Frohes (Chinesisches) Neues Jahr und Danke!

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Photo & Editing: freshandjuicy

Meine Lieben,

es tut mir unglaublich leid, dass ich so lange nicht gepostet habe.
Und ich weiss, das habt ihr schon hundert Mal von mir gehört, aber – so blöd, wie es auch klingen mag –: Manchmal kommt das Leben dazwischen.
Ich hatte so viele Beiträge geplant und Gedanken und Ideen, die ich mit euch teilen wollte und ich bin mir sehr wohl bewusst, dass ich euch noch zwei Sundaystories schulde!
Aber ich hoffe, dass ihr mir verzeiht und Nachsicht habt und Verständnis dafür aufbringt, dass ich einfach zu beschäftigt war und zu viele Dinge auf ein Mal passierten und ich Prioritäten setzen und mich erst einmal durch einen ganzen Haufen von zu erledigenden Dingen ackern musste. Und auch wenn die Kunst und das Schreiben in meinem Herzen definitiv eine Priorität einnimmt, so musste ich doch zunächst andere Dinge voranstellen.

Ich hatte ein furchtbar schlechtes Gewissen und sagte sogar zu einem Freund “Na toll, gerade wenn mehr Leser sich für meinen Blog interessieren, lass ich sie fallen”, woraufhin er meinte, ich solle mir keine Sorgen machen und meine treuen Leser brächten sicherlich Verständnis dafür auf und würden sich freuen, wenn ich denn dann endlich wieder schriebe.
So hoffe ich nun, dass er damit Recht hat.

Ich werde nicht versprechen, dass jetzt in nächster Zeit eine ganze Menge Posts online gehen werden, denn ich bevorzuge es, Versprechen zu geben, die ich auch halten kann und da es nach wie vor eine turbulente Zeit für mich und eine Menge zu tun ist, will ich euch nicht gleich wieder enttäuschen, wenn ich es dann doch nicht schaffe.
Aber ich verspreche, dass ich die geplanten Beiträge Stück für Stück und nach und nach veröffentlichen werde und hoffe, dass sie etwas Interessantes, Schönes und Inspirierendes für euch beinhalten.

Zwar habe ich es nicht geschafft, zu Neujahr zu posten und euch ein tolles, aufregendes und hoffentlich erfolgreiches neues Jahr zu wünschen, aber immerhin habe ich es nun zum chinesischen Neujahr geschafft, was am 8. Februar begann.
Es soll das Jahr des Feueraffen werden, was viel Dynamik, Veränderung und die Option zur Erreichung eigener Ziele bereithalten soll.
So wünsche ich, dass dieses Jahr für euch sein Versprechen hält und ihr die Zeit, Kraft und Muße findet, eure Ziele zu erreichen!

Erinnert ihr euch, als ich euch in meinem Weihnachts-Post dazu einlud, dankbar für all die schönen Dinge im Leben zu sein?
Natürlich habe ich das auch selbst getan und ich denke, das ist eine wundervolle Art und Weise, das eine Jahr zu beenden und das neue zu begrüßen: Sich all der guten Dinge bewusst werden und dankbar dafür sein.
Deshalb möchte ich heute ein ganz großes Danke

