#freelancefriday & #socialsaturday: Wir müssen reden!

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Hey meine Lieben,

wir müssen reden! Nehmt das hier als den #freelancefriday und gleichzeitig den #socialsaturday Post, denn es geht um Arbeit und es geht um Gesellschaft. Beides miteinander verwoben.

Nachdem ich Till Brönners Video auf Instagram gesehen und es geteilt habe und daraufhin eine lange und interessante Konversation mit einer Bekannten hatte (vielen Dank an dieser Stelle, Miss K.K.), ist mir bewusst geworden, dass es Zeit ist, das Schweigen zu brechen. Ich habe mich zwar schon in einem anderen Post zu den Herausforderungen des selbstständigen Daseins geäußert, eigentlich auch relativ direkt wie ich finde – Zitat: “Jeder Tag, an dem ich nicht arbeiten gehe, ist ein Tag, an dem ich kein Geld verdiene.” –, aber das hier geht noch weiter.

Also schnappt euch mal einen Tee oder Kaffee und setzt euch. Denn das hier ist wichtig.

Dass diese weltweite Krisensituation aufgrund der Pandemie jeden betrifft, ist sicherlich eine Tatsache, die ich nicht explizit erwähnen muss. Dass es Länder gibt, die wesentlich mehr leiden als wir hier im schönen Deutschland, respektive Europa, auch das ist uns (hoffentlich) allen bewusst. Dennoch und nichtsdestotrotz gibt es ein paar Dinge, die Aufmerksamkeit bedürfen.

November – Lockdown Light sozusagen. Light… Für Gastronomen, Kulturschaffende, Kreative, Soloselbstständige und Freiberufler, die gesamte Event- und Unterhaltungsbranche und den mittelständischen Einzelhandel, der vielleicht nicht über einen florierenden Onlineshop verfügt, sicherlich alles andere als leicht.

Zum zweiten Mal rollt eine Welle über uns, die unaufhaltsam alles mitreißt, was nicht in der ein paar Monate weilenden Pause zum Luftholen wieder festgezurrt und verankert wurde. Viele Kneipiers, Hotelbetreiber und Gastronomen befürchten, dieses Mal nicht standhalten zu können. Ihr Lebenswerk dicht machen zu müssen. Viele Musiker, Autoren, Künstler, Theaterensembles, und weitere, die auf Touren, Lesungen, Auftritte, ja auf öffentliches Leben angewiesen sind, bangen um ihre Existenz.

Nein, das hier ist kein Aufschrei gegen Maskenpflicht und Hygieneregeln. Im Gegenteil. Diese Maßnahmen sind notwendig, um die am meisten zu schützenden auch zu schützen.

Aber das hier ist ein Aufruf, da zu unterstützen, wo wir können. Und wir können. Wenn wir wollen.

Uns jetzt zurückzulehnen mit “Ja, was sollen wir da nur machen”, hilft keinem weiter. Wir haben Chancen. Kleine. Aber ein kleiner Stein im Wasser kann auch konzentrische Kreise schlagen.

Wenn ihr also nun meint, okay, Gina, was willst du jetzt, wie sollen wir denn helfen? Ich sag es euch.

Wenn ihr normalerweise jeden Sonntag mit der Familie bei eurem Lieblingsitaliener essen geht, dann behaltet es bei und bestellt jeden Sonntag bei Luigi, weil Luigi das braucht! Sch**ß mal auf Lieferdienst-Apps, bei denen er nicht gelistet ist. Bestellt bei ihm. Überwindet die Faulheit, mit drei Daumenklicks eine Alternative bei einer Kette gefunden zu haben, die mehr Rücklagen hat als Luigi sich je erträumen könnte. Danke.

Wenn ihr grad traurig seid, weil ihr nicht auf das Konzert eurer Lieblingsband könnt, dann kauft CDs, Vinyl, T-Shirts, Merch und beweist, dass diese Band eure Lieblingsband ist. Oder falls sie ein Online-Konzert mit Ticketverkauf starten, kauft ein Ticket. Ihr hättet das Geld auf dem Konzert ja eh gelassen.

Ich hör euch schon, ja aber wir bangen auch, wir müssen jetzt auch mehr aufs Geld achten. Ja, habt ihr recht. Sinnvoll. Guter Punkt. Aber kurze Rechnung und ich bin in Mathe echt schlecht: Wenn ihr für 80€ als Beispiel aufs Konzert gegangen wärt, nun das Geld zurückbekommen habt und es nicht in ein Onlineticket investieren wollt, aber eine Schallplatte oder ein T-Shirt für sagen wir 30€ erwerben könnt, dann sind das 50€ in eurer Tasche und 30€ bei Künstlern, die grad am abkacken sind und sicherlich schon länger nicht mehr vernünftig schlafen. Außer sie haben enorm viel Whiskey, Wein und Gin gebunkert.

Ihr liebt einen bestimmten PoetrySlammer, aber Slams sind abgesagt? Ich mach ne Wette, er hat Live-Aufzeichnungen auf CD oder Bücher geschrieben. Die 8€, die ihr für Eintritt gezahlt hättet, investiert sie, indem ihr das Buch kauft. Ja, aber das kostet mehr als der Eintritt. Sorry, ich hab die Brezel und das Bier, das ihr auf dem Slam verzehrt hättet und das Busticket/Spritgeld/Parkgeld nicht dazu gerechnet 😉 wir nähern uns trotz Mathedefizit denke ich dem, worauf ich hinaus will.

Um Himmels Willen, nein, bitte, wenn ihr grad selbst auf Messers Schneide steht, bitte investiert nicht euren letzten Knopf, um anderen zu helfen, dann helft euch bitte erst selbst. Denn nur wenn ihr habt, könnt ihr geben. Aber wenn ihr ein bisschen was habt, dann gebt, denn wisst ihr was? Das kann Existenzen retten! Was, die schnöden 8€ sollen etwas ändern? Ja man, denn wenn 100 Leute sagen, meine 8€ ändern nichts, dann sind das 800€, die nichts verändern können.

Aber wisst ihr was? Selbst wenn ihr nicht einen Cent ausgeben könnt, könnt ihr unterstützen. Wie? Indem ihr eure Social-Media-Kanäle zum Teilen von Inhalten eurer Lieblingskünstler nutzt. Jetzt sagt ihr, ja aber Gina, ich hab doch nur 20 Follower, was soll das bringen. Ich sag es nochmal: Kon.zen.tri.sche..Krei.se, meine Freunde. Wenn einer eurer Follower auf dem Profil des Künstlers landet, vielleicht mal durchscrollt und interessante Inhalte findet, diese wieder teilt, etc. pp., sind wir beim berühmt berüchtigten Schneeballeffekt und ihr habt gar keine Ahnung, was für einen Unterschied das machen kann. Und, ich mein, tut es euch weh? Es kostet keinen Cent, nur drei Daumenklicks beim Sch… äh, Zähneputzen. Im Vergleich zu den Unmengen kostenloser Inhalte, die die Soloselbstständigen, Künstler & Co. euch zur Verfügung stellen, ist das ein minimaler Aufwand, der aber unter Umständen große Wirkung zeigen kann.

