#freelancefriday & #socialsaturday: Wir müssen reden!

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Hey meine Lieben,

wir müssen reden! Nehmt das hier als den #freelancefriday und gleichzeitig den #socialsaturday Post, denn es geht um Arbeit und es geht um Gesellschaft. Beides miteinander verwoben.

Nachdem ich Till Brönners Video auf Instagram gesehen und es geteilt habe und daraufhin eine lange und interessante Konversation mit einer Bekannten hatte (vielen Dank an dieser Stelle, Miss K.K.), ist mir bewusst geworden, dass es Zeit ist, das Schweigen zu brechen. Ich habe mich zwar schon in einem anderen Post zu den Herausforderungen des selbstständigen Daseins geäußert, eigentlich auch relativ direkt wie ich finde – Zitat: “Jeder Tag, an dem ich nicht arbeiten gehe, ist ein Tag, an dem ich kein Geld verdiene.” –, aber das hier geht noch weiter.

Also schnappt euch mal einen Tee oder Kaffee und setzt euch. Denn das hier ist wichtig.

Dass diese weltweite Krisensituation aufgrund der Pandemie jeden betrifft, ist sicherlich eine Tatsache, die ich nicht explizit erwähnen muss. Dass es Länder gibt, die wesentlich mehr leiden als wir hier im schönen Deutschland, respektive Europa, auch das ist uns (hoffentlich) allen bewusst. Dennoch und nichtsdestotrotz gibt es ein paar Dinge, die Aufmerksamkeit bedürfen.

November – Lockdown Light sozusagen. Light… Für Gastronomen, Kulturschaffende, Kreative, Soloselbstständige und Freiberufler, die gesamte Event- und Unterhaltungsbranche und den mittelständischen Einzelhandel, der vielleicht nicht über einen florierenden Onlineshop verfügt, sicherlich alles andere als leicht.

Zum zweiten Mal rollt eine Welle über uns, die unaufhaltsam alles mitreißt, was nicht in der ein paar Monate weilenden Pause zum Luftholen wieder festgezurrt und verankert wurde. Viele Kneipiers, Hotelbetreiber und Gastronomen befürchten, dieses Mal nicht standhalten zu können. Ihr Lebenswerk dicht machen zu müssen. Viele Musiker, Autoren, Künstler, Theaterensembles, und weitere, die auf Touren, Lesungen, Auftritte, ja auf öffentliches Leben angewiesen sind, bangen um ihre Existenz.

Nein, das hier ist kein Aufschrei gegen Maskenpflicht und Hygieneregeln. Im Gegenteil. Diese Maßnahmen sind notwendig, um die am meisten zu schützenden auch zu schützen.

Aber das hier ist ein Aufruf, da zu unterstützen, wo wir können. Und wir können. Wenn wir wollen.

Uns jetzt zurückzulehnen mit “Ja, was sollen wir da nur machen”, hilft keinem weiter. Wir haben Chancen. Kleine. Aber ein kleiner Stein im Wasser kann auch konzentrische Kreise schlagen.

Wenn ihr also nun meint, okay, Gina, was willst du jetzt, wie sollen wir denn helfen? Ich sag es euch.

Wenn ihr normalerweise jeden Sonntag mit der Familie bei eurem Lieblingsitaliener essen geht, dann behaltet es bei und bestellt jeden Sonntag bei Luigi, weil Luigi das braucht! Sch**ß mal auf Lieferdienst-Apps, bei denen er nicht gelistet ist. Bestellt bei ihm. Überwindet die Faulheit, mit drei Daumenklicks eine Alternative bei einer Kette gefunden zu haben, die mehr Rücklagen hat als Luigi sich je erträumen könnte. Danke.

Wenn ihr grad traurig seid, weil ihr nicht auf das Konzert eurer Lieblingsband könnt, dann kauft CDs, Vinyl, T-Shirts, Merch und beweist, dass diese Band eure Lieblingsband ist. Oder falls sie ein Online-Konzert mit Ticketverkauf starten, kauft ein Ticket. Ihr hättet das Geld auf dem Konzert ja eh gelassen.

Ich hör euch schon, ja aber wir bangen auch, wir müssen jetzt auch mehr aufs Geld achten. Ja, habt ihr recht. Sinnvoll. Guter Punkt. Aber kurze Rechnung und ich bin in Mathe echt schlecht: Wenn ihr für 80€ als Beispiel aufs Konzert gegangen wärt, nun das Geld zurückbekommen habt und es nicht in ein Onlineticket investieren wollt, aber eine Schallplatte oder ein T-Shirt für sagen wir 30€ erwerben könnt, dann sind das 50€ in eurer Tasche und 30€ bei Künstlern, die grad am abkacken sind und sicherlich schon länger nicht mehr vernünftig schlafen. Außer sie haben enorm viel Whiskey, Wein und Gin gebunkert.

Ihr liebt einen bestimmten PoetrySlammer, aber Slams sind abgesagt? Ich mach ne Wette, er hat Live-Aufzeichnungen auf CD oder Bücher geschrieben. Die 8€, die ihr für Eintritt gezahlt hättet, investiert sie, indem ihr das Buch kauft. Ja, aber das kostet mehr als der Eintritt. Sorry, ich hab die Brezel und das Bier, das ihr auf dem Slam verzehrt hättet und das Busticket/Spritgeld/Parkgeld nicht dazu gerechnet 😉 wir nähern uns trotz Mathedefizit denke ich dem, worauf ich hinaus will.

Um Himmels Willen, nein, bitte, wenn ihr grad selbst auf Messers Schneide steht, bitte investiert nicht euren letzten Knopf, um anderen zu helfen, dann helft euch bitte erst selbst. Denn nur wenn ihr habt, könnt ihr geben. Aber wenn ihr ein bisschen was habt, dann gebt, denn wisst ihr was? Das kann Existenzen retten! Was, die schnöden 8€ sollen etwas ändern? Ja man, denn wenn 100 Leute sagen, meine 8€ ändern nichts, dann sind das 800€, die nichts verändern können.

Aber wisst ihr was? Selbst wenn ihr nicht einen Cent ausgeben könnt, könnt ihr unterstützen. Wie? Indem ihr eure Social-Media-Kanäle zum Teilen von Inhalten eurer Lieblingskünstler nutzt. Jetzt sagt ihr, ja aber Gina, ich hab doch nur 20 Follower, was soll das bringen. Ich sag es nochmal: Kon.zen.tri.sche..Krei.se, meine Freunde. Wenn einer eurer Follower auf dem Profil des Künstlers landet, vielleicht mal durchscrollt und interessante Inhalte findet, diese wieder teilt, etc. pp., sind wir beim berühmt berüchtigten Schneeballeffekt und ihr habt gar keine Ahnung, was für einen Unterschied das machen kann. Und, ich mein, tut es euch weh? Es kostet keinen Cent, nur drei Daumenklicks beim Sch… äh, Zähneputzen. Im Vergleich zu den Unmengen kostenloser Inhalte, die die Soloselbstständigen, Künstler & Co. euch zur Verfügung stellen, ist das ein minimaler Aufwand, der aber unter Umständen große Wirkung zeigen kann.

Wenn ihr nun sagt, ja aber Moment, die ganzen kostenlosen Inhalte, die wir bekommen, dazu sind die ja alle gar nicht verpflichtet, das gehört ja zu deren Marketing, dann müssen wir hier mal eins klarstellen: Nein, sie müssen das nicht tun. Sie tun das aus Überzeugung. Und aus Marketing, klar. Aber zumeist wohl aus Überzeugung. Weil sie etwas zu sagen haben. Und es teilen wollen. Weil sie überzeugt sind, dass da etwas drin ist, was anderen helfen kann, etwas geben kann. Und sie verlangen selten etwas zurück. Weil oftmals ein “Bitte unterstützt mich in dieser Zeit und kauft mein Album/mein Buch” schon fast wie Betteln eines Bittstellers herüberkommt. Wobei es einfach nur eine Bitte ist. Und wer vorher kostenlose Inhalte en masse konsumiert hat und nun abschätzig die Nase rümpft, wenn ein Künstler beispielsweise eine solche Bitte äußert und ihn erbärmlich oder Bettler nennt, der möge bitte nun mein virtuelles Wohnzimmer verlassen. Merci.

Kocht euch mal n zweiten Kaffee oder brüht einen weiteren Tee auf. Wir sind noch nicht am Ende.

Wir müssen auch über Weihnachten reden. Mal abgesehen davon, dass es zum jetzigen Zeitpunkt fraglich ist, wie genau unsere Familienfeiern aussehen werden, würde ich gern beim Thema bleiben und mit euch über Geschenke sprechen.

Auch hier mein Appell: Bitte denkt und kauft und investiert sinnig. Wenn ihr normalerweise am ersten Weihnachtstag bei Luigi die Scampi al Forno essen geht, dann bestellt sie dieses Jahr nach Hause. Wenn das Familienfotoshooting, das ihr so gern verschenken wolltet, dieses Jahr nicht umsetzbar ist, kauft bitte einen Gutschein bei dem Fotografen/der Fotografin. Wenn ihr selbst nicht super begabt in DIY-Projekten seid und nicht unbedingt einen Nachttisch selber zimmern könnt, dann durchstöbert etsy oder sonstige Plattformen oder schaut bei eurem lokalen Tischler vorbei, der sich diesen Wünschen in professioneller Weise annehmen kann.

Ich bitte oder dränge euch nicht, mehr Geld zu investieren als geplant, schreibe keine Spendenaufrufe für all die Miseren dieser Welt, denn wenn es danach ginge, könnte mein Herz jeden Tag bluten und ein jeder von uns könnte für das Wohl der Welt oder zumindest für eine kleine Linderung sein ganzes Gehalt plus alles Ersparte spenden. Ich bitte euch lediglich bei den Investitionen, die ihr eh tätigen wolltet, zu schauen, ob es nicht Alternativen gibt, bei denen ihr Menschen, die grad wirklich in der Patsche stecken, helfen könnt besser über die Runden zu kommen, anstatt es großen Konzernen in den Rachen zu werfen, die einmal schlucken, genüßlich rülpsen und sich zufrieden zurücklehnen, weil sie wissen, dass es für sie ein Morgen geben wird. Anders als viele der Kleinunternehmer, Selbstständigen und Mittelständler. Ja, vielleicht kostet der Kalender der Einzelunternehmerin 3€ mehr, aber diese 3€ sind gut investiert, glaubt mir. Und wenn sie nur für das Pfund Kaffee sind, das sie morgens aus dem Bett kommen lässt, um euren Kalender herzustellen und mit individuellem Touch zu verzieren.

Und wer nun sagt, tja, der oder diejenige hätte sich das vorher überlegen sollen und eben nicht Selbstständige*r oder Künstler*in werden sollen, den bitte ich nochmal in sich zu gehen. Der eine wird Krankenschwester aus Überzeugung, was eine Festanstellung mit sich bringt, der andere steigt ins Familienunternehmer ein und vertreibt Produkte, weil er die Familientradition aufrechterhalten will, und kann sich selbst ein monatliches Gehalt zahlen, der nächste wird Musiker, Autor, Fotograf aus Überzeugung und Leidenschaft, um der Gesellschaft einen kulturellen Mehrwert zu bieten. Und diese Branche ist zumeist weit entfernt von Festanstellungen und geregeltem Einkommen.