an euch alle aussprechen.
An diejenigen, die mich seit meinen ersten Blog-Schritten begleiten, über den Relaunch bis hin zur Veröffentlichung von Labelled Love.
Ich bin dankbar für meine Familie und Freunde, die mich in all meinen Vorhaben unterstützen.
Ich bin dankbar für all die inspirierenden Menschen, die ich treffen durfte und darf und die Bemerkungen und Momente, die meinen Tag erhellen und mich weitermachen lassen.
Hier ein paar Beispiele (wie im Bild angedeutet):
Ein Mal schrieb eine Bekannte von mir mir eine Nachricht, die in etwa sowas sagte wie “Ich habe gerade deinen Blog gelesen und ich liebe deine Geschichte Reflection” gefolgt von dem Satz, der mich seither begleitet: “Your art matters.” (Deine Kunst ist bedeutsam)
Oder als ich eine schwierige Zeit hatte und verwirrt und ausgelaugt war und eine meiner engsten Freundinnen mich fragte, was los sei und ich so etwas sagte wie “Jeder gerät mal an seine Grenzen” woraufhin sie antwortete “Mein Freigeist Gina hat keine Grenzen!”.
Oder als eine weitere meiner engsten Freundinnen mein Buch kaufte und als ich anmerkte, sie lese doch gar nicht auf englisch, sie entgegnete “Aber du hast es geschrieben und ich will es in meinem Regal zur Schau stellen, weil ich stolz auf meine Freundin bin”.
Oder der Moment, in dem ich die Veröffentlichung meines Buches in den Social Media Kanälen bewarb und ein ehemaliger guter Freund ‘like’ klickte und ich lächeln musste, da wir acht oder zehn Jahre vor “Eines Tages” (dem Tag, an dem ich publizierte) befreundet waren und ich immer sagte “Eines Tages werde ich ein Buch veröffentlichen”; es war als hätten diese Worte nachgeklungen und das ‘Like’ sage so etwas wie “Gut gemacht, Mädchen, ich wusste, du würdest es tun.”. Entgegen meiner kritischen Meinung gegenüber der Überbewertung von ‘Likes’ und ‘Clicks’, war das tatsächlich ein Moment, in dem es etwas bedeutete.
Die Momente, in denen jemand sagt, er habe meinen Blog gelesen und es habe ihm gefallen oder wenn Leute mir inspirierende und motivierende Zitate senden damit ich weitermache und mehr schreibe; der Moment, in dem einer meiner liebsten Poetry-Slammer (Patrick Salmen, der erste Poetry-Slammer, den ich überhaupt auf einer Bühne sah und der Grund, warum ich nach wie vor zu Slams gehe) anfing mir auf Instagram zu folgen; der Moment, in dem ich Elizabeth Gilbert, die Autorin von Big Magic, einem von mir heiß geliebtem Buch, live sehen und sogar meine Fragen stellen konnte; die Momente, in denen ich mit anderen kreativen Menschen wie Schauspielern, Autoren, Tänzern, Fotografen, Regisseuren und Filmemachern zusammenarbeiten darf; die Momente in denen ihr, meine Lieben, lest, kommentiert und mit meinen Werken interagiert; die Momente, in denen ich mit Kreativität verbunden und Inspiration erfahren darf.
Ich könnte noch mindestens zwanzig weitere Beispiele listen, aber ich belasse es nun hierbei.
Danke!

Wofür seid ihr dankbar?

Ich denke, es ist wichtig, sich ab und zu mal hinzusetzen und sich bewusst zu machen und aufzulisten, was man liebt, zu schätzen weiss und für was man dankbar ist.
Und das auch zu kommunizieren.
Dazu würde ich euch gern einladen: Listet all diese Dinge ein Mal (im Kopf oder auf Papier) und kommuniziert sie!
Sagt jemandem, was ihr an ihm schätzt, sagt jemandem, dass ihr ihn liebt, sagt einem Fremden, dass ihr seine Aura beeindruckend findet, seid gut zu euch und sagt euch selbst etwas Aufbauendes und Liebevolles.
Das Leben ist zu kurz, um die Liebe nicht zu verbreiten.
Spread the love.
Namaste.

Um euch einen kleinen Vorgeschmack auf das zu geben, was für die nächsten Einträge geplant ist (bitte gebt mir etwas Zeit):
* zwei Buchempfehlungen
* Tipps für Kreativität
* zwei Sundaystories, die ich euch noch schulde
* eine weitere Runde #sundaystory
* mindestens drei weitere Einträge zu diversen Themen
* Text- und Bildkollaborationen, die Geschichten durch Optik und Lyrik erzählen
* weitere Projekte, die noch im Detail geplant und ausgefeilt werden müssen 😉

Irgendwelche Präferenzen, wie ich priorisieren sollte?
Hey, es ist Neujahr mit Zielen, die zu erreichen sind: Lasst mich wissen, ob es irgendetwas gibt, was ihr hier gern sehen würdet und was euch interessieren würde!
Kommentiert hier, oder schreibt mir eine E-Mail oder eine Nachricht bei Facebook.

Alles Liebe.

xx

Gina.

Frohe Weihnachten!

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Bildquelle: pixelstalk.net

Meine Lieben,

es tut mir wahnsinnig leid, dass ich so lange keine neuen Einträge veröffentlicht habe.
In letzter Zeit war ich zu gefordert und beschäftigt, um zu bloggen, aber ich hoffe, dass ich über die Feiertage Zeit dazu finde, schnellstmöglich wieder etwas zu schreiben und euch mit neuen Texten zu versorgen.