Wenn ihr nun sagt, ja aber Moment, die ganzen kostenlosen Inhalte, die wir bekommen, dazu sind die ja alle gar nicht verpflichtet, das gehört ja zu deren Marketing, dann müssen wir hier mal eins klarstellen: Nein, sie müssen das nicht tun. Sie tun das aus Überzeugung. Und aus Marketing, klar. Aber zumeist wohl aus Überzeugung. Weil sie etwas zu sagen haben. Und es teilen wollen. Weil sie überzeugt sind, dass da etwas drin ist, was anderen helfen kann, etwas geben kann. Und sie verlangen selten etwas zurück. Weil oftmals ein “Bitte unterstützt mich in dieser Zeit und kauft mein Album/mein Buch” schon fast wie Betteln eines Bittstellers herüberkommt. Wobei es einfach nur eine Bitte ist. Und wer vorher kostenlose Inhalte en masse konsumiert hat und nun abschätzig die Nase rümpft, wenn ein Künstler beispielsweise eine solche Bitte äußert und ihn erbärmlich oder Bettler nennt, der möge bitte nun mein virtuelles Wohnzimmer verlassen. Merci.

Kocht euch mal n zweiten Kaffee oder brüht einen weiteren Tee auf. Wir sind noch nicht am Ende.

Wir müssen auch über Weihnachten reden. Mal abgesehen davon, dass es zum jetzigen Zeitpunkt fraglich ist, wie genau unsere Familienfeiern aussehen werden, würde ich gern beim Thema bleiben und mit euch über Geschenke sprechen.

Auch hier mein Appell: Bitte denkt und kauft und investiert sinnig. Wenn ihr normalerweise am ersten Weihnachtstag bei Luigi die Scampi al Forno essen geht, dann bestellt sie dieses Jahr nach Hause. Wenn das Familienfotoshooting, das ihr so gern verschenken wolltet, dieses Jahr nicht umsetzbar ist, kauft bitte einen Gutschein bei dem Fotografen/der Fotografin. Wenn ihr selbst nicht super begabt in DIY-Projekten seid und nicht unbedingt einen Nachttisch selber zimmern könnt, dann durchstöbert etsy oder sonstige Plattformen oder schaut bei eurem lokalen Tischler vorbei, der sich diesen Wünschen in professioneller Weise annehmen kann.

Ich bitte oder dränge euch nicht, mehr Geld zu investieren als geplant, schreibe keine Spendenaufrufe für all die Miseren dieser Welt, denn wenn es danach ginge, könnte mein Herz jeden Tag bluten und ein jeder von uns könnte für das Wohl der Welt oder zumindest für eine kleine Linderung sein ganzes Gehalt plus alles Ersparte spenden. Ich bitte euch lediglich bei den Investitionen, die ihr eh tätigen wolltet, zu schauen, ob es nicht Alternativen gibt, bei denen ihr Menschen, die grad wirklich in der Patsche stecken, helfen könnt besser über die Runden zu kommen, anstatt es großen Konzernen in den Rachen zu werfen, die einmal schlucken, genüßlich rülpsen und sich zufrieden zurücklehnen, weil sie wissen, dass es für sie ein Morgen geben wird. Anders als viele der Kleinunternehmer, Selbstständigen und Mittelständler. Ja, vielleicht kostet der Kalender der Einzelunternehmerin 3€ mehr, aber diese 3€ sind gut investiert, glaubt mir. Und wenn sie nur für das Pfund Kaffee sind, das sie morgens aus dem Bett kommen lässt, um euren Kalender herzustellen und mit individuellem Touch zu verzieren.

Und wer nun sagt, tja, der oder diejenige hätte sich das vorher überlegen sollen und eben nicht Selbstständige*r oder Künstler*in werden sollen, den bitte ich nochmal in sich zu gehen. Der eine wird Krankenschwester aus Überzeugung, was eine Festanstellung mit sich bringt, der andere steigt ins Familienunternehmer ein und vertreibt Produkte, weil er die Familientradition aufrechterhalten will, und kann sich selbst ein monatliches Gehalt zahlen, der nächste wird Musiker, Autor, Fotograf aus Überzeugung und Leidenschaft, um der Gesellschaft einen kulturellen Mehrwert zu bieten. Und diese Branche ist zumeist weit entfernt von Festanstellungen und geregeltem Einkommen.

Und ich frage euch: Wie sähe euer Leben aus ohne die Bücher, die ihr gelesen habt? Ohne die Fotografien von Landschaften, die eure Träume beflügeln und euch an andere Orte bringen? Ohne die Musik, die euch durch den letzten Liebeskummer oder den großen Moment eures Lebens begleitet hat? Ohne das handgemachte, mittlerweile zerknitterte Lesezeichen, das ihr von Omi geschenkt bekommen habt? Ohne die handgemalte Postkarte, die eure Freundin von einem Künstler erworben und mit dem schönsten Zitat eures Lieblingsautoren verziert hat, welche euch immer an die Tiefe eurer Freundschaft erinnert?

Wenn irgendwas davon einen Gedanken an ein bestimmtes Lied oder eine bestimmte Sache geweckt hat und ihr wollt, dass all das auch “danach” (wann immer das sein und wie immer es aussehen wird) noch möglich ist, dann bitte ich euch inständig: Beginnt, wo ihr seid, benutzt, was ihr habt und tut, was ihr könnt.

Und wenn es nur das Teilen eines Inhalts ist.

Konzentrische Kreise.

mit Liebe, Hoffnung und Dankbarkeit im Herzen

Gina.

PS: Ich werde mich hierzu auch nochmal auf dem Balkon räuspern. Haltet also gern die Augen offen.

#freelancefriday & #socialsaturday: We need to talk!

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#freelancefriday: We need to talk

Cheers my dears,

we need to talk! Take this as a #freelancefriday and a #socialsaturday post, as it is concerned with work and society. Both intertwined.

After having watched a video on Instagram from a German jazz musician, in which he talks about the artists and people from the event and entertainment industry suffering through the current crisis, and following that having had a conversation with an acquaintance (thanks for this, Miss K.K.), I decided it’s time to break the silence. I mean, I already talked quite directly about the risks and challenges of being a freelancer in another post – quote: “Every day that I don’t go to work is a day that I don’t earn money.” – but this here goes deeper and further.

So get yourself a tea or coffee and sit down. Because this is important.