Und ich frage euch: Wie sähe euer Leben aus ohne die Bücher, die ihr gelesen habt? Ohne die Fotografien von Landschaften, die eure Träume beflügeln und euch an andere Orte bringen? Ohne die Musik, die euch durch den letzten Liebeskummer oder den großen Moment eures Lebens begleitet hat? Ohne das handgemachte, mittlerweile zerknitterte Lesezeichen, das ihr von Omi geschenkt bekommen habt? Ohne die handgemalte Postkarte, die eure Freundin von einem Künstler erworben und mit dem schönsten Zitat eures Lieblingsautoren verziert hat, welche euch immer an die Tiefe eurer Freundschaft erinnert?

Wenn irgendwas davon einen Gedanken an ein bestimmtes Lied oder eine bestimmte Sache geweckt hat und ihr wollt, dass all das auch “danach” (wann immer das sein und wie immer es aussehen wird) noch möglich ist, dann bitte ich euch inständig: Beginnt, wo ihr seid, benutzt, was ihr habt und tut, was ihr könnt.

Und wenn es nur das Teilen eines Inhalts ist.

Konzentrische Kreise.

mit Liebe, Hoffnung und Dankbarkeit im Herzen

Gina.

PS: Ich werde mich hierzu auch nochmal auf dem Balkon räuspern. Haltet also gern die Augen offen.

#freelancefriday & #socialsaturday: We need to talk!

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#freelancefriday: We need to talk

Cheers my dears,

we need to talk! Take this as a #freelancefriday and a #socialsaturday post, as it is concerned with work and society. Both intertwined.

After having watched a video on Instagram from a German jazz musician, in which he talks about the artists and people from the event and entertainment industry suffering through the current crisis, and following that having had a conversation with an acquaintance (thanks for this, Miss K.K.), I decided it’s time to break the silence. I mean, I already talked quite directly about the risks and challenges of being a freelancer in another post – quote: “Every day that I don’t go to work is a day that I don’t earn money.” – but this here goes deeper and further.

So get yourself a tea or coffee and sit down. Because this is important.

We are all affected by the current crisis, that’s nothing new and nothing I should need to have to point out explicitly. And us living here in Germany or Europe, we’re still well off and should be grateful for it. Nevertheless, some things and circumstances need our attention.

Now in November at least here in Germany, it’s gonna be a Lockdown Light so to say – not so “light” and easy for all the small businesses, people working in gastronomy, the entertainment industry, freelancers, artists. Especially if they don’t have a well running online shop or if they live from selling products and services that are not able to be digitalised.

Second time this year that an uncontrollable wave threatens to wash away everything that hasn’t been fixed and anchored in the few months we had to gasp air. Many pub or restaurant owners and small business people fear having to close their facilities, not just for a month, but forever. Shut down and close their life work. Many musicians, authors, artists, theatre ensembles and others whose work is depending on tours, readings, performances, yeah, on social life, fear for their financial existence.

No, this post doesn’t aim to protest against masks and hygienic rules. To the contrary. They are necessary to save and protect the ones that need to be protected most.

But it’s a plea to support where we can. And we can. If we want to.

Saying “Well, what can one do, eh” right now, doesn’t help anyone. We have chances and options. Small ones. But also a small pebble in a sea can cause concentric circles.

If you’re now wondering, well, Gina, what is that you want, what should we do? I’m gonna tell you.

If you normally take your whole family out to your favourite Italian restaurant on a Sunday, then stick to that and order your favourite dish from Luigi every Sunday, because Luigi needs that! Eff the delivery apps that don’t have him listed, call him and order directly. Get over your laziness of finding an alternative that’s accessible with three clicks and don’t invest your money into big chains that already have more savings than Luigi could ever dream of, okay? Thank you.

If you’re said because you’re unable to visit the concert of your favourite band, buy CDs, vinyl, t-shirts, Merch and prove that it’s your favourite band. Or if they offer an online-concert with tickets, get your ticket. You would have spent the money anyway.

I hear you now, but we’re also struggling and need to take better care of our money. Yes, you are right. Absolutely. Good point. But let me calculate real quickly and I’m really bad at maths: If you normally would have spent let’s say 80 bucks on a ticket for the concert and you were refunded now due to cancellation of said concert, but you could purchase a vinyl or a t-shirt for let’s say 30 bucks, then it’s 50 bucks in your pocket and 30 in the pockets of your favourite artists, who are really effed and probably haven’t been sleeping well for a while now. Unless they hamstered ish loads of whiskey, wine and gin.

You love a particular poetry slammer but slams are dismissed? Well, I bet they have live recordings on CD or already published a book or two. Take the 8 bucks you would have invested in the live show and buy the book. But the book is more expensive than 8 bucks! Sorry, I forgot the pretzel and the beer plus the bus ticket/gas money/parking ticket you would have paid that night 😉 despite my lack of skills in maths I think you’re getting what I’m aiming at, huh?

For heaven’s sake, no, please, if you are struggling massively financially right now and your financial existence is at stake, please don’t invest your last button to help others, but help yourself first. Only if you have, you can give. But if you have a little, then give, cause you know what? That can save financial existences, and in some cases lives. What, 8 bucks are changing something? Yes, because if 100 people say that their 8 bucks won’t do anything, that’s 800 bucks that can’t do anything.

But you know something else? Even if you don’t have one spare cent, you can still help and support. How? By using your social media accounts to share contents of your favourite artists. Now you’re saying but Gina, I only got 20 followers, that’s not gonna be of any use. Even if I might repeat myself, I’m gonna say it again: con.cen.tric…cir.cles my friends. If one of your followers sees what you shared and clicks on the profile, finds valuable content and shares it again, we end up in the popular snowball effect and you might never now what kind of effects that can have. And I mean, does it hurt you? It doesn’t cost a penny, only three clicks while you’re taking a sh… bath. In comparison to the massive amount of free content you’re provided with by small businesses, artists & co. that’s a minimal effort, which might have a huge effect.

If you say now, hold on a minute, all this free content we get, well, they’re not obliged to provide it, it’s part of their normal marketing, then we have to get one thing straight: No, they don’t have to do it. They do it out of conviction. And for marketing reasons, sure. But mostly out of conviction. Because they have something to say. And they want to share it. Because they are convinced that it might help others, that there is something in it for someone. And rarely do they ask for something back in return. Because oftentimes a “Please support me during this time and buy my album/my book” is perceived as begging. While it’s just an appeal. And if you consumed free content en masse before and now are turning up your nose at those artists pleading for support and you call him pathetic or beggar, then please leave my virtual living room immediately. Merci.

Get another coffee or tea, my dears, we’re not finished yet.

We need to talk about Christmas, too. Besides the fact that it’s uncertain right now how exactly we’re gonna celebrate our family gatherings this year, I’d like to stick to the topic and talk about gifts and presents.

Another plea from my side: Please think, buy and invest wisely. If you normally would go to Luigi on the 25th to get your Scampi al Forno with all your family, then order from him on that day. If the family photo shoot you wanted to gift is cancelled due to restrictions, buy a voucher from the photographer to get your photos when it’s possible again. If you’re not super talented yourself in doing DIY projects and cannot timber a night table yourself, then search on etsy or other platforms or talk to your local carpenter who can make your idea a reality in a professional manner.

I don’t urge or press or ask you to spend more money than planned, I don’t ask you to donate to heal all the misery in the world, because – let’s be honest – when it comes to that, my heart could bleed every day and everyone of us could donate all their income and savings to ease the pain of the world. I just ask you to take a closer look at the investments you wanted to make anyway and to make sure whether there are alternatives which would help people who are really in need of support right now. You could help them make ends meet rather than throwing your money into the mouths’ of big companies that belch one time and smirk, knowing that there is gonna be a tomorrow for them. Unlike many small business owners, freelancers and artists. Yes, maybe the handmade calendar does cost 3 bucks more but believe me, they are well invested. And if it’s only for the coffee to get the small business owner out of bed to design your personal calendar.

And if you say now, well, they should have thought about things like that before becoming a freelancer or an artist, I ask you to hold your breath for a second. One person becomes a nurse out of conviction, which includes a permanent position. The other steps into the traditional family business, sells products to keep the tradition and is able to pay themselves a regular monthly income. The other becomes a musician, author, photographer out of conviction and passion to contribute cultural value to society. And these jobs rarely ever include permanent positions or regular incomes.

And I ask you: What would your life look like without the books you read? Without the photographs of landscapes that take you to places you’ve never visited and make you dream? Without the music that got you through your last heartbreak or that was the anthem to your big joyful moment? Without the handmade bookmark gifted to you by granny? Without the handmade and designed post card that you got from your best friend, on which she wrote a quote from your favourite author and that reminds you of the depth of your friendship whenever you look at it?

If any of these things resonates with you and now you got a song in your head, and if you want these things to still exist “when it’s over” (whenever that might be and whatever it might look like), then I beg you: Start where you are, use what you have, do what you can.

Even if it’s just sharing content, a post, a story.

Concentric Circles.

with love, hope and gratitude in heart

Gina.

PS: I’m gonna speak about it on the balcony, too, so keep an eye open.

#writerswednesday: A Pinch of Truth

Cheers my dears,

it’s been a while… Nearly three months – let that sink in, 3 months – since I published my second book Live Loud & Suffer in Silence and that was also the last time I posted on here and showed new plants on the balcony.

Especially in times like these I consider it important to share a pinch of truth here.

Did I plan to take a pause after publishing? Heck no! My plan was to produce IGTVs and videos and content to market the book, to share more of it with you, to dive fully into advertising it and to show you the deeper meaning and aim of this book project. Also, I wanted to start writing the German version asap.

But here’s the truth: I underestimated the amount of energy it took from me to write this book. I always said it wasn’t a walk in the park writing it – and by the way: reading it isn’t either – but I definitely underestimated the amount of time I’d need to recharge my batteries. It took a lot, if not all of me, as I do structure my stories analytically, yes, but I write them from a place where I AM every character I write. Can you imagine? I feel every emotion they feel, I walk every step they walk, I do not watch them break down, I break down with them. And that to me is an authentic way of writing. But it is also draining. Like a lot!

Could I have pushed more, forced myself to produce more content and market it well? Probably yes. But where would I be now then? Another truth: These times with the pandemic going on affected many of us. Freelancers as much, if not a bit more, as small businesses, big companies and entrepreneurs. And as you might already know from my #freelancefriday posts, yes, I am a freelancer, too. So besides being drained from my book project (which doesn’t generate a bunch of money and provides me with financial prosperity – which isn’t its aim anyway as my aim is to generate money to donate it) also some projects I acquired beforehand were stopped or cancelled due to the uncertainty the pandemic confronted us with. Trying to acquire new projects in unstable times like these is a challenge of its own, as you might be able to imagine. And guess what, that is draining, too.

