FAQ Friday: About autobiographical reference

Dieser Beitrag ist auch auf Deutsch verfügbar


Photo & Editing: GOTOX, 2011

I admit, it’s not always easy to separate the author from the work.
How often did I have to read novels or short stories for my literature studies and was wondering what the heck the author had for breakfast to produce something like that.

Like Fabio Volo describes so nicely on page 51 of his novel Il tempo che vorrei:
“Stealing ideas somehow belongs to creative work. Nicola and I do that as well. You steal from films, songs and conversations that you overhear while queuing in the supermarket or while being on the train. Like vampires the creatives suck everything out of whatever they encounter. They catch a word, a sentence or a thought and suddenly they know: This is what they had been searching for all the time. And they don’t even realise that they are stealing. They think everything is at their disposal. That’s why Jim Jarmusch’s words are the Bible for the creatives: ‘It’s not important where you take things from, it’s about what you make out of it'” (translated by me from the German version I read)

It might not be as severe as he describes, or maybe it is, I don’t know, but I agree, sometimes you catch a word or phrase or you’re standing at the train station with nothing on your mind and suddenly you see a movement, hear a sentence, see a smile or something else and you know it’s there, bam!, the moment you needed and then it starts running on it’s own, sometimes so fast that you can’t act quickly enough to get pen and paper out. And sometimes you take what you caught and you put it safely into a box and you think “One day you’re going to be part of a story, but right now something is missing.” and then bit by bit it’s adding up like a puzzle and it has to cook until it’s ripe, and then you know the moment has come where the story wants to, needs to be written. And that can happen during the week after midnight while you’re half asleep but you have no other option than to get up and to do what is demanded.
Therefore, not every conversation displayed in my stories has really happened. Maybe it has, somewhere, far far away, but I mean I haven’t necessarily experienced it myself. Of course, everything helps, sometimes it’s something a friend told me about, sometimes it’s an approach I found in a text I read mixed with a word from a film that heated up my creative machinery. Sometimes it’s a pure game of thoughts and has nothing to do with something that I or anyone I know has experienced. I don’t want to deny that sometimes there might be a sentence that I heard or even spoke myself.
So when I just have to speak for my own texts: Yes, yes, you can find my blood, sweat and tears, my sleepless nights, the wordplays that hit me in unexpected moments, my time, my energy, my love, my despair caused by the difficulty to find the right words to express what I want to express, yeah, a part of me in there.
But: My texts are not my life! What you read is not a one-to-one documentation of my life.
Of course, there are texts, especially here on the blog, that are more personal, like this one or “Tiswitis“, but even here it’s not a pure documentation of my own experiences, but like in a good recipe my own experiences are folded in like whipped cream and placed carefully within fictional elements.
But neither do I write as a cathartic exercise (as I was once accused of in a charming voice), nor to meticulously conserve my own life (there are diaries for that). I don’t even want the readers to find me in the pages, between the lines, in the letters. But I rather wish my readers to be able to find themselves there, or something that might be a support for them in troublesome times, something that gives them comfort in times of sorrow, something that gives them joy on a dark day, something that’s maybe just pure entertainment, something that moves them, touches them, yeah, maybe even inspires them.
At least this is my wish when being asked what I hope my readers find in my texts.

If you’re interested in an entertaining and a bit of a saucy text that bears as a background the question of autobiographical reference and is written with a bit of humour and sarcasm, I recommend you read my story “Sex sells“.

FAQ Freitag: Über autobiographische Bezüge

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Photo & Editing: GOTOX, 2011

Zugegeben, es ist nicht immer leicht, Autor und Werk zu separieren.
Wie oft ist es mir selbst passiert, dass ich für das Literaturstudium Bücher oder Kurzgeschichten lesen musste und ich mich während des Lesens fragte, was zum Kuckuck der Autor wohl zum Frühstück zu sich genommen haben mag, dass er etwas derartiges produziert.
Dementsprechend kann ich es absolut nachvollziehen, dass es einem als Leser schwer fällt, das Werk losgelöst vom Autor zu betrachten.

Wie Fabio Volo in seinem Roman Zeit für mich und Zeit für dich es so schön auf Seite 51 beschreibt:
“Ideen klauen gehört irgendwie zur kreativen Arbeit dazu. Nicola und ich tun das auch. Man klaut aus Filmen, Songs und Gesprächen, die man in der Schlange vor der Supermarktkasse oder im Zug belauscht hat. Wie Vampire saugen die Kreativen alles aus, was ihren Weg kreuzt. Sie schnappen irgendein Wort, einen Satz oder einen Gedanken auf, plötzlich geht ihnen ein Licht auf, und sie wissen: Das ist es, wonach sie die ganze Zeit gesucht haben. Und dabei ist es ihnen nicht mal bewusst, dass sie etwas stehlen. Sie glauben, alles stände zu ihrer freien Verfügung. Darum sind die Worte von Jim Jarmusch die Bibel der Kreativen: ‘Entscheidend ist nicht, woher man die Dinge nimmt, sondern was man daraus macht.'”