We are all affected by the current crisis, that’s nothing new and nothing I should need to have to point out explicitly. And us living here in Germany or Europe, we’re still well off and should be grateful for it. Nevertheless, some things and circumstances need our attention.

Now in November at least here in Germany, it’s gonna be a Lockdown Light so to say – not so “light” and easy for all the small businesses, people working in gastronomy, the entertainment industry, freelancers, artists. Especially if they don’t have a well running online shop or if they live from selling products and services that are not able to be digitalised.

Second time this year that an uncontrollable wave threatens to wash away everything that hasn’t been fixed and anchored in the few months we had to gasp air. Many pub or restaurant owners and small business people fear having to close their facilities, not just for a month, but forever. Shut down and close their life work. Many musicians, authors, artists, theatre ensembles and others whose work is depending on tours, readings, performances, yeah, on social life, fear for their financial existence.

No, this post doesn’t aim to protest against masks and hygienic rules. To the contrary. They are necessary to save and protect the ones that need to be protected most.

But it’s a plea to support where we can. And we can. If we want to.

Saying “Well, what can one do, eh” right now, doesn’t help anyone. We have chances and options. Small ones. But also a small pebble in a sea can cause concentric circles.

If you’re now wondering, well, Gina, what is that you want, what should we do? I’m gonna tell you.

If you normally take your whole family out to your favourite Italian restaurant on a Sunday, then stick to that and order your favourite dish from Luigi every Sunday, because Luigi needs that! Eff the delivery apps that don’t have him listed, call him and order directly. Get over your laziness of finding an alternative that’s accessible with three clicks and don’t invest your money into big chains that already have more savings than Luigi could ever dream of, okay? Thank you.

If you’re said because you’re unable to visit the concert of your favourite band, buy CDs, vinyl, t-shirts, Merch and prove that it’s your favourite band. Or if they offer an online-concert with tickets, get your ticket. You would have spent the money anyway.

I hear you now, but we’re also struggling and need to take better care of our money. Yes, you are right. Absolutely. Good point. But let me calculate real quickly and I’m really bad at maths: If you normally would have spent let’s say 80 bucks on a ticket for the concert and you were refunded now due to cancellation of said concert, but you could purchase a vinyl or a t-shirt for let’s say 30 bucks, then it’s 50 bucks in your pocket and 30 in the pockets of your favourite artists, who are really effed and probably haven’t been sleeping well for a while now. Unless they hamstered ish loads of whiskey, wine and gin.

You love a particular poetry slammer but slams are dismissed? Well, I bet they have live recordings on CD or already published a book or two. Take the 8 bucks you would have invested in the live show and buy the book. But the book is more expensive than 8 bucks! Sorry, I forgot the pretzel and the beer plus the bus ticket/gas money/parking ticket you would have paid that night 😉 despite my lack of skills in maths I think you’re getting what I’m aiming at, huh?

For heaven’s sake, no, please, if you are struggling massively financially right now and your financial existence is at stake, please don’t invest your last button to help others, but help yourself first. Only if you have, you can give. But if you have a little, then give, cause you know what? That can save financial existences, and in some cases lives. What, 8 bucks are changing something? Yes, because if 100 people say that their 8 bucks won’t do anything, that’s 800 bucks that can’t do anything.

But you know something else? Even if you don’t have one spare cent, you can still help and support. How? By using your social media accounts to share contents of your favourite artists. Now you’re saying but Gina, I only got 20 followers, that’s not gonna be of any use. Even if I might repeat myself, I’m gonna say it again: con.cen.tric…cir.cles my friends. If one of your followers sees what you shared and clicks on the profile, finds valuable content and shares it again, we end up in the popular snowball effect and you might never now what kind of effects that can have. And I mean, does it hurt you? It doesn’t cost a penny, only three clicks while you’re taking a sh… bath. In comparison to the massive amount of free content you’re provided with by small businesses, artists & co. that’s a minimal effort, which might have a huge effect.

If you say now, hold on a minute, all this free content we get, well, they’re not obliged to provide it, it’s part of their normal marketing, then we have to get one thing straight: No, they don’t have to do it. They do it out of conviction. And for marketing reasons, sure. But mostly out of conviction. Because they have something to say. And they want to share it. Because they are convinced that it might help others, that there is something in it for someone. And rarely do they ask for something back in return. Because oftentimes a “Please support me during this time and buy my album/my book” is perceived as begging. While it’s just an appeal. And if you consumed free content en masse before and now are turning up your nose at those artists pleading for support and you call him pathetic or beggar, then please leave my virtual living room immediately. Merci.

Get another coffee or tea, my dears, we’re not finished yet.

We need to talk about Christmas, too. Besides the fact that it’s uncertain right now how exactly we’re gonna celebrate our family gatherings this year, I’d like to stick to the topic and talk about gifts and presents.

Another plea from my side: Please think, buy and invest wisely. If you normally would go to Luigi on the 25th to get your Scampi al Forno with all your family, then order from him on that day. If the family photo shoot you wanted to gift is cancelled due to restrictions, buy a voucher from the photographer to get your photos when it’s possible again. If you’re not super talented yourself in doing DIY projects and cannot timber a night table yourself, then search on etsy or other platforms or talk to your local carpenter who can make your idea a reality in a professional manner.

I don’t urge or press or ask you to spend more money than planned, I don’t ask you to donate to heal all the misery in the world, because – let’s be honest – when it comes to that, my heart could bleed every day and everyone of us could donate all their income and savings to ease the pain of the world. I just ask you to take a closer look at the investments you wanted to make anyway and to make sure whether there are alternatives which would help people who are really in need of support right now. You could help them make ends meet rather than throwing your money into the mouths’ of big companies that belch one time and smirk, knowing that there is gonna be a tomorrow for them. Unlike many small business owners, freelancers and artists. Yes, maybe the handmade calendar does cost 3 bucks more but believe me, they are well invested. And if it’s only for the coffee to get the small business owner out of bed to design your personal calendar.

And if you say now, well, they should have thought about things like that before becoming a freelancer or an artist, I ask you to hold your breath for a second. One person becomes a nurse out of conviction, which includes a permanent position. The other steps into the traditional family business, sells products to keep the tradition and is able to pay themselves a regular monthly income. The other becomes a musician, author, photographer out of conviction and passion to contribute cultural value to society. And these jobs rarely ever include permanent positions or regular incomes.

And I ask you: What would your life look like without the books you read? Without the photographs of landscapes that take you to places you’ve never visited and make you dream? Without the music that got you through your last heartbreak or that was the anthem to your big joyful moment? Without the handmade bookmark gifted to you by granny? Without the handmade and designed post card that you got from your best friend, on which she wrote a quote from your favourite author and that reminds you of the depth of your friendship whenever you look at it?