And as I aim for more realness and transparency on the internet, I thought it’d be the right step to share this pinch of truth with you. It’s not easy “being real” in this superficial world of hearts and likes and “wows”, but you know, I can’t write a book called Live Loud & Suffer in Silence, which is a cynical comment as my characters suffer quite loud in these stories and then pretend everything is perfectly polished fine. Because reality looks different than a post-processed picture from one of my shoots, different from the well placed items I position for twenty minutes and I take 30 shots of until I decide which one to post. And it does take a leap of faith to show your face without make-up in an IGTV these days, to sit down not looking, feeling or being your best and taking this realness to proceed in times where people go to plastic surgeons to look more like their filtered version. (small film recommendation: The Social Dilemma; available on the big streaming platform with x at the end)

But I think it’s necessary to break this cycle to move forward and although I don’t have many followers, I want to use all my platforms to talk about these things as well.

I’d like you to know that I’m grateful for your support, by purchasing the book, reading it, taking your time to send me feedback. That shows me that all the sleepless nights and every ounce of energy I invested in this project was so worth it. Because it gave something to someone. And that’s what I’m writing for.

Please stay a little more patient with me. Right now I’m regaining a fresh creative vibe and I aim to get back to frequent blog posting and to prepare a virtual book reading for you, so please stay tuned on my YouTube channel, too. I hope you find something in my work that gives you something.

More to come, my dears. 

So long

 

xxx

#freelancefriday: 3 Quick Home Office Tipps

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#freelancefriday: Quick Home Office Tipps

Cheers my dears,

weekend is near and maybe you’re looking forward to it, as you’re having a rough and tough week behind you.
Enjoy it!

During these turbulent times many people have been transferred from their regular work space into home office and for many that wasn’t as easy peasy and yeah! as it might sound.
Kudos and respect to everyone, who has a whole family including children (that don’t go to kindergarten or school right now) around them and still manages to get home office done!
Frankly, I have no effing idea how you do it, but if you have tipps and tricks and advice to share, please leave them in the comments, I bet your way of dealing with this struggle and still staying sane might be beneficial for some readers here.

I heard from friends that the first three to four day up to a week were troublesome for them, so the first days they basically only worked half days as the rest was used to figure out to combine private and professional life in one and the same environment.
And I do understand that it’s a tricky thing, especially if you’re someone craving and now really missing that 9 to 5 structure.
To be honest, I’m not one of them, but I do understand that you struggle.

So, I have some tipps I’d like to share with you, especially if you really miss your daily 9 to 5.
Some I read, some I heard from friends, some are based on my own experience and common sense.
To be fair, I haven’t perfected or perfectly optimised my home office work schedule in detail, although most of my work is done from home, except for courses and workshops. But we are all students of life and we’re all learning and will keep on doing so. So why not learn and grow together?
It’s more fun, I guess.

Well, here we go:

#1 SPACE
If anyhow possible, try to establish a designated work space!
In case you don’t already have a home office or a working space including desktop and office chair, etc., that is.
Don’t work from bed or sofa. Preferably use the kitchen table or if you have a dining room with a table, use that one.
I mean, in your office you would work in an upright seated position, I assume, so try to rebuild that at home.
Also, try to keep it clean from distractions. So, don’t have your grocery shopping list and the book you read as pastime next to your work calendar and your laptop.
Use the rooms and spaces you have by their names. And only repurpose one of them, not all of them.
You’d like to keep private private and only have one professional space.

#2 TIME SCHEDULE
Version A
If you’re a defender of the creed “If you never go to work, you never leave work” (which to my mind holds some truth and demands absolute discipline if you don’t want to end up checking and answering your mails at 10 p.m.), you might want to create a schedule.
Again, this won’t be easy, as your spouse might ask you in between wether you need something from the grocery store or you yourself might feel the urge to “just go quickly”, which would not happen in your professional habitat.
So, if you’re someone, who absolutely needs this structure of going to work, working, break, working, going home, how about trying this:
Get up in the morning and get ready as if you were to leave for work. Take your self-made coffee to go, put a jacket on and take a walk around the block. 20 minutes or more or less and pretend it’s your commute to work. Tune yourself into work mode, order your tasks for the day, etc.
When you come home, go directly to the space you created for work, or if that is your usual way, go to the kitchen first and grab a cuppa and then go. Then try to work exactly the time as you normally would and take your break at the time you normally would.
If you normally spend your break outside, go outside. If you normally write your shopping list during your break, do that.
Try to do the same things as usual. And finish work when you normally would.
Then take a walk again and make it your commute from work to home. That way you might be able to trick your brain into separating private from professional environment, although technically it’s the same space.
Oh, and shut the laptop before you leave and put it aside or into your laptop bag! No re-opening, no working after you come back home!!

Version B
If you’re someone who doesn’t need these strict schedules, but who even enjoys getting up at 5 a.m., working for an hour, taking a break for a workout, meditation or yoga or something, then go back to work, breakfast, etc., so if you’re able to scatter your working hours throughout the day, I still recommend having a designated work space and to definitely have a time when to stop work.
And I also recommend to set that in your brain early enough.
For instance, I personally don’t start my day off by saying “I’m gonna end work at five today” or something like that, but I have my tasks for the day that I need/want to achieve* and during work I get a feeling of how long it’s gonna take me. In the early afternoon I normally get a feeling for it and then I tell myself “Okay, today it’s gonna be six”, I hope you get the idea. As said, I myself am working on that.

* concerning to-do lists and time and task management, I already wrote a blogpost about it and on my balcony I have an IGTV about how I work with to-do lists and calendars

#3 WEEKEND IS WEEKEND
I know, this goes together with space and time, but really, on a Friday, put your work stuff aside and use the weekend for pastimes, zoom calls with friends, walks, running errands, like you normally would.
That’s one of the biggest lessons I learned, especially during this time, but that’s a longer story. I myself take this time right now to really make up my mind concerning working hours, structure, task & time management and how to have some me-time and something like a true weekend. (something like, because mostly, I use my free time for creative projects, haha)
And I can only invite you to learn this lesson with me.

So, these were just some quick tipps.
Of course there is more to it and everything depends on your situation, like do you live alone or do you have a roomie or spouse living with you, do you have children, in which branch do you work etc. and I’m well aware of that.
I couldn’t cover it all here, but please feel free to share your insights, opinions and questions in the comment section below.

My offer to you
If you struggle with getting organised or to make some time for yourself or anything like that, please feel free to contact me.
I’d like to help and if my experience and my mind can be of any service, I offer this to you right now.
These times aren’t easy, so let’s help each other out.

Just contact me and we can schedule a 30 minute zoom or Skype and we can see if and how I can help you.

How do you cope with home office?
Let me know in the comments below.

I hope you found something useful in this post.

So long, my dears

xx

#freelancefriday: 3 Schnelle Tipps fürs Home-Office

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#freelancefriday: Schnelle Home Office Tipps

Hey meine Lieben,

das Wochenende naht und vielleicht freut ihr euch schon drauf, weil ihr eine lange und anstrengende Woche hinter euch habt.
Genießt es!

In turbulenten Zeiten wie diesen sind viele von ihrem normalen Arbeitsplatz ins Home Office gewandert (worden) und für viele war es nicht so einfach und cool, wie es vielleicht klingen mag.
Hut ab und Respekt für jeden, der eine ganze Familie inklusive Kinder (die momentan weder Kindergarten noch Schule besuchen können) um sich hat und dennoch irgendwie das Home Office rockt!
Ohne Sch..erz, ich hab absolut keine Ahnung, wie ihr das schafft, aber falls ihr Tipps und Tricks und Ratschläge habt, wie man da durchkommt ohne den Verstand zu verlieren, teilt sie gern hier in den Kommentaren. Ich wette, das könnte einigen Lesern hier echt helfen.

Ich hab von Freunden gehört, dass die ersten drei bis fünf Tage aus dem Alltagsrhythmus raus und rein ins Arbeiten von Daheim die schwierigsten waren. Also haben sie die ersten Tage quasi nur halbtags gearbeitet, weil die andere Hälfte dafür draufging, herauszufinden, wie zum Henker man Privatleben und Berufsleben splittet und vereint, während man in ein und demselben Umfeld ist.
Und ich verstehe, dass das echt knifflig sein kann, besonders, wenn ihr zu denen gehört, die den normalen 8-Stunden-Arbeitstag brauchen und nun vermissen.
Um ehrlich zu sein, ich gehöre nicht dazu, aber ich verstehe, dass es euch verrückt macht und umtreibt.

Also habe ich mal ein paar Tipps zusammengeschrieben, die ich gern mit euch teilen möchte, besonders wenn ihr den durchgeregelten Arbeitsalltag vermisst.
Manche davon habe ich gelesen, andere von Freunden gehört und manche basieren auf meiner eigenen Erfahrung und gesundem Menschenverstand.
Um ehrlich zu sein habe ich selbst meinen Home Office Plan weder perfektioniert noch im Detail optimiert, obwohl ich die meisten Arbeiten von daheim erledige. Aber wir sind alle Schüler des Lebens und lernen stetig und werden dies auch weiter tun. Also, warum sollen wir nicht zusammen lernen?
Macht doch mehr Spaß, würd ich sagen.

So, los geht’s:

#1 RAUM SCHAFFEN
Wenn irgendwie möglich, richtet euch einen definierten Arbeitsplatz ein!
Natürlich gilt das nur, wenn ihr nicht eh schon ein Home Office oder ein Arbeitszimmer oder dergleichen habt.
Arbeitet nicht im Bett oder vom Sofa aus. Vorzugsweise setzt euch an den Küchentisch oder falls ihr ein Esszimmer habt, an den Tisch dort.
Ich mein, auf der Arbeit arbeitet ihr tendenziell ja auch in einer aufrecht sitzenden Position, nehme ich an. Versucht also, das zuhause nachzubilden.
Am besten haltet ihr diesen Arbeitsplatz frei von Ablenkungen. Also, habt nicht euren Einkaufszettel und das Buch, das ihr zum Vergnügen lest, direkt neben eurem Arbeitskalender und dem Laptop.
Nutzt die Räume ihren Namen entsprechend und sorgt dafür, dass ihr nur einen umfunktioniert, nicht alle.
Ihr solltet versuchen das Private privat sein zu lassen und nur einen berufsbezogenen Platz zu haben.

