beispiel Blaubeeren. Nehmt ein Schälchen Blaubeeren, wascht sie gut ab, teilt die Hälfte der Beeren in der Mitte, die anderen lasst ganz und hebt sie mit unter den Belag, wenn ihr auch die Schlagsahne unterhebt.

Vanille-Sauce auf Käsekuchen ist auch ein absolutes Highlight!

PS: funktioniert auch super als laktosefreie Version! (ich vermute, glutenfrei dürfte auch kein Problem sein)