If any of these things resonates with you and now you got a song in your head, and if you want these things to still exist “when it’s over” (whenever that might be and whatever it might look like), then I beg you: Start where you are, use what you have, do what you can.

Even if it’s just sharing content, a post, a story.

Concentric Circles.

with love, hope and gratitude in heart

Gina.

PS: I’m gonna speak about it on the balcony, too, so keep an eye open.

#freelancefriday: 3 Quick Home Office Tipps

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#freelancefriday: Quick Home Office Tipps

Cheers my dears,

weekend is near and maybe you’re looking forward to it, as you’re having a rough and tough week behind you.
Enjoy it!

During these turbulent times many people have been transferred from their regular work space into home office and for many that wasn’t as easy peasy and yeah! as it might sound.
Kudos and respect to everyone, who has a whole family including children (that don’t go to kindergarten or school right now) around them and still manages to get home office done!
Frankly, I have no effing idea how you do it, but if you have tipps and tricks and advice to share, please leave them in the comments, I bet your way of dealing with this struggle and still staying sane might be beneficial for some readers here.

I heard from friends that the first three to four day up to a week were troublesome for them, so the first days they basically only worked half days as the rest was used to figure out to combine private and professional life in one and the same environment.
And I do understand that it’s a tricky thing, especially if you’re someone craving and now really missing that 9 to 5 structure.
To be honest, I’m not one of them, but I do understand that you struggle.

So, I have some tipps I’d like to share with you, especially if you really miss your daily 9 to 5.
Some I read, some I heard from friends, some are based on my own experience and common sense.
To be fair, I haven’t perfected or perfectly optimised my home office work schedule in detail, although most of my work is done from home, except for courses and workshops. But we are all students of life and we’re all learning and will keep on doing so. So why not learn and grow together?
It’s more fun, I guess.

Well, here we go:

#1 SPACE
If anyhow possible, try to establish a designated work space!
In case you don’t already have a home office or a working space including desktop and office chair, etc., that is.
Don’t work from bed or sofa. Preferably use the kitchen table or if you have a dining room with a table, use that one.
I mean, in your office you would work in an upright seated position, I assume, so try to rebuild that at home.
Also, try to keep it clean from distractions. So, don’t have your grocery shopping list and the book you read as pastime next to your work calendar and your laptop.
Use the rooms and spaces you have by their names. And only repurpose one of them, not all of them.
You’d like to keep private private and only have one professional space.

#2 TIME SCHEDULE
Version A
If you’re a defender of the creed “If you never go to work, you never leave work” (which to my mind holds some truth and demands absolute discipline if you don’t want to end up checking and answering your mails at 10 p.m.), you might want to create a schedule.
Again, this won’t be easy, as your spouse might ask you in between wether you need something from the grocery store or you yourself might feel the urge to “just go quickly”, which would not happen in your professional habitat.
So, if you’re someone, who absolutely needs this structure of going to work, working, break, working, going home, how about trying this:
Get up in the morning and get ready as if you were to leave for work. Take your self-made coffee to go, put a jacket on and take a walk around the block. 20 minutes or more or less and pretend it’s your commute to work. Tune yourself into work mode, order your tasks for the day, etc.
When you come home, go directly to the space you created for work, or if that is your usual way, go to the kitchen first and grab a cuppa and then go. Then try to work exactly the time as you normally would and take your break at the time you normally would.
If you normally spend your break outside, go outside. If you normally write your shopping list during your break, do that.
Try to do the same things as usual. And finish work when you normally would.
Then take a walk again and make it your commute from work to home. That way you might be able to trick your brain into separating private from professional environment, although technically it’s the same space.
Oh, and shut the laptop before you leave and put it aside or into your laptop bag! No re-opening, no working after you come back home!!

Version B
If you’re someone who doesn’t need these strict schedules, but who even enjoys getting up at 5 a.m., working for an hour, taking a break for a workout, meditation or yoga or something, then go back to work, breakfast, etc., so if you’re able to scatter your working hours throughout the day, I still recommend having a designated work space and to definitely have a time when to stop work.
And I also recommend to set that in your brain early enough.
For instance, I personally don’t start my day off by saying “I’m gonna end work at five today” or something like that, but I have my tasks for the day that I need/want to achieve* and during work I get a feeling of how long it’s gonna take me. In the early afternoon I normally get a feeling for it and then I tell myself “Okay, today it’s gonna be six”, I hope you get the idea. As said, I myself am working on that.

* concerning to-do lists and time and task management, I already wrote a blogpost about it and on my balcony I have an IGTV about how I work with to-do lists and calendars

#3 WEEKEND IS WEEKEND
I know, this goes together with space and time, but really, on a Friday, put your work stuff aside and use the weekend for pastimes, zoom calls with friends, walks, running errands, like you normally would.
That’s one of the biggest lessons I learned, especially during this time, but that’s a longer story. I myself take this time right now to really make up my mind concerning working hours, structure, task & time management and how to have some me-time and something like a true weekend. (something like, because mostly, I use my free time for creative projects, haha)
And I can only invite you to learn this lesson with me.

So, these were just some quick tipps.
Of course there is more to it and everything depends on your situation, like do you live alone or do you have a roomie or spouse living with you, do you have children, in which branch do you work etc. and I’m well aware of that.
I couldn’t cover it all here, but please feel free to share your insights, opinions and questions in the comment section below.

My offer to you
If you struggle with getting organised or to make some time for yourself or anything like that, please feel free to contact me.
I’d like to help and if my experience and my mind can be of any service, I offer this to you right now.
These times aren’t easy, so let’s help each other out.

Just contact me and we can schedule a 30 minute zoom or Skype and we can see if and how I can help you.

How do you cope with home office?
Let me know in the comments below.

I hope you found something useful in this post.

So long, my dears

xx

#writerswednesday: Schreib’s dir von der Seele! – Eine Schreibübung für alle

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#writerswednesday: Schreib’s dir von der Seele

Cheers my dears und hallo meine Lieben,

heute ist wieder #writerswednesday und wegen der momentanen Krise und Quarantäne habe ich mir was besonderes überlegt.
Ich habe eine Schreibübung vorbereitet als kleinen Videokurs, die euch dabei helfen soll, Druck loszulassen und wieder ordentlich zu atmen.

Die Übung ist für jeden!
Ihr müsst keine Poeten oder Autoren oder Schreiber sein und ihr braucht auch keine Vorkenntnisse.
Alles, was ihr braucht, sind Papier und Stift.

Die Übung besteht aus einem kleinen Warm-up und drei speziellen Übungen.

Macht mit! 🙂

Ich hoffe, es hilft euch dabei, diese schwierige Zeit durchzustehen.