#2 ZEITPLAN
Version A
Falls ihr Verfechter der Ansicht “Wenn du niemals zur Arbeit gehst, kommst du auch nie von der Arbeit heim” seid (welche sicherlich eine ordentliche Portion Wahrheit beinhaltet und echt viel Disziplin verlangt, wenn ihr nicht abends um zehn noch Arbeitsmails checken und beantworten wollt), dann solltet ihr euch einen Zeitplan überlegen.
Auch das wird nicht unbedingt leicht, weil euer Partner vielleicht mittendrin fragt, ob ihr was vom Supermarkt braucht oder ihr selbst geneigt seid “nur mal eben schnell hinzugehen”, was in eurem normalen Arbeitsalltag nicht passieren würde.
Wenn ihr also jemand seid, der diese Struktur von zur Arbeit gehen, arbeiten, Pause, arbeiten, nach Hause gehen seid, wie wäre es hiermit:
Steht morgens auf und macht euch fertig, wie ihr es auch machen würdet, wenn ihr zur Arbeit geht. Nehmt euch euren Tee oder Kaffee im Thermobecher mit und dreht eine Runde um den Block. 10 oder 20 Minuten oder mehr oder weniger und tut so, als sei dies euer Weg zur Arbeit. Stellt euren Kopf auf Arbeit ein, geht die Aufgaben des Tages durch, etc.
Wenn ihr heimkommt, geht direkt zu eurem hergerichteten Arbeitsplatz oder, falls das euer normaler Rhythmus ist, macht einen Abstecher in die Küche und nehmt euch einen Kaffee und geht dann zum Arbeitsplatz. Versucht dann genau so lange zu arbeiten, wie ihr es normalerweise tätet und nehmt die Pause dann, wann ihr es normalerweise auch tut.
Wenn ihr regulär eure Pause draußen verbringt, geht raus. Wenn ihr sie normalerweise dazu nutzt euren Einkaufszettel zu schreiben, macht das.
Versucht den Tag möglichst so zu gestalten, wie ihr es immer macht.
Und nach getaner Arbeit dreht wieder eine Runde um den Block und tut so, als sei dies euer Heimweg nach der Arbeit. So könnt ihr euer Gehirn vielleicht austricksen eine Grenze zwischen Arbeit und Privat zu ziehen, obwohl es offensichtlich ein und dasselbe räumliche Umfeld ist.
Oh, und klappt den Laptop zu bevor ihr rausgeht oder räumt ihn weg oder packt ihn in eure Tasche! Nicht wieder öffnen, keine Arbeit mehr, wenn ihr heimkommt! !

Version B
Wenn ihr zu denen gehört, die nicht unbedingt einen ganz so strikten Zeitplan braucht, sondern es eher genießt um 5 Uhr aufzustehen, für eine Stunde zu arbeiten, dann eine Pause zu machen fürs Training, Meditation oder Yoga oder dergleichen, also wenn ihr es schafft eure Arbeitsstunden über den Tag zu verteilen, empfehle ich euch trotzdem einen definierten Arbeitsplatz und euch eine Zeit zu setzen, zu der ihr Feierabend macht.
Und ich empfehle euch, diese Zeit früh genug festzusetzen.
Ich persönlich beispielsweise starte meinen Tag nicht mit dem Gedanken “heute arbeite ich bis fünf” oder so, aber ich habe meine Aufgaben für den Tag geordnet, die ich erreichen muss/will* und während ich arbeite, bekomm ich eine Idee, wie lange es mich in etwa kosten wird. Am frühen Nachmittag kann ich dann meist eine genaue Zeit benennen und sag mir “Okay, heute dauert es bis sechs”, ich hoffe, ihr versteht. Wie gesagt, auch ich arbeite noch daran.

* zum Thema To-Do-Listen und Zeit- und Aufgabenmanagement habe ich bereits einen Blogpost geschrieben und auf dem Balkon findet ihr ein IGTV, in dem ich erkläre, wie ich mit To-Do-Listen und Kalendern arbeite

#3 WOCHENENDE IST WOCHENENDE
Ich weiß, es geht eigentlich mit Raum und Zeit einher, aber ernsthaft, an nem Freitag packt euer Arbeitszeug beiseite und nutzt euer Wochenende für Freizeit, Zoom-Anrufe mit Freunden, Spaziergänge, Einkäufe, wie ihr normalerweise würdet.
Das ist eine der größten Lektionen, die ich gelernt habe, besonders in dieser Zeit, aber das ist eine längere Geschichte. Ich persönlich nutze die Zeit momentan dazu, mir Gedanken über Arbeitszeit, Struktur, Aufgaben- und Zeitmanagement zu machen und dennoch genügend Zeit für mich zu haben und sowas wie ein richtiges Wochenende. (“sowas wie”, weil ich meine Freizeit dann doch meist für kreative Projekte nutze, haha)
Und ich kann euch nur einladen, diese Lektion mit mir zu lernen.

So, das waren nur ein paar schnelle Tipps.
Natürlich gehört noch eine Menge mehr dazu und hängt von eurer Situation ab, lebt ihr alleine oder habt ihr einen Mitbewohner oder Partner, habt ihr Kinder, in welcher Branche arbeitet ihr, etc., das ist mir bewusst.
Alles konnte ich jetzt hier nicht abdecken, aber teilt eure Ansichten, Einsichten, Meinungen und Fragen gern unten in den Kommentaren.

Mein Angebot für euch
Solltet ihr Schwierigkeiten haben euch zu organisieren, strukturieren und im Home Office einzufinden, Zeit für euch freizuschaufeln oder etwas in die Richtung, kontaktiert mich gern.
Ich helfe gern und falls meine Erfahrung und meine Denke hilfreich sein können, möchte ich euch das jetzt gerne anbieten.
Diese Zeiten sind nicht einfach, also lasst uns einander helfen.

Kontaktiert mich einfach und wir machen ein dreißigminütiges Zoom- oder Skype-Gespräch aus, um zu sehen, ob und wie ich euch helfen kann.

Wie findet ihr euch im Home Office zurecht?
Lasst es mich unten in den Kommentaren wissen.

Ich hoffe, ihr habt etwas hilfreiches und sinnvolles in diesem Post gefunden.

Auf bald, meine Lieben

xx

#freelancefriday: Organisation & Zeitmanagement

Read in English

#freelancefreitag: Organisation & Zeitmanagement

Hey meine Lieben,

wie im letzten Video auf meinem Balkon versprochen, hier der nächste #freelancefriday.
Heute auf dem Menü: Als Vorspeise ein paar Anmerkungen zu Organisation im Allgemeinen, besonders als Freiberufler, die Hauptspeise besteht aus hilfreichen Werkzeugen und Methoden, um organisiert zu bleiben und als Nachtisch werden ein paar empfohlene Produkte und Techniken serviert.

Hier nun die Vorspeise

Ich denke, wir können uns alle darauf einigen, dass in einer hektischen, beschäftigten Welt Organisation und Zeitmanagement als Vorteile daherkommen, oder?
Ganz besonders dann, wenn ihr Freiberufler, Selbstständige seid und ihr nicht unbedingt geregelte Arbeitszeiten habt und von 8 bis 16 Uhr auf der Arbeit sein müsst.
Was extrem cool und chillig für manche klingt, ist ehrlich gesagt so manches Mal eine extreme Herausforderung, denn niemand wird euch drängen, bis die Deadlines drängen, daher ist es notwendig, sich selbst zu disziplinieren.
Und jeder von euch, der schon mal versucht hat seinen Tagesablauf oder seine tägliche Routine zu verändern, sei es nun mehr Sport oder eine Morgenmeditation, der weiß, wie schwer es ist neue Gewohnheiten zu etablieren und vor allem: sie beizubehalten.

Lasst mich euch direkt sagen: Ich bin ziemlich weit davon entfernt mich als Organisations- und Zeitmanagementexperte zu bezeichnen, ich hab genau solche Schwierigkeiten wie ihr und hadere. Allerdings glücklicherweise nicht mehr tagtäglich. Aber wir sitzen hier gemeinsam in demselben Boot, also lasst uns das Ding gemeinsam schaukeln und uns mit Ratschlägen zur Seite stehen. Ich mache mal den Anfang.

Ändert eure Haltung gegenüber organisatorischen Fähigkeiten

Es gibt verschiedene Einstellungen gegenüber organisierten Handlungsweisen, lasst uns mal einen näheren Blick drauf werfen.
a) “Ich brauche keine Ordnung, das Genie beherrscht das Chaos!” – Ah, ja, okay, wie lange brauchst du nochmal genau, um dein Telefon inklusive Ladekabel, dein Portemonnaie, deine Schlüssel zu finden und wo genau hebst du nochmal die Formulare auf, die du noch ausfüllen und an die Behörden schicken musst? Ah, verstanden… (nebenbei: Die Briefumschläge befinden sich im Schubladenelement, zweite Schublade von unten, keine Ursache)

b) “Ich bewundere Leute, die so organisiert sind und so wirken, als hätten sie einen Plan. Ich glaub, das könnte ich nie.” – Warum denkst du so? Hast du es jemals probiert? Also ernsthaft probiert? Ich bewundere auch die Leute, die jeden Tag Yoga machen und meditieren und all sowas, aber anstatt mir einzureden, dass ich das nicht kann, versuche ich es so oft wie möglich. Denn je öfter man übt, desto besser wird man und es wird einfacher, diese Gewohnheiten anzuwenden und ihnen zu folgen. Also versuch es doch mal, ein organisierter Tag, der nächste ein Chaos, der nächste ein absolutes Chaos, der darauf folgende etwas organisierter, der dann kommende wieder organisiert, versuch es einfach!

c) “Ich hab das Gefühl, Organisation schränkt meine Flexibilität und Kreativität ein.” – Also, zunächst ein Mal ist das Image des chaotischen Kreativen, der keinerlei organisatorische oder planerische Fähigkeiten hat längst überholt, also halten wir uns damit nicht auf, okay? Ich verstehe den Teil mit der Flexibilität, aber wisst ihr was? Man kann sogar Flexibilität planen. Waaaaas? Ja, dazu kommen wir beim Hauptgang, bleibt dran. Und im Übrigen bedeutet organisiert sein nicht, so durchgeregelt wie Kant zu werden, der einem strikten Zeitplan inklusive x Minuten fürs Frühstück und y Minuten für den Spaziergang folgte und dessen Tagesablauf einem Zugfahrplan glich, okay? (und wann funktionieren die Zugabfahrten Bitteschön schon nach Plan, hm?)

So, ich gebe euch mal einen Moment zum Schlucken und Verdauen.
Fertig?
Okay, ich präsentiere: Den liebevoll angerichteten Hauptgang

Werkzeuge

Kalender – elektronisch und oldschool Papierkalender
Unterschätzt niemals den Vorteil eines oldschool Werkzeugs namens Kalender!
Viele Dinge sind überholt, überarbeitet oder ersetzt durch digitale Alternativen, aber ich liebe meinen Papierkalender!
Und das aus diversen Gründen: Ein Papierkalender geht nicht plötzlich aus, wenn der Akku alle ist und spackt auch nicht ab. Außerdem hat das Mit-der-Hand-Schreiben einen Einfluss auf das haptische Gedächtnis, was die Tendenz sich an seine Termine und Aufgaben zu erinnern erhöht.
Doppelt hält besser, deshalb benutze ich sowohl meinen elektronischen Kalender auf meinem Handy (der mit dem Rechner synchronisiert) als auch die Papiervariante. Besonders das Übertragen der Termine von einem Medium ins andere hilft auch nochmal dabei, es sich zu vergegenwärtigen und im Gedächtnis abzuspeichern. Ein bisschen so wie Spickzettel, die man dann hinterher auch nicht mehr braucht, weil man sie so oft geschrieben hat, dass man es irgendwann behalten hat.