Ganz so schlimm, wie er es beschreibt, ist es dann vielleicht doch nicht, oder vielleicht schon, ich weiss es nicht. Aber ich stimme schon zu, dass man Dinge aufschnappt oder nichtsahnend am Bahnsteig steht und plötzlich sieht man eine Bewegung, hört einen Satz, sieht ein Lächeln oder sonst was und da ist er, schnapp!, der Moment, den man brauchte und dann läuft es plötzlich, wie von allein, es spinnt sich weiter, manchmal so schnell, dass man gar nicht fix genug Zettel und Stift zur Hand haben kann. Und in anderen Momenten schnappt man es auf und legt es wohlgehütet in ein Kästchen und man denkt “Du wirst ein Mal Teil einer Geschichte, aber noch fehlt etwas.” und irgendwann kommt der nächste Aspekt und Stückchen für Stückchen setzt es sich wie ein Puzzle zusammen und es muss ein wenig köcheln, bis es gar ist, bis es reif ist und dann plötzlich weiss man, nun ist der Moment gekommen, nun kann und will die Geschichte geschrieben werden. Und das kann auch mal ohne Weiteres unter der Woche nach Mitternacht im Halbschlaf passieren und es bleibt einem nichts anderes übrig, als aufzustehen und das zu tun, was verlangt wird.
Dementsprechend: Nicht jede Konversation, die in meinen Geschichten gesprochen wird, hat wirklich stattgefunden. Vielleicht hat sie das, irgendwo, weit weit weg, aber ich meine, ich muss sie nicht selbst erlebt haben. Natürlich, alles, alles hilft, manchmal ist es etwas von dem eine Freundin mir erzählt, oder ein Freund, manchmal sind es Ansätze, die aus anderen Texten stammen, die ich gelesen habe gemischt mit einem Wort aus einem Film, das meine kreative Maschinerie angeheizt hat. Manchmal ist es pures Gedankenspiel und beruht weder auf etwas, das ich, noch auf etwas, das irgendjemand, den ich kenne, erlebt hat. Ich will nicht leugnen, dass hier und da mal ein Satz fallen kann, den ich selbst gehört oder gar selbst gesprochen habe.
Also wenn ich nur für meine Texte sprechen muss, dann: Ja, ja, man findet mein Herzblut, meine schlaflosen Nächte, die Wortspiele, die mir unerwartet in kuriosen Augenblicken durch den Kopf schießen, meine Zeit, meine Energie, meinen Schweiß, meine Liebe, meine Verzweiflung ob der Schwierigkeit für das, was man ausdrücken will, die richtigen Worte zu finden, ja einen Teil von mir darin.
Aber: Meine Texte sind nicht mein Leben! Das, was ihr lest, ist keine eins-zu-eins Konservierung und Dokumentation meines eigenen Lebens.
Natürlich gibt es Texte, gerade hier auf dem Blog, die persönlicher sind, wie dieser hier, oder wie “Tiswitis“, aber auch hierbei handelt es sich nicht um eine pure autobiographische Dokumentation meiner eigenen Erlebnisse, sondern eine Portion eigener Erlebnisse und Emotionen und Gedanken werden wie Sahne unter fiktive Elemente gehoben und behutsam umgerührt.
Aber ich schreibe weder zur Selbst-Therapie (was mir mal in charmantem Ton vorgeworfen wurde), noch um mein eigenes Leben minuziös festzuhalten (dazu gibt es Tagebücher). Ich will gar nicht, dass der Leser mich in den Seiten und zwischen den Zeilen und in den Buchstaben findet. Vielmehr wünsche ich mir, dass er sich selbst dort finden kann, oder etwas, das ihm vielleicht auf einer beschwerlichen Reise als Stütze dienen kann, etwas das ihm Trost spendet in traurigen Zeiten, etwas das ihm Freude bereitet an einem düsteren Tag, etwas, das ihm vielleicht auch einfach nur kurzweilige Unterhaltung beschert, etwas das ihn bewegt, berührt, ja vielleicht sogar inspiriert.
Zumindest ist das mein Wunsch, wenn es um die Frage geht, was ich mir erhoffe, was der Leser in meinen Texten findet.