Wenn es hilfreich für euch ist und ihr etwas wertvolles darin gefunden habt, teilt es mit Freunden.
Lasst mich eure Ergebnisse aus dieser Übung lesen/anschauen, bitte taggt mich, wenn ihr etwas veröffentlicht 🙂
Fühlt euch frei, euer Feedback hier in den Kommentaren zu hinterlassen

passt auf euch auf, bleibt gesund & sicher

xx

#writerswednesday: Write it off your Chest ! – A Writing Exercise for Everyone

Auf Deutsch anschauen

#writerswednesday: write it off your chest

Cheers my dears,

today it’s #writerswednesday again and due to the current crisis I came up with something different.
I’ve prepared a writing exercise for you as a little video class to help you release pressure and breathe properly again.

It’s for everyone!
You don’t need to be a writer, poet or to have any skills in advance.
All you need is pen & paper.

The exercise consists of a little warm-up and three exercises.

Join me 🙂

I hope it helps you to get through these tough times.

If it’s helpful and valuable for you, feel free to share it with a friend.
I’d love to read/see/watch your results, so please tag me if you publish something from this exercise 🙂
Also feel free to leave some feedback in the comments below

take care, stay safe & sound and healthy

xx

#randomramblings: Courage, Contemplation and Creativity during Crisis

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#randomramblings: Courage, Contemplation and Creativity during Crisis

Hey my dears,

no, today there won’t be a #sundaystory* but an interims post due to the current situation.
It’s not easy and it feels like the world was turned upside down, many things aren’t as we knew them or as how we got used to them for years, decades or even our whole lives.
I will avoid to repeat what is said in the media each and every day and what we hear from friends and acquaintances, as I assume that we all are already overloaded with information. On the other hand, it’s not my aim to pretend that everything is peachy sky and vanilla cake with cherry on top. It’s not.
But those who have been following me for a while now or even know me in person might have noticed that I have a tendency to be optimistic. I’d like to call it pragmatic optimism.
Because once a friend told me “Okay, Gina, now we have talked one hour about the problem, let’s talk at least one hour about the solution, that’s much more useful.”
What I’m saying is, I don’t try to sugarcoat anything or to confront it with blissful ignorance. That’s not me.
I don’t have solutions for the situation. But I’d like to try to contribute to spreading some light. And you can guess my medium of choice.
I hope the text will be more structured than my thoughts are right now and that you can take something away from it.

There will be more posts following according to my categories #modelmonday, #writerswednesday, #freelancefriday,#socialsaturday that are especially written for this time of crisis.
Make sure you subscribe to the newsletter, if you want to stay up to date.

Here now some perspectives on what we might do during this time, learn from it and take away from it.

Time
Now we ended up at what I already pointed at in a different post.
“We will never have time, unless we take it.”
Many didn’t take it, now it’s there, wanted or unwanted.

Instead of focusing now on what your everyday life normally would look like and what you would normally be doing and where you’d normally be, we can maybe switch over to a more pragmatic and useful approach.
How often did you say something like “Well, if I had more time, I would finally repair the squeaking cupboard door”? Or paint the walls, tidy up, iron shirts, take care of wooden furniture with special treatments, repot the plants on the balcony or whatever. These are productive things.
Of course they can be applied to personal stuff as well, like “Yeah, if I had as much time as XY, I would also do my nails, try out new hair styles, but in contrast to her I have to…” Or “As much time as he has, no wonder he already finished that game”, read this and that book, whatever comes to your mind.
Also popular “If there weren’t so many distractions at home and I had more time, I’d also love to do sports at home.”
Well, the fact about the distractions is real, but let me try to help you with this. God knows I’m not an expert, but as someone who works a lot in the home office and belongs to the more active (some say restless) types, I might have some tipps and tricks for you.

We order the above mentioned:
– productive / pragmatic
– fun
– training / learning / education
– sports

Especially if you’re not used to working at home or educating yourself at home via online courses or the like, the own four walls hold many distractions in store and you might end up in a never ending story.
Tendency is quite high, that it makes most sense to start off with the things on the outward to eliminate as many distractions as possible.
So repair the cupboard door at first, tidy up that bloody chaos drawer, dust off the lamps, clean the floor, iron the shirts, etc. etc. etc.
As said, just make sure you don’t end up in a perpetuum mobile, because while being busy with task A, you might recognise in addition to task B and C many more tasks until Z and then restart the whole alphabet with A’ and so forth.
That’s why I recommend the method that I also used in my IGTV video on instagram and here in one of my blog posts:
Take manageable portions from all the things you have to and want to do, so some that you might really be able to finish within a day and start with those that add to structure.
So, before you start neatly decorating your washing machine with washy tape, please start with tidying up and sorting out the cupboards and drawers and then work your way to cleaning up and then go over to the details. (Unless the details are a little creative pause for you and you feel secure enough to return to the have to’s vs. the want to’s)

Education and learning is another productive and pragmatic way to spend your time.
Now you can learn the language you always wanted to learn, read the business book about topic XY. Many content creators are offering free online courses and e-books right now. #solidarity, so if you’re interested in audio books, languages or DIY projects in your home or whatever, you can browse through the diverse platforms and find free material or get some good content for a small budget from an expert.
Same goes for sports. Many trainers with own apps are offering the subscription for free right now or for less money and some gyms offer free courses on youtube, etc.
And fun, like playing games, finally reading again or listening to music, is not to be forgotten.

The biggest problem is probably the lack of routine that is normally dictated by your everyday life. I understand that.
But, I have good news for you: You’re now the captain of the ship!
You can build your own routine. It’s not easy, I admit, and it takes time, yes and yes, I hear your arguments “Yeah, then I have a new routine and everything goes back to normal, so why?”
Yeeeeeeeah…..no! Other good news: You can also take some of the things you like from your own routine and implement it later into your everyday life 😉

Here now the pragmatic approach:
Take a big sheet of paper. We’ll use the method that I used in the above mentioned video and post and apply it onto this case.
Write down all the tasks that have to be done, should be done and that you want to do. Then categorise them according to work, fun, sports, education & learning for instance. Just randomly onto the paper.
Ready, list everything that comes to your mind, go!

Ready? Great!
It might look like a lot now.
Now take another sheet of paper and create lists according to the categories you chose. (I recommend making them colourful)
And now take a closer look at all the things you wrote down on your random sheet before.
Let’s say you gave your list the colour green for household stuff. Now mark everything on the random sheet green that has something to do with household.
And now put it into the list, preferably according to a logical principal, like mentioned above.
Does it make sense to start a big clean up and then sort out the cupboards? Or would it be better the other way round?
Try to imagine the processes and to list them in a manner that makes sense, so that you don’t end up having done one task seven times in three weeks and totally neglecting another one that you wanted to do.
It will take a little moment. Just do it.
Great.
Now do the same with the other categories.