To-Do-Listen
Ich weiß, ich weiß, das klingt jetzt nach akribischen Methoden einer pedantischen Person und manche Leute sagen, dass To-Do-Listen bei ihnen nur noch mehr Druck erzeugen und es könnte sein, dass es sogar Studien gibt, die das belegen. (Naja, ich nehme an, wenn man lange genug sucht, wird man immer irgendeine Studie finden, die den eigenen Standpunkt belegt oder zerstört, aber naja)
Aber die Sache ist folgende: Wenn ich von To-Do-Listen spreche, meine ich nicht zwangsläufig Liste. Findet heraus, was für euch am besten funktioniert. Vielleicht gefällt euch eine große bunte Wolke, mit vielen kleinen Wölkchen, die die Aufgaben beinhalten, vielleicht sind es Notizzettel überall im Haus oder der Wohnung angebracht oder Erinnerungen in euren Kalender-Apps oder anderen Apps, um mal ein bisschen analog und digital zu mischen. Das könnt ihr ganz nach eurem Geschmack gestalten.
Ich persönlich mag Listen, das funktioniert für mich am besten. Auf der To-Do-Liste selbst separiere ich die Aufgaben den Feldern entsprechend, in die sie fallen, also Kreativ, Beruflich (also externe Aufträge), Privates, Diverses und markiere die Dinge, die eine Deadline haben oder in einem bestimmten Zeitraum erfüllt werden müssen und dann nehme ich einige dieser Aufgaben und schreibe sie im Kalender in die jeweilige Woche, in der ich gedenke sie zu tun.

(wenn ihr mehr darüber erfahren wollt, wie genau ich da verfahre, lohnt sich ab und an ein Blick auf den Balkon, da werd ich es euch veranschaulichen. Bringt ein Heißgetränk eurer Wahl mit und macht es euch gemütlich.)

Methoden

Treibt es bunt!
Bei Kalendern und To-Do-Listen mag ich es bunt, das sorgt direkt für etwas mehr Motivation und Spaß.
Also, beispielsweise bekommt Kreatives eine Farbe, die dieselbe sein kann, aber nicht muss, wie ich sie dann auch im Kalender verwende, elektronisch sowie analog.
Wenn ihr etwas mehr Wert auf Wiedererkennungswert legt, empfehle ich euch, immer die gleiche Farbe für ein Aufgabenfeld zu verwenden, in jedem Medium. Ich persönlich nutze zum Beispiel selten die Farbe Rot, weil es für mich immer die Farbe von Dringlichkeit und Druck verkörpert. (Ja, auch die Farbe der Liebe, aber nicht bei Aufgaben, nicht für mich.)
Deswegen tendiere ich eher dazu, gerade Aufgaben aus dem beruflichen Bereich in gedeckteren oder ruhigeren Farben, wie grün oder blau zu markieren, das macht es mir leichter, die Dinge mit Freude und Motivation zu erledigen.
Spielt mit den Farben, ihr seid da komplett frei. Es gibt kein richtig oder falsch. Experimentiert einfach.

Plant Flexibilität
Besonders wenn ihr zu Kategorie C der oben in der Vorspeise genannten Typen gehört, hier eine Nachricht für euch: To-Do-Listen und Kalender schränken euch nicht zwangsläufig in eurer Flexibilität ein.
Zu flexibel zu sein kann sogar dazu führen, dass ihr mit den Aufgaben anfangt, auf die ihr am meisten Lust habt, was wiederum dazu führt, dass ihr den Rest in Eile erledigen müsst, weil, oh diese Deadlines kommen immer so überraschend!
Also, nehmen wir mal an ihr habt vier Aufgaben, die ihr erledigen müsst, die aber keine fixen Termine sind:
An eurer Website arbeiten
Hausputz
Drei Kunden anrufen
Eine Präsentation für ein Event vorbereiten
Nehmen wir weiterhin an, ihr wollt eure Wochenenden frei haben und habt noch fixe Termine, beruflich oder privat; das gibt euch fünf Tage diese Aufgaben herumzujonglieren.
Klassischerweise würden wir diese Aufgaben nun nach ihrer Dringlichkeit in Stufe A, B, C unterteilen, aber darauf liegt gerade nicht unser Fokus. Also, ja, bitte fangt mit den dringenden Dingen zuerst an. (Wenn eure Schwiegermutter morgen zu Besuch kommt, dann solltet ihr vielleicht, ganz vielleicht den Hausputz auf heute verlegen. Und mit heute meine ich jetzt!)
Nehmen wir an euer Plan war wie folgt:
Montag – Website
Dienstag – Website und Kunden anrufen
Mittwoch – Website und Präsentation
Donnerstag – Hausputz
Freitag – Website und Präsentation
Klingt schon mal gut oder? Aber nun seid ihr am Montag mehr in Redelaune und würdet es vorziehen, rauszugehen und euer Business zu bewerben anstatt allein vor dem Computer zu sitzen und an der Website zu arbeiten. Dann, um Himmels Willen, zieht die Anrufe bei den Kunden auf Montag vor und wenn ihr absolut keine Konzentration habt, dann putzt das Haus, entweder sogar während ihr telefoniert oder davor und danach.
Wenn ihr anfangt, euch selbst dafür fertigzumachen, dass ihr nicht dem originalen Plan gefolgt seid und nun sehr viel Website, Website, Präsentation, Website auf dem Tablett habt, wird euch das nicht helfen und das ist der wahre hindernde und blockierende Hemmschuh. Es ist nicht der Kalender, auch nicht die To-Do-Liste, es ist euer Umgang damit.

Verbindet Aufgaben
Einer meiner absoluten Lieblinge! Anstatt euch selbst dafür auseinanderzunehmen, dass ihr nicht den originalen Plan befolgt habt und euch nun unter Druck zu fühlen, wie wäre es mit einmal kurz durchatmen? Fragt euch: Wie kann ich die restlichen Dinge erledigt bekommen?
Viele Menschen “verlieren” Zeit oder nutzen sie ineffizient, weil sie nicht vorausplanen. Ich hör euch schon…”Aber Planung braucht auch Zeit.” Ja, tut es, aber wie viel? Ich plane meine Tage beim Duschen, bevor ich zu Bett gehe, beim ersten Kaffee am Morgen.
Also, ich muss Briefe zur Post bringen, einkaufen, einen Kunden anrufen, putzen, eine Freundin anrufen, zu einem Termin, zwei Texte für Kunden schreiben, meine eigenen kreativen Sachen vorantreiben und hätte gern noch etwas Zeit für mich.
Nun, bevor ich wie ein kopfloses Huhn von A nach B renne, mich hinterher ausgelaugt und kaputt fühle und im Endeffekt nur zwei Aufgaben von der Liste streiche, bevorzuge ich es mir vorher Gedanken zu machen. (Zudem erledige ich die meisten Dinge zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln, was generell schon mal etwas mehr Planung bedarf)
Also, wo ist mein Termin? In einem Teil der Stadt, in dem sich kein Supermarkt in der Nähe befindet. Hm okay, kann ich nicht verbinden. Oh, aber die Post ist fußläufig zu erreichen. Memo an mich selbst: Briefe mitnehmen zum Termin. Gibt es einen Supermarkt auf dem Rückweg? Oh ja, wenn ich 5 Stationen eher aussteige, gibt es dort einen Supermark. Check. Briefe mitnehmen, einen Bus eher nehmen, zur Post gehen, zum Termin gehen, mit dem Bus zum Supermarkt, einkaufen, nächsten Bus nach Hause nehmen. (Drei Fliegen mit einer Klappe, super!)
[Halt mein Bier] Briefe mitnehmen, einen Bus eher nehmen, zur Post gehen, zum Termin gehen, zum Supermarkt fahren, nächsten Bus heim nehmen, Kunden anrufen, während ich einen Tee trinke, 30 Minuten für mich nach Beenden des Anrufs nehmen, Freundin anrufen während ich putze. Bäm!
So habe ich am nächsten Tag das perfekte Umfeld zum Schreiben geschaffen, weil die meisten Ablenkungen eliminiert wurden und bequem in einem frischen und ordentlichen Arbeitsumfeld zu sitzen ist ein großartiger Start in einen produktiven Tag. Zumindest für mich. Ich kann aufstehen, duschen, etwas Zeit für mich nehmen und meinen Tag beginnen. Einen Kunden gestern nicht erreicht? Okay, versuch ich heute.
Das ist natürlich nur ein kurzer schneller Abriss wie das Verbinden von Aufgaben sinnvoll und hilfreich sein kann. Es funktioniert nicht immer und ist nicht immer möglich, aber es ist öfter möglich als ihr vielleicht denkt. Und ich höre euch schon wieder: “Aber das klingt nach einem stressigen Tag, nach dem du dich erstmal am nächsten ausruhen muss.” Naja, nochmal, es ist eine Frage der Einstellung. Ich höre meistens meine Lieblingsmusik während ich Dinge erledige. Ich denke an meine kreativen Ideen während ich zum Bus laufe oder beobachte einfach meine Umgebung und sauge die Schönheit des Moments in mich auf. Außerdem weiß ich, wie ich mich fühlen werde, wenn ich einiges erledigt habe und das ist oftmals genug Motivation für mich, es zumindest zu versuchen.

Nun zur Nachspeise
Werkzeuge, Produkte, Apps*

Es gibt wirklich einige hilfreiche Werkzeuge und jetzt, wo wir schon so viel über Kalender und To-Do-Listen geredet haben, würde ich euch gern ein paar vorstellen, die ich selbst benutzt habe, benutze oder von denen ich gehört hab, dass sie sehr gut sein sollen.
Zuerst solltet ihr natürlich herausfinden, was euch liegt. Es gibt Millionen Kalender, Journals und Produkte da draußen.
Ihr könnt etwas Klassisches wie den Filofax wählen oder falls ihr euer Jahr mit mehr Achtsamkeit beginnen wollt, empfiehlt sich auch ein Kalender von Ein Guter Plan. Den habe ich selbst zwei Jahre benutzt.
Ich persönlich bin vom klassischen Filofax zu den für Filofax geeigneten Einlagen von weekview gewechselt, die wunderbar in meinen Leder-Filofax passen. Mir gefällt die Struktur sehr gut, mit Quartalszielen und einer Woche auf einer Seite und einer To-Do-Liste für die Woche auf der anderen. Außerdem finde ich es schön, dass es für jede Woche ein Zitat gibt.
Meine normale To-Do-Liste schreibe ich meist auf ein großes DIN-A4-Blatt. Das ist dann meine generelle Liste, von der ich Aufgaben auswähle und sie mir auf die To-Do-Liste für die entsprechende Woche in den Kalender eintrage.
Wie gesagt, ich werde nochmal einen kleinen Schnack darüber auf dem Balkon halten.