Ich wünsche euch allen ein frohes, besinnliches und gesegnetes Weihnachtsfest im Kreise eurer Liebsten. Lasst es euch gut gehen!

Lasst uns heute Abend danken für all die guten Dinge, die wir empfangen und für diejenigen beten, die es nicht so gut haben wie wir und etwas Liebe und Frieden teilen; mit unseren Familien, Freunden, Nachbarn, Fremden, der ganzen Welt. Wir sind alle eins.

Alles Liebe

Gina.

#tbt: Winchester – Damals und Heute –

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#tbt: November 2014

Vor zwei Jahren habe ich ein Auslandssemester in England absolviert.
In Winchester um genau zu sein.
Bevor ich zum eigentlichen Thema der kurzen Rückkehr in diese Stadt komme, sollte ich vielleicht einen kleinen Umweg nehmen und das Pferd nicht von hinten aufziehen.
3 Monate England. 3 Monate Winchester. “3 Monate Urlaub”, denken manche. Haha, nein. 12 Wochen lang für Kurse pauken, Aufgaben vorbereiten, in der Mitte des Semesters erste Pflichtaufgaben, deren Note mit in die Endnote einfließen. Hinzu kam, dass man sich erstmal an das andere “System” gewöhnen und sich dort einfinden musste, da selbst Essays dort anders aufgebaut sind als hierzulande.
3 Monate voller interessanter Kurse. Ich hatte das Glück großartige Dozenten zu treffen, die sowohl von der Wissensvermittlung her als auch von der Art und Weise, wie sie ihre Kurse gaben wahrlich inspirierend waren. Außerdem hatte ich einen Kurs über Kurzgeschichten und da nahm die Prosasparte meines Schreibens erstmals ihren Lauf.
3 Monate, in denen ich neue Bekanntschaften schloss, aber vor allem auch neue Freunde fand. Freunde, mit denen ich bis heute in Kontakt stehe und an deren Leben ich dank moderner Kommunikationsmöglichkeiten zumindest noch ein bisschen teilhaben kann.
3 Monate, an die ich mich sehr gern erinnere, und nein, nicht weil alles Friede, Freude, Eierkuchen in einem Milch-und-Honig-See war. Es war eine nervenaufreibende Zeit, in der sich viel bewegt hat und viel im Wandel war, was sich auch noch weiterzog, als ich wieder heimkam. Aber vielleicht erinnere mich auch gerade deshalb gern daran zurück. Weil es Milch und Honig in schlaflosen Nächten gepaart mit Eierkuchen an nachdenklichen Tagen war.
3 Monate, die ich definitiv nicht missen wollen würde.

Interim: Ich kam heim. Eins der ersten Dinge, die ich tat? Alle Schränke, Regale und sonstige Aufbewahrungsmöglichkeiten, die ich besitze, öffnen, komplett ausräumen, ausmisten, wieder einräumen. Outside the Box sozusagen. Luft schaffen. Freunde treffen. Die Freundschaft zu meinen engsten Liebsten wurde intensiver und heute stehen wir noch enger zusammen als zuvor. Und dafür bin ich dankbar.
Uni. Arbeit. Kreatives. Einatmen, Anlauf nehmen, rennen. Verpasste Zeit aufholen. Vorwärts preschen um hoffentlich dahin zu gelangen, wo man hin möchte.