Amazing. Now you should have structured lists and an overview.
If you like to, you can put it into your calendar or just do it according to your mood and energy level. When you get up in the morning and during breakfast or the first coffee you’re thinking “Ah, today is a good day for sports”, pick something from your sports list. “Today I feel neither creative nor sporty, actually I just wanna chat with my friends”. Okay, do it. Call your friends. While you’re sorting out your wardrobe for instance. 😉 By the way, your friend might even help you decide what items to keep and which ones to donate or sell or give away. How does that sound?

Me personally, I’m a friend of picking at least one thing that I have to do and one thing that I want do, but often I’d also go according to the “What do I feel like today?” principle and then combining the tasks from different categories.
I recommend picking at least one thing you have to and one you want to do.
So, before I do six things I want to do, I’ll pick one to two, three things from the list that have to be done. This way I have success and fun in one day.
The Kinder egg for adults so to day 😉

Before this post gets completely out of hand, I’m gonna throw in some things you might wanna do:

household
– sort out your wardrobe and donate or sell the items you don’t want and need (doing something good and earning some money)
– structure your cupboards and rearrange them
– laundry, ironing, taking care of furniture and floors
– dust off the lamps
– archive photos and store old data from your computer on external hard drives

sports
– online courses and videos and using what you have to get some sports into your day
– if you can’t motivate yourself on your own and maybe live alone, try to find online groups that meet at a specific time of the day and do sports together
– computer games with sporty activities are also an option

business (a separate post concerning business will follow)
– now’s the time to restructure and relaunch your website
– depending on the branch you’re working in, you might find new concepts for your sales, marketing and online services
– you can create special offers and spread them on the various platforms you use

education / learning
– finally you can dedicate yourself to your DIY projects, the material for your self-made shelf is already rotting in your cellar, isn’t it?
– learn something new, a language, cooking, how to cut your hair yourself, doing manicure at home, drawing, whatever it is that you have been interested in for a long time and always wanted to learn

fun & relaxation
– take a long walk through nature and listen to the wind and the birds
– read
– listen to audio books
– finally watch the movie / series you have been longing to watch
– call friends
– playing games in the analogue world with room mates, partners, family or online with friends
– creating and designing birthday presents (especially for those that won’t be able to celebrate their birthdays due to the crisis, hello my Aries babes, don’t worry, postponed doesn’t mean cancelled and we have to celebrate according to the opportunities, and there will be opportunities in the future)
– meditation / relaxation techniques
– dance through the room

This is just a small list, but maybe there are some impulses in it that inspire you. I hope so.
Feel free to add your own ideas in the comments below and share your tipps and ideas. Sharing is caring.

And now imagine this:
What if we all learned something from this situation and took something away from it?
What if, when everything is slowly returning to a level of normality, we got out of it more toned, more educated and if we met all our loved ones in a fresh and rearranged home and took hours to exchange what we have done and learned?

Don’t get me wrong, I know it’s difficult and hard, especially for families with children, who now also have to do home office and are not used to it. For those that still have to go to work with worries in their hearts. For the care givers, doctors, retailers and tradesmen, delivery people and craftsmen, farmers and all the small and medium sized companies and self-employed people, that are confronted with big problems and worries and sorrows.
I see you and you’re brave. True heroes. I have nothing but gratitude and respect for you and I’m thinking of you!
But maybe you too find something in this post, that might spread some light onto your sorrowful soul and that nurtures it with positivity and calmness.
I’m not free from sorrow either, but I decide consciously for hope and optimism.
And I share it with you. I hope your arms are open so that you can embrace it.

Take care, stay at home, stay safe and sound.

xx

Gina.

* the #sundaystory will be paused until my upcoming book is published. I need my resources now to keep my business running and creativity flowing. I hope you understand that. Please bear with me.

#randomramblings: Kühnheit, Kontemplation und Kreativität in der Krise

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#randomramblings: Kühnheit, Kontemplation und Kreativität in der Krise

Hey meine Lieben,

nein, heute gibt es keine #sundaystory*, sondern quasi einen Interimspost aufgrund der aktuellen Lage.
Die Situation ist grad nicht einfach, es fühlt sich an als stünde die Welt Kopf, vieles ist nicht mehr so, wie wir es kannten oder wie wir uns über Jahre, Jahrzehnte und gar unser ganzes Leben dran gewöhnt haben.
Ich werde es jetzt vermeiden das zu wiederholen, was eh jeden Tag in den Nachrichten gesagt wird und was man aus dem Freundes- und Bekanntenkreis hört, denn vermutlich ist ein jeder von uns schon von zu viel Information überflutet. Andererseits ist es auch nicht mein Ziel, hier einen auf heile, heile, Gänschen zu machen und so zu tun als sei alles eitel Sonnenschein und rosig. Ist es nicht.
Aber wer mir schon eine Weile folgt oder mich gar persönlich kennt, dürfte bemerkt haben, dass ich einen Hang zum Optimismus habe. Gern nenne ich ihn pragmatischen Optimismus.
Denn ein Freund sagte mir mal “So, Gina, jetzt haben wir eine Stunde über das Problem geredet, lass uns jetzt mindestens eine Stunde über die Lösung reden, das ist wesentlich sinnvoller.”
Worauf ich hinauswill ist, dass ich nicht alles beschönigen will, gar mit verblümter Ignoranz etwas daherschwafeln möchte. Das liegt mir fern.
Lösungen für die Situation hab ich keine. Aber ich würde gerne versuchen, meinen Beitrag zu leisten, um Licht zu verbreiten. Und mein Medium dafür könnt ihr euch denken.
Ich hoffe, der Text wird strukturierter als meine Gedanken es gerade sind und ich hoffe, ihr findet etwas darin, was euch einen inspirierenden Impuls gibt.

Es wird noch weitere Posts in meinen Kategorien #modelmonday, #writerswednesday, #freelancefriday, #socialsaturday geben, die speziell für diese Zeit der Krise geschrieben wurden.
Meldet euch gern für den Newsletter an, um auf dem Laufenden zu bleiben.

Hier also ein paar Perspektiven, was wir vielleicht in dieser Zeit tun, von ihr lernen und aus ihr mitnehmen können.

Zeit
Jetzt sind wir bei dem Satz, den ich bereits in einem vorangegangenen Post geschrieben habe.
“Wir werden nie Zeit haben, außer wir nehmen sie uns.”
Viele haben sie nicht genommen, jetzt ist sie einfach da, gewollt oder ungewollt.