Bei Apps muss ich sagen, dass ich da nicht sonderlich extravagant bin. Ich benutze die normale Kalender-App auf meinem Telefon und manchmal benutze ich To-Do-Lists oder Wunderlist.
Allerdings habe ich von erfolgreichen Projektmanagern und anderen Selbstständigen, die in mehrere große Projekte involviert sind, gehört, dass Busy-Cal eine der besten Apps sein soll, die auf allen Geräten synchronisiert. Außerdem soll sie detaillierter sein, man kann To-Do-Listen erstellen, Zusatzinformationen zu Meetings und sogar unterschiedliche Zeitzonen bei Reisen eintragen. Es ist eine relativ teure App, aber wenn euer Geschäft auf präzisem Zeitmanagement, Planung und Dokumentation beruht, soll dies eine der besten Optionen sein.

So, meine Lieben, ich hoffe das Menü von heute war nach eurem Geschmack.
Wenn ihr Rückmeldungen an den Koch habt, werden diese gern unten in den Kommentaren, per E-Mail oder DM entgegengenommen.
Habt ihr Empfehlungen für Werkzeuge, Methoden, Produkte, Apps, die euch dabei unterstützen und helfen organisiert zu bleiben und eure Zeit gut zu nutzen?
Für ein bisschen Naschen später, nachdem ihr alles verdaut habt: Die Snacks werden auf dem Balkon kredenzt. 😉

Auf bald, meine Lieben.

Passt auf euch auf

xx

*diese Links sind keine Affiliate-Links, ich bekomme weder Geld noch andere Kompensation

#freelancefriday: Organisation & Time Management

Auf Deutsch lesen

#freelancefreitag: Organisation & Time Management

Hey my dears,

as promised in the latest video on my balcony, here the next #freelancefriday.
Today’s serving: As an entrée some notes on organisation in general, but especially as a freelancer, the main dish being helpful tools and methods that I use to stay organised and to schedule my time, and the desert consists of recommended products and techniques in a nutshell.

So, the entrée

I think we can all agree that in a hectic, busy world, being organised and scheduling your time well, can be of immense advantage, right?
Even more so when you are freelancer and you don’t necessarily have fixed working times and don’t have to be at work from 9 to 5.
What sounds extremely cool and relaxed for some is actually a hard challenge, because no one will be pushing you until the deadlines push, so you have to discipline yourself.
And whoever tried to change their daily routines, be it including more sports or a morning meditation, knows how difficult it can be to establish good habits and moreover: to keep them.

Let me tell you directly: I’m far from being an expert in organisation and especially time management. I’m still struggling, but at least not on a daily basis anymore. But I struggle as much as you do, probably at least, and we’re in this together, so let’s help each other out and share some advice. I go first.

Shift your mindset concerning organisational skills

There are several conceptions about being organised, let’s have a look
a) “I don’t need to be organised, a genius controls the chaos!” – Erm, okay, how long does it take you to find your phone plus cable, your purse, your keys and where exactly do you store the papers you have to fill out and send to administration? ah, understood… (btw the envelopes are in the trolley, second to last drawer, you’re welcome)

b) “I admire people who are so well organised and seem to have their shit together. I feel I can never accomplish that.” – Why do you think that? Have you ever tried? I too admire people who do yoga everyday and who meditate everyday and all these things, but instead of telling myself that I can’t do it, I try to do it as often as possible and the more you practice, the better you get and the easier it gets to implement these habits. So try it, one organised day, the next one a mess, the next one even more mess, the following one merely organised, the next one organised again, just TRY!

c) “I feel like being organised takes away my flexibility and creativity.” – Firstly, the image of the chaotic creative without any plan or organisational skills is long out-dated, let’s not deal with that, okay? I understand the flexibility part, but you know what? You can plan flexibility, too. Say wooooot? Yes, we will come to that when I serve the main dish, stay curious. And btw, being organised doesn’t mean ending up like Kant, who strictly followed a schedule including x minutes for breakfast and y minutes for taking a walk etc. and who’s day schedule looked like a train schedule. (and when do they ever work out, huh?)

Now, take some time to swallow and digest.
Ready?
Okay, let me present to you: The lovingly composed main dish

Tools

Calendars – electronic and old school paperback
Don’t underestimate the advantage and use of the old school tool called calendar.
Many things are out-dated, updated or now replaced by electronic gadgets, but I love having a good old paperback calendar.
And that is for several reasons: Your paperback calendar can’t shut down when the battery is low and doesn’t glitch. Plus, writing with your own hand has an influence on haptic memory, so the likeliness of you remembering your appointments and to-dos increases.
I tend to double back-up, so I use my electronic calendar on my phone (synchronised with my computer) and my paperback version. Especially transferring appointments from one medium to the other is a great way to store it properly in my memory. It’s a bit like writing cheat sheets that you then actually don’t need anymore, cause you wrote it so often that it’s stored in your mind.

To-Do-Lists – electronic and on paper
I know, it sounds like a meticulous method of a pedantic person, and some people say having to-do-lists just puts more pressure on them and there might even be some studies proving that right. (Well, I guess if you search long enough you’ll always find studies proving or destroying your arguments, huh)
But the thing is: When I say to-do-lists, these don’t necessarily have to be lists. Find out what works best for you, whether it’s a cloud with colourful small clouds in it that tell you what needs to be done or whether it’s sticky notes all around your house or reminders in your calendar or other app, to mix some paper with digital options. It’s up to you. I personally like lists, they work best for me and I separate the to-dos according to the branch they fall into, so creative, professional (meaning external job bookings), private, diverse with marked tasks if they have a deadline or a certain time span in which they have to be done.

(to find out more about how I combine to-do-lists and calendar, have a look at my balcony once in a while, I’ll show you there. Bring a hot beverage of your choice and make yourself comfortable.)

Methods

Keep it colourful
When it comes to calendars and to-do-lists, I like to keep it colourful, which adds a little more fun to it.
So, creative would have a colour on the to-do-list, which could or could not be the same colour in my paper and electronic calendar.
If you’re a little bit more for recognisability, I recommend you try to use the same colours in every medium. I personally for instance rarely ever use read, because it is the colour of urgency and pressure and correction, you know. (Yes, of love, too, but c’mon, not concerning tasks, not for me) So, I’d even tend to mark things like professional work, external bookings in a soothing colour, to lift up my spirit when I look at the next task that needs to be done.
Play with colour, you’re free. There is no right and wrong. Experiment.

Plan flexibility
Especially if you belong to category c from the entrée, here’s the thing: To-do-lists and calendars don’t necessarily take away your flexibility.
Being too flexible might even cause you to start off with the tasks you like most, ending up doing the rest in a hurry, because oooooh these deadlines come so surprisingly.
So, let’s say you schedule four tasks, which are not fix appointments:
Working on your website
Cleaning the house
Calling three clients
Preparing a presentation for an event
Now, let’s say you want to keep your weekend free, you have other fix appointments, professional or private, that gives you five days to juggle these tasks around.
Classic would be to divide it into first, second and third priority, but that’s not the focus right now, but of course, please try to fulfil the urgent tasks first. (If your mother in law is going to visit tomorrow, maybe, just maybe it’s a good idea to clean the house today, and with today I mean: Start now!)
Let’s say your original plan was:
Monday – Website
Tuesday – Website and calling clients
Wednesday – Website and Presentation
Thursday – Cleaning the house
Friday – Website and Presentation
Sounds good right? But now you end up being in a more talkative mood on the Monday and you’d prefer to go out and market your business instead of sitting alone in front of your computer all day, working on the website. Guess what, swap the client calling to Monday and if you have no concentration whatsoever, clean the house, too, either while being on the phone or before and after.
If you end up ripping yourself apart because you didn’t follow your original plan and now you have to do a lot of website, website, presentation, website from Wednesday to Friday, it won’t help you at all, and that’s the real blocker and the real pressure point. It’s not the calendar, nor the to-do-list, it’s how you deal with it and your attitude towards it.

Combine tasks
One of my favourites! Instead of hating on yourself for not having followed the original plan and now feeling a bit of pressure on how to get the rest fulfilled, let’s breathe for a moment and ask ourselves: How can we get these things done?
Many people “lose” time or use it inefficiently, just by not planning ahead. I hear you..”But planning takes time, too.” Yes, it does, but how much? I plan my days and logical ways for combining tasks while I’m showering, before I go to bed, while I’m drinking my first coffee in the morning.
So, I need to bring letters to the post office, do grocery shopping, call a client, clean the house, call my friend, go to an appointment, write two texts for clients, write my own creative stuff and maybe have some me-time.
Now, before I run from A to B like a headless chicken, feel exhausted at the end of the day and only tick off two tasks, I like to think in advance.
(Plus, I do most of all things by feet and public transport, so some planning serves well, you know.)
So, where’s my appointment? In a part of the city that’s not near supermarkets. Hm, okay, can’t combine these. Oh, but the post office is in walking distance. Note to self: Take letters with you to appointment. Is there a supermarket on my way back? Oh yeah, when I hop off the bus 5 stations earlier there’s a supermarket. Check. Take letters with you, take a bus earlier, go to post office, go to appointment, go to supermarket, take next bus home. (Three things done in one go, beat that!)
[hold my beer] Take letters, take one bus earlier, go to post office, go to appointment, go to supermarket, next bus home, call clients while having a cup of me-time-tea, take 30 minutes for myself after finishing calls, calling friend while cleaning the house. Bam! – drops the mic –
Now I have the next day the perfect setting to focus on writing, because most distractions are eliminated and sitting comfortably in a freshly cleaned environment is a good kick off to be productive. At least for me. I can get up, shower, take some time for myself and then start my day. Didn’t reach one of the clients yesterday? Okay, gonna try today.
This is just a quick n dirty example of how combining tasks can help. It’s not always possible, but it is more often than you think. And I hear you again: “But that sounds like one stressful day that you have to recover from the next.” Well, again, it’s about attitude. I tend to listen to some of my favourite music while running errands, I’m thinking about my creative ideas while walking to the bus or I just observe and take in the beauty of the moment while walking the streets, and knowing how I’m gonna feel after such a productive day makes it worth trying, you know.

Now, for the dessert
Tools, products, apps*

There are some helpful tools and having talked about calendars and to-do-lists a lot now, I’d like to share some products and apps that I use and used or heard of as being good.
My recommendation is that you find out what you prefer. There are a million calendars, journals and products out there.
You can use a classic one like those from Filofax, or if you aim to start your year with more awareness, there are journals and calendars including more of that, on the German market Ein Guter Plan being the one I used for two years.
I personally switched over from classic filofax format to using the inlays from weekview, that fit into my leather filofax. The structure with quarter plans and one week a page plus one page to-do-list for the according week is my preferred choice and works well for me. Plus, I really like that you have a quote for every week.
My normal to-do-lists I just write on a big sheet of paper and I tend to use that as my general to-do-list of all the tasks that have to be done, marking those that have a deadline, and choosing some of them to put them in my filofax for the week I plan to do them.
To get a more detailed insight into how I do that, I invite you to join me on the balcony.

When it comes to apps, I have to say, I’m not that extravagant when it comes to this, I use the normal calendar app and sometimes I’d use To-Do-Lists or Wunderlist.
But I heard from successful project managers and other freelancers involved in several big projects that BusyCal is the go to app that also synchronises on all your devices, because it is more detailed, you can include to-do-lists, type in additional information about meetings and even choose different time zones when you travel. It’s rather expensive, but if your business relies on precise scheduling and recording and tracking, it’s said to be one of the best options.