Wer kurzweiliges und ein wenig anzügliches Entertainment mit dem Hintergrund der Frage zu autobiographischen Bezügen in Texten lesen möchte, dem lege ich meine Story “Sex sells” ans Herz, die mit ein wenig Humor und Sarkasmus, genau in diese Richtung deutet. Allerdings existiert dieser Text bisher nur auf englisch.

FAQ Friday: What makes modelling so interesting?

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Photo & Editing: Dave Greensmith

I really like to perform different facets in front of the camera, because this is what it really is: a performance.
It can be a performance of a role, therefore a character, or the performance of a facet that is inherent in oneself.
What I consider most interesting is that sometimes you perform a role just to realise that this role is a facet of yourself that you just didn’t know before. (Besides the fact that make-up artists tend to show you different colour combinations and styles that you would not have chosen but that you find out suit you quite well)
I personally enjoy learning and discovering new things. As said before, sometimes you discover that you performed something that is inherent in you and sometimes you also learn what is not inherent in you, what you don’t like or want, anyway it’s a learning process. To create pictures that have a meaning or even tell a story is what attracts me the most.
All in all it is a really nice experience to play around and to try yourself out and to see how it develops, how you develop.
Some people might be afraid of ending up being stuck in competition, the ‘skinny-drive’ or the drive to appeal to masses and therefore, ending up in mainstream. And sure, there is ‘concurrence’ out there, a lot of models and those who want to become models are out there. But that shouldn’t keep you away from doing what you want to do, if this is really what you like and love doing. In contrast to the aforementioned fears, I think, as the time goes by, you learn a lot about yourself, you get to know what you’re good at, what you’re not good at, what you like and which images and styles you don’t like or do not suit you well and you get to know things that you’d like to try out.
Certainly I cannot speak for all the models out there, but for me modelling in its own way contributed to my personal and creative progress and development. At least, I’d say so.

If you have any other questions concerning modelling & Co., you’re welcome to send me a message. 🙂

FAQ Freitag: Was macht das Modeln so interessant?

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Photo & Editing: Dave Greensmith

Ich persönlich mag es, Facetten vor der Kamera darzustellen, weil es eben genau das ist, oder sein kann: Eine Darstellung.
Dabei kann es sich um die Darstellung einer Rolle, sprich eines Charakters, handeln oder die Darstellung einer Facette, die man in sich selbst trägt.
Was ich besonders interessant finde ist, dass man manchmal in Rollen schlüpft oder vor der Kamera etwas darstellt und dabei feststellt, dass es eine Facette von einem selbst ist, von der man zuvor einfach gar nicht wusste. (Mal abgesehen davon, dass Visagisten einem auch gern mal andere Farbvariationen von Schminke und Styles zeigen, die man selbst vielleicht nicht gewählt hätte, von denen man dann aber erstaunt feststellt, dass man sie eigentlich ganz gut tragen kann)
Ich persönlich mag es, dazu zu lernen, neues zu entdecken. Wie gesagt, manchmal entdeckt man, dass das was man darstellt auch in einem steckt und manchmal lernt man eben auch, was einem so gar nicht liegt und innewohnt, aber in jedem Fall ist es ein Lernprozess. Bilder entstehen zu lassen, die eine Aussage haben, oder sogar eine Geschichte erzählen können, reizt mich am meisten.
Alles in allem ist es eine schöne Erfahrung, herumzuspielen, Dinge und sich selbst auszuprobieren und zu schauen, wie es sich entwickelt, wie man selbst sich entwickelt.
Einige haben sicherlich die Befürchtung, in einen Konkurrenzkampf, Magerwahn oder den Drang, der Masse und dem Mainstream zu entsprechen, zu verfallen. Und sicherlich ist da draußen “Konkurrenz”, es gibt viele Models, Modelle und solche, die es werden wollen. Aber das sollte einen nicht davon abhalten, weiterzumachen, wenn man es wirklich gerne tut. Im Gegensatz zu den geäußerten Befürchtungen, finde ich nämlich, dass man im Laufe der Zeit viel dazu lernt und über sich selbst lernt, man weiss, was man gut kann, was einem liegt, und welche Bildstile einem nicht liegen oder wo man sich unwohl fühlt und gleichzeitig gibt es Dinge, die man gern mal ausprobieren und umsetzen möchte.
Ich kann sicherlich nicht für alle Modelle sprechen, doch für mich hat das Modeln auf seine eigene Art und Weise zu meiner persönlichen und kreativen Weiterentwicklung beigetragen. Zumindest behaupte ich das jetzt einfach mal.

Solltet ihr noch weitere Fragen zum Thema Modeln & Co. haben, schickt mir gern eine Nachricht. 🙂