Und anstatt sich jetzt darauf zu verbeißen, dass eigentlich der Alltag ja so und so aussieht und man ja jetzt eigentlich gerade das und das täte und da und da wäre, hallo Konjunktiv, können wir es vielleicht pragmatischer und sinnvoller angehen.
Wie oft habt ihr sowas gesagt wie “Ach, wenn ich mal Zeit hätte, dann würde ich endlich mal diese olle quietschende Schranktür reparieren”? Wahlweise auch streichen, aufräumen, Hemden bügeln, die Holzmöbel mit Holzpolitur pflegen, Balkonpflanzen umtopfen oder sonstiges. Das sind produktive Dinge.
Aber natürlich hört man die Sätze auch auf persönliches bezogen “Ja, wenn ich die Zeit hätte, die Person XY hat, dann würde ich mir auch die Nägel machen und tausend Frisuren ausprobieren, aber ich muss ja im Gegensatz zu ihr…”. Oder auch “Ja, so viel Zeit wie der hat, kein Wunder, dass er das Spiel schon durchgezockt hat”, dieses oder jenes Buch gelesen hat, oder nehmt, was euch einfällt.
Ebenfalls beliebt “Wenn ich Zeit hätte und ich zuhause nicht so abgelenkt wäre, würde ich auch gern zuhause Sport machen.”
Der Faktor mit der Ablenkung ist sicherlich ein schwieriger, aber lasst mich versuchen, euch zu helfen. Ich bin weiß Gott kein Experte, aber als jemand, der viel im Home Office erledigt und sowieso eher zu den aktiven (manche sagen rastlosen) gehört, hab ich vielleicht ein paar Tricks für euch im Ärmel.

Wir sortieren oben genanntes:
– Produktives / Pragmatisches
– Spaß
– Weiterbildung
– Sport

Gerade, wenn man es nicht gewöhnt ist, daheim zu arbeiten oder sich auf beispielsweise Online-Kurse einzulassen, bieten die eigenen vier Wände viel zu viele Möglichkeiten, in einem perpetuum mobile zu enden.
Aber tendenziell kann es sinnvoll sein, zuerst das Äußere zu bearbeiten, um mögliche Ablenkungen zu eliminieren.
Also eben zuerst den Küchenschrank zu reparieren, die doofe Schublade endlich mal aufzuräumen, Lampen abzustauben, zu wischen, Hemden zu bügeln, etc. etc. etc.
Wie gesagt, man muss nur aufpassen, nicht in einer Schleife hängenzubleiben, denn während man Aufgabe A gerade bearbeitet, fallen einem nebst den noch gelisteten Aufgaben B und C meist noch mehr auf, meist bis Z durch und dann nochmal das ganze Alphabet mit A’ und so weiter.
Daher empfehle ich die Methode, die ich auch in meinem Video zum Thema Zeitmanagement und Organisation als IGTV auf Instagram und hier in einem meiner Blogposts benannt habe:
Nehmt eine Portion an Aufgaben, die ihr auch wirklich an einem Tag schaffen könnt und fangt mit denen an, die der groben Struktur schon mal Form verleihen.
Also bevor ihr anfangt, eure Waschmaschine minutiös mit Washytape aufzuhübschen, beginnt doch bitte erstmal beim Ausmisten und Wegwerfen, arbeitet euch dann, nachdem die Schubladen und Schränke wieder ordentlich sind zum großen Hausputz vor und widmet euch dann den Details. (Außer diese dienen euch als kreative Pause und ihr fühlt euch sicher genug, den Weg zurück zu dem was getan werden muss vs. was getan werden möchte, zu finden)

Weiterbildung ist natürlich auch ein produktiver und pragmatischer Weg, die Zeit zu verbringen.
Jetzt könnt ihr endlich die Sprache lernen, die ihr schon immer mal lernen wolltet oder das Fachbuch über Thema XY durchackern. Viele Anbieter verschenken momentan sogar kostenlose Kurse und e-books. #solidarität und so, also wenn euch Hörbücher, Sprachen oder auch DIY-Projekte im Haushalt oder sonst was interessiert, könnt ihr nun das Internet nach kostenlosen Materialien durchstöbern oder auch für kleines Geld einen Kurs von einem Experten buchen.
Dasselbe gilt für Sport. Viele Trainer, die eigene Apps haben, bieten auch ihre Kurse momentan kostenlos oder stark vergünstigt an, manche Fitnessstudios stellen kostenlos Youtube-Videos zur Verfügung, etc.
Und der Spaß, wie Spiele spielen, endlich mal wieder lesen oder entspannt Musik hören, soll natürlich auch nicht zu kurz kommen.

Das größte Problem dürfte hierbei auch wieder in der Abwesenheit der vom Alltag diktierten Routine liegen. Versteh ich.
Aber, ich habe gute Neuigkeiten für euch: Ihr seid jetzt der Kapitän des Schiffes!
Ihr könnt euch selbst eine Routine bauen. Ist nicht so einfach, geb ich zu, dauert auch ja, und ja, viele argumentieren mit “Ja, dann hab ich eine neue Routine und dann ist alles vorbei und der Alltag kommt zurück. Wozu also?”
Jaaaaaa….nein! Zweite gute Nachricht: Ihr könnt sogar Dinge, die euch an eurer eigenen Routine gefallen, später mitnehmen und integrieren. 😉

Hier also der pragmatische Ansatz:
Schnappt euch mal ein großes Blatt Papier. Wir nehmen die Methode, die ich im oben genannten Video und Post verwende und wenden sie einfach auf diesen Fall hier an.
Wir schreiben alle Aufgaben auf, die, die getan werden müssen/sollten, die, die wir machen möchten und wir kategorisieren sie beispielsweise nach Arbeit, Spaß, Sport und Fortbildung. Einfach wild aufs Papier.
Auf gehts, alles einmal listen bitte, alles, was euch einfällt!

Fertig? Super!
Sieht jetzt vielleicht sehr viel aus.
Nehmt bitte ein zweites Blatt Papier und erstellt Listen mit den von euch gewünschten Kategorien. (Empfehlenswert ist auch sie bunt zu gestalten)
Und nun nehmt die Dinge, die ihr wild aufs Papier geschrieben habt und betrachtet sie einmal ordentlich.
Sagen wir, ihr habt Haushalt grün in eurer Liste stehen. Kringelt nun auf dem wilden Papier alles, was mit Haushalt zu tun hat, grün ein.
Und jetzt sortiert sie in die Liste, aber am besten nach einem logischen Prinzip. Wie oben beschrieben.
Macht es Sinn, erst den großen Hausputz zu veranstalten und dann die Schränke auszuräumen und auszumisten? Oder wäre es andersrum besser?
Versucht euch die Abläufe vorzustellen und so zu listen, dass der Ablauf Sinn macht und ihr nicht in drei Wochen eine Aufgabe sieben Mal gemacht habt und eine andere immer noch nicht erledigt habt, obwohl ihr eigentlich wolltet.
Das dauert. Macht mal.
Gut.
Jetzt verfahrt mit den anderen Kategorien genauso.