So, my dears, I hope today’s menu was to your taste.
If you have any remarks for the cook, feel free to use the comment section, email or DM.
Do you have any recommendations on tools, methods, products, apps that help you to stay organised and manage your time well?
For a little nibbling after you digested everything: There will be a snack on the balcony. 😉

So long, my dears.

Take care

xx


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#freelancefriday: Mythen & Vorurteile

Read in English here

#freelancefriday: Mythen & Vorurteile

Hey meine Lieben,

heute mal was anderes.
Wie in meinem letzten #writerswednesday Post versprochen, habe ich mir etwas überlegt, um die Verspätung wiedergutzumachen.
Da ich mich öfter mal mit anderen Kreativen austausche und aus diesen Konversationen immer Impulse hervorgehen, ebenso wie beim Hören des deutschen Podcasts Creative Kraut* von einem Freund von mir, habe ich eine Idee gehabt, die mir im Kopf blieb.
So dachte ich, dass es für euch interessant sein könnte, ein bisschen über das Leben eines Freiberuflers (oder auch Freelancers – den Unterschied spreche ich später noch an –) zu erfahren.
Warum bin ich in der Position darüber zu schreiben?
Hm, vornehmlich, weil ich seit mittlerweile 6 Jahren – woop woop – einer bin.
Sechs Jahre?! Ja, anstatt einen Studentenjob anzunehmen, wie viele meiner Kommilitonen, habe ich mich damals dazu entschlossen, mich neben dem Studium selbstständig zu machen.
Klingt saucool oder? Haha, wenn meine nachträgliche Bilanzierung mich nicht trügt, gab es einige Monate oder gar Jahre, in denen ein Studentenjob weeeeesentlich lukrativer gewesen wäre. 😀
Aber ich habe viel auf dem Weg gelernt und er hat mich dahin geführt, wo ich heute bin.

Und da heute scheinbar auf allen möglichen Plattformen das “Baue dein eigenes Business auf”, “Kündige deinen Job und tu, was du liebst” so intensiv beworben wird, dachte ich, könnte es ganz interessant sein, ein bisschen von meinem Weg und meine Gedanken dazu zu teilen.
Was denkt ihr? Gute Idee oder eher Schnapsidee?
Also, lasst mich mal wissen, entweder hier in den Kommentaren oder per E-Mail oder wie üblich über Facebook oder Instagram, ob ich diese Serie hier fortsetzen soll.

Heute würde ich gerne mit einigen Mythen und Vorurteilen gegenüber der freiberuflichen oder Freelancetätigkeit aufräumen.
Dazu nehme ich Aussagen, wie ich sie schon oft gehört oder in den Augen meiner Gesprächspartner gelesen habe, und gehe darauf ein.
Wie immer entspringen die Aussagen natürlich meiner eigenen Erfahrung und Meinung und dienen nicht zur Verallgemeinerung.

Kleiner Disclaimer: Ich schreibe aus der Perspektive eines Freiberuflers, der in Deutschland lebt und arbeitet. Deshalb entsprechen manche Aussagen und Regeln nicht unbedingt dem freiberuflichen Dasein in anderen Ländern. Falls ihr freiberuflich in anderen Ländern tätig seid, lasst mich gern eure Meinung wissen, ich bin interessiert daran, wie es sich in anderen Ländern darstellt und gestaltet!

Also, fangen wir an:

1. Oh, wow, du musst nicht von 8 bis 17 Uhr arbeiten und kannst dir deine Arbeit frei einteilen, wie es dir gefällt!

Also, das kommt darauf an, für was ihr gebucht wurdet.
Wenn ihr etwas unterrichtet oder Kurse gebt, dann solltet ihr schon zur angegebenen Kurszeit erscheinen, nicht wahr?
Aber klar, die Vor- und Nachbereitung könnt ihr zu einem Zeitpunkt machen, der in euren Zeitplan passt, rein theoretisch zumindest, solange ihr zur nächsten Sitzung vorbereitet seid.
Falls es sich um einen Job mit einer Deadline handelt, der aber keine Zwischenziele beinhaltet, mag es zunächst so wirken, als könntet ihr euch den ganzen Tag die Nägel lackieren und nur hier und da mal ein Stündchen arbeiten.
Aber nehmen wir mal an, ihr habt mehr als ein Projekt gleichzeitig laufen, was nicht unüblich ist (und auch etwas mit Geld zu tun hat, aber dazu komme ich gleich), dann müsst ihr schon verdammte Meister des Zeitmanagements sein, um alles unter einen Hut zu bekommen und nicht den Überblick zu verlieren und immer noch bestmöglich abzuliefern.
Und das wiederum, meine Lieben, bedeutet, dass ihr lange arbeiten werdet und oftmals kein Wochenende habt und manchmal sogar gar nicht mehr wisst, welcher Wochentag grad ist.

2. DAS ist dein Stundensatz?! Du verdienst ja ein Vermögen!

Puh, einatmen, ausatmen, ruhig bleiben.
Ja, mein Stundensatz ist höher als das, was du in deiner Festanstellung verdienst, wenn du dein Monatsgehalt durch deine Arbeitstage und dann Stunden teilst.
Stimmt.
ABER: Ich habe keinen Arbeitgeber, der einen gewissen Prozentsatz oder gar die Hälfte meiner Krankenversicherung bezahlt. Ich bin mein Arbeitgeber. Also zahle ich 100%.
Je nachdem, in welchem Bereich ihr arbeitet, kann es sogar sein, dass ihr dazu verpflichtet seid, euch privat zu versichern.
(Und hier kommen wir zum Unterschied: In Deutschland machen wir einen Unterschied zwischen freier Mitarbeiter und Freiberufler, die per definitionem meistens Anwälte, Architekten oder – so wie ich – Kreative wie Autoren sind. Zwar nutzen wir gern den fancy Anglizismus Freelancer, der dann oftmals mit Freiberufler übersetzt wird, aber korrekt ist das nicht. Nicht jeder Freelancer ist ein Freiberufler.)
Und private Krankenversicherung ist niemals günstig.
Außerdem habe ich keinen bezahlten Urlaub. Jeder Tag, an dem ich nicht arbeiten gehe, ist ein Tag, an dem ich kein Geld verdiene.
Ich wiederhole: Jeder Tag, an dem ich nicht arbeiten gehe, ist ein Tag, an dem ich kein Geld verdiene.
Lasst das mal für ‘ne Minute sacken.
Und ja, das bedeutet, dass viele Freelancer (ich benutze den Begriff hier als Zusammenfassung für Freiberufler und freie Mitarbeiter) arbeiten gehen, obwohl sie mega krank sind, schlicht und ergreifend deshalb, weil sie es sich nicht leisten können auszufallen.
Zusätzlich ist meine Arbeit Projektarbeit. Manchmal läuft ein Projekt ein Jahr, manchmal nur einige Monate und manchmal ist es ein sehr kurzfristiges Projekt, wie das Lektorat eines Buches innerhalb einer Woche.
Und das, meine Lieben, bedeutet, dass ich in möglichst kurzer Zeit möglichst viel verdienen sollte, denn wenn man nicht zu den ständig Glücklichen gehört, die bereits für ein Folgeprojekt den Vertrag in der Tasche haben, dass man sich von seinem Ersparten über Wasser halten muss, bis das nächste Projekt eingetütet ist.
(Hinweis: Eure Fixkosten werden dennoch jeden Monat von eurem Konto abgebucht, weil es keine Sau interessiert, ob ihr grade Geldeingänge verzeichnet oder nicht)
Das, in Kombination mit dem, was ich zuvor gesagt habe, führt oftmals dazu, dass Freelancer jede Joboption ergreifen, die sich bietet, sich den Arsch abarbeiten und keine Wochenenden haben, um das Gefühl einer Pseudo-Sicherheit zu haben, sollte das nächste Projekt erstmal auf sich warten lassen.
Und jetzt meine Lieben, stellt euch vor, dass 80% (Zahl ist geschätzt, keine Beweise vorhanden) eurer potentiellen Kunden versuchen, eure Preise zu drücken und mit euch zu verhandeln.
Jetzt bloß nicht verzweifelt wirken und Würde und Selbstwertgefühl bewahren!

3. Es ist total cool, dass du dir deine Projekte selbst aussuchen kannst und nicht immer dasselbe tun musst. Das macht die Arbeit vielfältig, das muss total spannend sein!

Mh, ja und nein.
Also ja, die Arbeit kann sehr vielfältig sein. Vielleicht lektoriert ihr ein Kochbuch, übersetzt die Website eines Coaches, geht als Übersetzer auf eine Messe für Kosmetik und unterstützt den Relaunch der virtuellen Präsenz eines Schuhladens.
Das ist absolut bunt und vielfältig und das ist definitiv eine Sache, die ich am freiberuflichen Arbeiten sehr schätze.
Aber das bedeutet auch, wenn ihr mehrere Projekte parallel laufen habt, dass euer Gehirn sehr schnell und flexibel arbeiten muss, damit ihr innerhalb von 12 Stunden durch 3 verschiedene Themen springen könnt und in allen dreien eure bestmögliche Arbeit abliefert.
Oder innerhalb einer Woche müsst ihr diverse Schreibstile nutzen, euer Gehirn auf andere Sprachen umschalten und dabei immer noch eure Termine einhalten.
Also ja, definitiv ist das total spannend und man lernt aus den verschiedensten Bereichen eine ganze Menge dazu.
(Wie viel ich allein durch das Lektorieren von Texten, mit deren Inhalten ich mich freiwillig nie im Detail beschäftigt hätte, gelernt habe. Und plötzlich entdeckst du dich selbst auf einer Party, wo du über Digitalisierung, Smart Homes, Finanzen und Medizin redest. haha)
Also ja, es ist aufregend, aber es kann auch sehr anstrengend sein.
Und an manchen Tagen wünscht ihr euch einfach nur ein “normales Leben” mit geregelten Arbeitszeiten, wo ihr zu einer bestimmten Uhrzeit nach Hause kommt und Feierabend habt und einfach die Dinge tut, die noch zu tun sind, wie einkaufen und Haushaltskram (denn ja, auch als Freelancer müssen diese Dinge noch irgendwo untergebracht werden) und euch dann mit einem guten Buch oder eurem Lieblingsfilm auf die Couch werfen könnt.
Aber es wäre schlichtweg gelogen, wenn ich jetzt behaupten würde, diese Arbeit sei nicht interessant oder spannend. Klar, nicht jedes Projekt ist ein Wow-Projekt und es gibt Tage, an denen ihr einfach null Bock habt, selbst bei Projekten, die euch eigentlich gut gefallen, aber das hat man ja immer, egal was man arbeitet.
Dennoch sind diese Aspekte definitiv welche, die mir an der freiberuflichen Tätigkeit sehr gut gefallen.