Schneller Vorlauf: 2014.
Endlich ergab sich die Gelegenheit wieder nach Winchester zu reisen. Wenn auch nur für vier Tage.
Als der Bus, der von Heathrow losfuhr, uns alle unten an der King Alfred Statue ausspuckte und ich tief einatmen konnte, musste ich lächeln. Der Schlafmangel und die Reiseunannehmlichkeiten (ja, es ist eine Unannehmlichkeit, wenn man knapp eine Stunde in einem Reisebus sitzt, in dem es so riecht, als hätte der Hamburger Fischmarkt beschlossen sich auf engstem Raume einzuquartieren) und die noch anstehenden Erledigungen, die zu machen waren, waren in dem Moment irrelevant. Wie weggewaschen. Ich war da.
Mal abgesehen davon, dass oftmals, wenn man verreist, die Atmosphäre anders ist, wenn man “weg” ist, hat England doch immer eine ganz besondere Wirkung für mich gehabt. Mit “weg” meinen wir ja sowieso meist “raus aus dem Alltag”, raus aus der Routine, der ständigen Wiederholung. Eine Pause von der leistungsorientierten, hektischen, drückenden Gesellschaft, in deren Hamsterrad wir jeden Tag rennen, nur um am Ende des Tages erschöpft aus ebendiesem herauszupurzeln, ins Bett zu kriechen und mit dem Gefühl einzuschlafen, man hätte noch nicht genug geleistet. Zumindest kann einem das manchmal schon so vorkommen. Wir reden hier nur von einem Gefühl, nicht davon, ob das wirklich als Tatsache so ist und ob das alles optimal ist, wollen wir jetzt gerade auch nicht erörtern.
Aber hier kommt der ausschlaggebende Punkt: Ich habe oft versucht zu analysieren, warum ich mich in Winchester, in England so wohl fühle. (So wohl, dass es mir jedes Mal schwer fällt, wieder zu gehen.) Ist es aufgrund der vielen Erinnerungen, die ich hege? Aufgrund der Tatsache, dass ich damit immer einen Aha-Moment und eine bewegende Zeit verbinde? Ich habe wirklich lange damit zugebracht, es immer und immer und immer wieder zu überdenken. Idealisiere ich und wenn ich länger dort wäre, wäre alles genauso routiniert, genauso eingefahren, genauso hektisch, einfach genauso?
Vorerst, und ich sage vorerst, ist das Ergebnis meiner Analyse eher dies: Ich persönlich zumindest empfinde die Mentalität dort als anders. Die Leute dort gehen auch arbeiten, haben auch ein Haus zu putzen, haben auch Hobbies, Freunde, Familie, Verpflichtungen, Ambitionen und Ziele. Aber irgendwie schaffen sie es trotzdem, ein Mal die Woche ihre Freunde auf ein Pint und eine Runde Billard im Pub zu treffen oder gemeinsam mit ihnen zu Abend zu essen und sich auszutauschen. Ohne auf die Uhr zu schauen, unruhig zu werden und das Gefühl zu vermitteln, ihre To-Do-Liste für den kommenden Tag hätte aufgrund dieses Vergnügens grad ihre Länge verdoppelt.
Es ist dieses Zeit haben, oder vielleicht einfach sich die Zeit nehmen für Dinge, die einen erfreuen und einen glücklich machen. Und trotzdem alles andere ebenfalls zu schaffen. Aber die Leute scheinen gelassener damit umzugehen. Ich sage scheinen, weil es meine persönliche Meinung und mein persönliches Empfinden ist. Wer zustimmen mag, kann zustimmen, wer dem nicht zustimmen kann, der stimmt mir da nicht zu. Wie gesagt, ich rede von einem Gefühl, einer Empfindung, nicht zwangsläufig von einer Tatsache, die sich belegen lässt.

Ich wurde gefragt “Und, Gina, ist Winchester noch so wie vor 2 Jahren, als du hier warst?”
Ja und Nein. Natürlich ist die Luft noch genauso, die Stadt hat sich kaum verändert, auch wenn hier und da ein paar Baustellen sind und ein paar neue Geschäfte eröffnet wurden und andere geschlossen haben. Aber nein, natürlich ist es nicht mehr genauso. Es liegen 2 Jahre dazwischen und da wäre es doch wirklich schade und traurig, wenn alles noch genauso wäre, weil das bedeuten würde, dass sich nichts bewegt hätte. Aber es hat sich viel bewegt, wir sind alle vorangeschritten in unseren Leben und haben Fortschritte gemacht und Erfahrungen gesammelt.
Aber was ich sagen kann ist Folgendes: Es ist ein unglaublich gutes Gefühl, wieder diese Luft zu atmen, die entspannte Atmosphäre in sich aufzunehmen und sie an sich selbst zu spüren und sie zu leben, Freunde nach 2 Jahren auf ein Pint und eine Runde Billard im Pub zu treffen und mit ihnen zu reden und sich auszutauschen, als wären 2 Jahre nichts gewesen.

Und nein, zu sagen “Dann nimm doch etwas von dieser entspannten Einstellung und Atmosphäre mit und wende das auch zuhause an” und zu glauben, dass dies so einfach sei, wie es klingt, ist einfach falsch.
Aber einen Versuch ist es wert!