Super. Jetzt solltet ihr eine überschaubare Liste haben.
Wer mag, kann das nun in seinen Kalender eintragen oder nach Lust und Laune machen. Wenn ihr morgens aufsteht und vielleicht beim Frühstück oder ersten Kaffee denkt “Ah, heute ist ein guter Tag für Sport”, dann schnappt euch vielleicht eine Sache von eurer Sport-Liste. “Heut fühl ich mich weder kreativ noch sportlich, eigentlich will ich nur mit Freunden schnacken”. Okay. Macht das, ruft die Freunde an. Während ihr zum Beispiel den Kleiderschrank aufräumt. 😉 Außerdem können die Freunde euch vielleicht beim Entscheiden, welches Kleidungsstück weg kann und welches bleiben soll, helfen. Na, wie klingt das?

Ich persönlich bin ein Freund davon, aus verschiedenen Kategorien mindestens eine Sache zu wählen und diese dann zu kombinieren, verfahre aber auch oftmals, wenn möglich, nach dem “Wonach ist mir heute?”-Prinzip und wähle dann Dinge, die getan werden müssen und kombiniere sie mit etwas, was ich tun möchte und wonach mir ist.
Empfehlenswert ist es meiner Meinung nach, mindestens eine Sache zu wählen, die unter Muss fällt und mindestens eine Sache zu wählen, die unter möchte fällt.
Heißt, bevor ich sechs Dinge tu, auf die ich Bock hab, nehme ich wohl eher eine oder zwei, drei Sachen, die getan werden müssen und bearbeite sie zuerst. So habe ich Erfolg und Spaß an einem Tag.
Quasi das Ü-Ei der Erwachsenen 😀

Bevor dieser Post jetzt komplett ausartet, schmeiße ich hier mal ein paar Dinge, die man tun kann, in den Raum:

Haushalt & Co.
– Kleiderschrank ausmisten und aussortierte Kleidung spenden oder online verkaufen (was gutes tun oder sogar noch ein paar Groschen [ja, ich habe Groschen gesagt] verdienen)
– Ordnung in den Schränken machen
– waschen, bügeln, Möbel und Böden pflegen
– Lampen entstauben
– Fotos archivieren und alte Daten vom Computer aussortieren

Sport
– Online-Kurse oder Videos suchen oder die zur Verfügung stehenden Mittel nutzen und sich sportlich betätigen
– Wer sich nicht gut allein motivieren kann und vielleicht alleine wohnt, kann sich online Gruppen anschließen, die zu einem bestimmten Zeitpunkt am Tag gemeinsam die Übungen machen
– Auch Konsolen mit entsprechenden Sport-Spielen eignen sich

Business (zu diesem Thema wird es noch einen gesonderten Post geben)
– Jetzt ist die Zeit, in der ihr eure Website überarbeiten könnt
– Ihr könnt – je nachdem, in welcher Branche ihr tätig seid – über alternative Wege für Vertrieb, Marketing und euer Angebot nachdenken
– Ihr könnt auch per E-Mail, Telefon und Co. versuchen, weiter Kunden zu akquirieren, auch wenn es in der aktuellen Situation schwierig sein kann
– Besondere Angebote für eure Kunden könnt ihr erstellen und auf den Plattformen, die ihr nutzt, verbreiten

Weiterbildung
– Endlich könnt ihr euch den DIY-Projekten widmen, die Bauteile für euer Palettenregal liegen doch schon seit Monaten in eurem Keller
– Etwas neues lernen, eine Sprache, kochen, sich selbst die Haare zu schneiden, Maniküre daheim, Zeichnen, was auch immer euch interessiert und ihr immer schon mal lernen wolltet

Spaß & Entspannung
– Einen langen Spaziergang durch die Natur machen und dem Wind und den Vögeln lauschen
– Lesen
– Hörbücher hören
– Endlich mal den Film / die Serie schauen, die ihr schon so lang sehen wolltet
– Mit Freunden telefonieren
– Analog mit den Mitbewohnern, dem Partner, der Familie Spiele spielen oder online mit Freunden etwas spielen
– Geburtstagsgeschenke basteln (besonders für diejenigen, die ihren Geburtstag aufgrund der Krise nicht feiern können, hallo, ihr lieben Widder, keine Sorge, Partys kann man nachholen, aufgeschoben ist nicht aufgehoben und man muss die Feste feiern, wie sie fallen 😉 )
– Meditation / Entspannungsübungen
– durch die Wohnung tanzen

Das ist nur eine kleine Auswahl, aber vielleicht sind da ja ein paar Impulse bei, die euch selbst zum Nachdenken anregen. Ich hoffe es.
Teilt gern eure eigenen Ideen und Tipps hier in den Kommentaren. Inspiration durch Kommunikation. Sharing is caring.

Und nun stellt euch Folgendes vor:
Wie wäre es wohl, wenn wir von dieser Situation lernen und etwas mitnehmen?
Wenn wir, wenn die Wogen sich geglättet haben, trainierter, ruhiger, wissender und mit vielen Dingen, die wir gelernt und gemacht haben all unsere Lieben wieder treffen und wir sie in unser neu gestaltetes und aufgeräumtes Heim einladen und dann Stunde um Stunde uns darüber austauschen, was wir alles gemacht, gelernt und mitgenommen haben?

Versteht mich nicht falsch, ich weiß, es ist schwer, besonders für Familien mit Kindern, die jetzt auch noch Home Office machen müssen und dies absolut nicht gewöhnt sind. Für die, die weiterhin mit Sorge arbeiten gehen müssen. Für die Pflegekräfte, die Ärzte, die Einzelhändler, die Paketzusteller und Handwerker, die Landwirte und all die kleinen und mittelständischen Unternehmen und Selbstständigen, die sich mit großen Sorgen konfrontiert sehen.
Ich seh euch und ihr seid mutig. Wahre Helden. Mein Dank und Respekt gebührt euch und ich denke an euch!
Aber vielleicht findet auch ihr hier drin etwas, das eurer sorgenvollen Seele einen Lichtblick und etwas Ruhe schenkt.
Sorgenfrei bin ich auch nicht, aber ich entscheide mich bewusst für die Hoffnung und den Optimismus.
Und teile sie mit euch. Ich hoffe, ihr breitet die Arme aus und nehmt sie an.

Passt auf euch auf, bleibt zuhause, bleibt gesund.

xx

Gina.

*die #sundaystory wird leider aussetzen müssen und die nächste Runde wird erst nach Publikation meines neuen Buches gespielt. Ich brauche momentan meine Ressourcen, um mein Business am Laufen und den kreativen Fluss am Fließen zu halten. Ich bitte um euer Verständnis.