So, so viel zu den Mythen.
Bevor sich nun jemand aufregt, lasst mich kurz ein paar Dinge klarstellen:
1. Ich möchte in keiner Weise sagen, dass Freelance-Arbeit scheiße ist, weil es keinen bezahlten Urlaub gibt oder weil ihr mit einigen Unsicherheiten in Bezug auf Projekte umgehen müsst. Ich will mich darüber auch gar nicht beschweren, denn ihr könntet einfach sagen “Ja, aber das ist das, was du dir ausgesucht hast. Niemand hat dich gezwungen. Du kannst dir auch eine Festanstellung suchen. Das war doch deine Entscheidung.” und ich hätte diesem Argument rein gar nichts entgegenzusetzen.
2. Keineswegs möchte ich Festanstellungen irgendwie runtermachen und das Freelance-Dasein als das Nonplusultra loben oder gar behaupten, dass Freelance-Arbeit stressiger als eine Festanstellung ist. Nein, ganz bestimmt nicht! Eine Freundin von mir ist Krankenschwester, was eine Festanstellung mit bezahltem Urlaub und Krankenversicherung ist, und ich weiß, wie gestresst sie nicht nur an einigen Tagen nach Hause kommt und ich bewundere sie und ihre Kollegen für das, was sie jeden Tag leisten. Ebenso wie ich jedem meine Achtung entgegenbringe, der jeden Tag aufsteht und sein Bestes gibt. Egal, was und in welcher Vertragsform er oder sie nun auch arbeitet.
3. Mein eigentliches Ziel ist es, Verständnis und Bewusstsein für den oftmals weit verbreiteten Irrglauben über freiberufliche oder freie Tätigkeiten zu kreieren.
Sheesh, wenn ihr euch mal in den sozialen Netzen umschaut, bekommt man den Eindruck, dass jeder dritte euch erzählen will, dass ihr euren festen Job in die Tonne hauen und euren Träumen folgen sollt, um das zu tun, was ihr liebt. (Als wenn die Arbeit als Freelancer eine Garantie dafür sei.)
Was ich sagen will: Bitte bedenkt einige Punkte bevor ihr überhaupt irgendwas in die Tonne werft, okay?
Nur weil ihr als Freelancer in diversen Projekten mit vielfältigen Themen arbeitet, heißt das nicht, dass ihr euren Traum lebt, denn wie zuvor gesagt ist es oft so, dass man einfach den nächsten Job annimmt, der sich da bietet, um die Rechnungen zu bezahlen.

Ich will keine der Arbeiten, egal ob nun Freelance, freiberuflich oder feste Anstellung, auf einen Podest stellen und die anderen heruntermachen.
Mir geht es um Verständnis in beide Richtungen.

Lasst mich wissen, was ihr denkt.
Seid ihr Freelancer und liebt es?
Habt ihr eine Festanstellung und spielt mit dem Gedanken, euch selbstständig zu machen? (Falls ja, hoffe ich, dass mein Post euch nicht dazu bewegt hat, diese Idee zu verteufeln. Wenn es das ist, was ihr wirklich wollt, tut es! Ich sage nur, informiert euch vorher und macht eure Hausaufgaben, damit ihr nicht verträumt in irgendetwas hineinstolpert und euch hinterher denkt “Was zur Hölle habe ich getan?!”, okay?)
Habt ihr beide Seiten kennengelernt? Und falls ja, welche bevorzugt ihr und warum?

Lasst euch in den Kommentaren aus.

Auf bald, meine Lieben

xxx
Gina.

 

 

 

 

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#freelancefriday: Myths and Prejudices

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#freelancefriday: Myths and Prejudices

Hey my dears,

today for something different.
First, I told you I prepared something to make up for my belated #writerswednesday post and secondly, I thought this idea was a good one.
As I talked to other creatives and also listened to the German podcast Creative Kraut* from a good friend of mine, this idea popped up in my mind and stayed there, so I thought it might be interesting for you to read a little bit about the life of a freelancer.
Why am I entitled to speak about these things? Well, mostly because I have been working as a freelancer for 6 years now, officially, woop woop.
Six years?! Yep, instead of searching for a part time student job, I decided to build up my freelance business beside my studies.
Sounds so cool, right? Haha, well, if I did my calculation right, there were many months in which working a part time student job would have been wayyyy more lucrative 😀
But, I learned a lot along the way and it brought me where I am today.

And since nowadays on all the platforms setting up your own business and leaving your corporate job and do what you love is so intensively and extensively promoted, I thought you might be interested in me sharing a part of my journey and thoughts upon it.
What do you think? Good idea or rather “hard liquor idea” (Schnapsidee is what we call it in German, don’t ask me why, probably because your ideas after consuming hard liquor might be quite, erm, weird?!)
So, let me know, if you’d like me to continue this series in the comments below or as usual on any other platform like Facebook or Instagram or even via email.

What I prepared for today is to do away with some of the myths and prejudices that are connected to the perception of freelance work.
I’ll post a statement, just like the ones I have heard or read in the eyes of my interlocutors, and then touch upon them.
Of course, as always, the answers derive from my own opinion and experience and are not to be generalised.

Little disclaimer: I write from the perspective and experience of a freelancer working and living in Germany. Of course, certain regulations and have-to’s might differ in your very own country. I would love to hear about freelance work in other countries, so please feel free to share your experience!

So, let’s start with the myths & prejudices:

1. Oh, wow, so you don’t have to work 9 to 5 and can schedule your work as you please!

Well, it depends on the job you got booked for.
If you’re booked for a coaching session on a regular basis or giving courses, of course you have to show up when it’s supposed to take place, huh?
But sure, preparing and the work afterwards you could do when your time allows, as long as you are prepared for the next session.
If it’s a job with a deadline but no schedule in between, it might seem as if you could sleep in and paint your nails all day and then just work one hour here and one hour there.
But let’s assume you have more than one project running at the same time (which by the way is not unusual, as it has something to do with money, too, but I’ll come to that in a minute) and then you have to be an effing master of time management to not lose track and guess what, my dears, often you end up working late and you don’t have a weekend and due to that it might also happen that you forget which day it is at all.

2. THAT is your rate per hour?! You’re earning a fortune!!

Phew, okay, breathe in, breathe out.
Yes, my hourly rate is higher than what you earn in your regular job if you take your monthly income and divide it by your working days and then hours.
True.
BUT: I don’t have a boss that pays a certain percentage or even half of my health insurance. I am my boss. Means I pay 100%.
Depending on the field you work in, you might be obliged to take a private insurance, as is often the case for freelancers in Germany.
Little note: we make a difference between freier Mitarbeiter and Freiberufler, which could be translated as free employee and freelancer, so the latter is mostly by definition a lawyer, architect or – like me – someone working in a creative field, like an author for example.
And private insurance is never cheap.
Furthermore, I don’t have paid vacation. Every day I don’t go to work is a day I don’t earn money.
I repeat: Every day that I don’t go to work is a day that I don’t earn money.
Let that sink in for a moment.
And yes, that means for many freelancers that they go to work although they are ill as a dog, because they simply can’t afford to be sick.
Additionally, I run on projects. Sometimes a project contract is as long as one year, sometimes it’s some months and sometimes it’s a short term thing, like editing a book within a week.
That my friends, means that I have to earn as much as possible in a short time span because in most cases, if you’re not lucky, you don’t have a following project already signed, so it might happen that you have to live on your savings for months or longer. (Note: Your fix costs are still gonna be booked from your bank account, because they don’t give an eff whether you have income or not)
That, connected to what I said before, leads to many freelancers taking nearly every option for a job, even many short term ones, to ensure they have enough savings if the next project start is delayed.
And that in turn makes many freelancers end up having no weekend at all but working their butts off in order to gain a feeling of pseudo-security.
And now, my dears, imagine that nearly 80% (number is estimated, no proof) of the people interested in your services try to press your prices down and negotiate with you.
Try not to look desperate and to keep some self-confidence and self-worth remaining.

3. It’s really cool, you can choose your projects and your work is so diverse, it must be exciting!

Mh, yes and no.
Yes, it’s true, the work can be very diverse as you might be editing a cook book for one client, translate a website for a coach, go on trade fairs as a translator for cosmetics and support the relaunch of the virtual spaces of a shoe company.
Sure, it’s diverse. And that’s an absolute lovable trait to freelance work, to my mind.
But it also means, if all or some of the projects are running in parallel, that your brain needs to work quickly and to stay flexible enough to jump through three different topics within 12 hours and still deliver the best work it can. Or within a week you might have to change the writing style, switch your brain from one language to the other and stick to appointments and schedules.
So, yes, it is exciting and you get many insights into different fields of work and you can learn amazingly much!
(How many things I learned from editing texts about topics that voluntarily I would never have dived into as deep. And then suddenly you find yourself on a party talking about digitalisation, smart homes, finances and medicine, just because your brain remembered the pages you edited. haha)
So, yes, it is exciting, but it can also be very exhausting.
And on some days you just wish you had “a normal life”, come home at the same time of the day and then be free to do the things that need to be done (grocery shopping, household stuff) – because guess what, besides all the project and topic hopping, that needs to be done, too in a freelancer’s life – and then chill with a good book or your favourite movie.
But it would be a lie if I claimed that it’s not diverse or not exciting. Of course, not every project is a wow one, and even in projects you love there are days where you just don’t feel it.
But that’s definitely a trait of freelance work that I consider exciting.

So, so much for the myths.
Before people start arguing now, let me take a stand for myself:
1. I don’t mean to say that freelance work is shit because you don’t get paid vacay or because you have to work a lot and have to deal with a certain insecurity when it comes to projects. I don’t mean to complain about that, either, cause you could say “Well, that’s what you chose. Nobody forced you. You can still go and search for a regular job. It was your decision.” and I wouldn’t have any counter argument against that.
2. Neither do I mean to belittle regular jobs and praise freelance work or claim that freelance work is more stressful than a regular job. Heck, no! A friend of mine is a nurse and I know how much stress that means, and yes it’s a regular job including paid vacation and health insurance, etc., and I truly admire her and her colleagues for doing what they do. Just like I admire everyone getting up in the morning, whatever they work and giving it their best.
3. My main aim is to create awareness and to do away with some of the commonly spread misconceptions as I’d call them about freelance work. Sheesh, when you look onto social media it seems like everybody’s telling you to throw your regular job into a trash bin and follow your dream and do what you love.
What I’m aiming to say is: Please consider some points of freelance work before you throw anything into the bin, okay?
Just because you’re working as a freelancer and have different project options in diverse fields doesn’t mean that you live your dream, because as stated before, sometimes you just have to take the next best offer to pay the bills, you know.

I don’t mean to put any of the jobs, be it regular or freelance, on a pedestal and talk the other one down.
Understanding in both directions is what I’d like to create.

Let me know what you think.
Are you a freelancer and loving it?
Do you have a regular job and are playing with the idea to step into the freelance life? (if so, I hope my post didn’t make you hate the idea, that wasn’t my intention. If that’s what you wanna do, do it, I just say, inform yourself and do your research and do not dreamily trip into something and when you wake up you think “what have I done?!”)
Have you experienced both sides, and if so, which one do you prefer and why?

Let me know in the comments below.

So long, my dears

xxx
Gina.

 

 

 

 

 

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