#writerswednesday: Schreib’s dir von der Seele! – Eine Schreibübung für alle

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#writerswednesday: Schreib’s dir von der Seele

Cheers my dears und hallo meine Lieben,

heute ist wieder #writerswednesday und wegen der momentanen Krise und Quarantäne habe ich mir was besonderes überlegt.
Ich habe eine Schreibübung vorbereitet als kleinen Videokurs, die euch dabei helfen soll, Druck loszulassen und wieder ordentlich zu atmen.

Die Übung ist für jeden!
Ihr müsst keine Poeten oder Autoren oder Schreiber sein und ihr braucht auch keine Vorkenntnisse.
Alles, was ihr braucht, sind Papier und Stift.

Die Übung besteht aus einem kleinen Warm-up und drei speziellen Übungen.

Macht mit! 🙂

Ich hoffe, es hilft euch dabei, diese schwierige Zeit durchzustehen.

Wenn es hilfreich für euch ist und ihr etwas wertvolles darin gefunden habt, teilt es mit Freunden.
Lasst mich eure Ergebnisse aus dieser Übung lesen/anschauen, bitte taggt mich, wenn ihr etwas veröffentlicht 🙂
Fühlt euch frei, euer Feedback hier in den Kommentaren zu hinterlassen

passt auf euch auf, bleibt gesund & sicher

xx

Frohes (Chinesisches) Neues Jahr und Danke!

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Photo & Editing: freshandjuicy

Meine Lieben,

es tut mir unglaublich leid, dass ich so lange nicht gepostet habe.
Und ich weiss, das habt ihr schon hundert Mal von mir gehört, aber – so blöd, wie es auch klingen mag –: Manchmal kommt das Leben dazwischen.
Ich hatte so viele Beiträge geplant und Gedanken und Ideen, die ich mit euch teilen wollte und ich bin mir sehr wohl bewusst, dass ich euch noch zwei Sundaystories schulde!
Aber ich hoffe, dass ihr mir verzeiht und Nachsicht habt und Verständnis dafür aufbringt, dass ich einfach zu beschäftigt war und zu viele Dinge auf ein Mal passierten und ich Prioritäten setzen und mich erst einmal durch einen ganzen Haufen von zu erledigenden Dingen ackern musste. Und auch wenn die Kunst und das Schreiben in meinem Herzen definitiv eine Priorität einnimmt, so musste ich doch zunächst andere Dinge voranstellen.

Ich hatte ein furchtbar schlechtes Gewissen und sagte sogar zu einem Freund “Na toll, gerade wenn mehr Leser sich für meinen Blog interessieren, lass ich sie fallen”, woraufhin er meinte, ich solle mir keine Sorgen machen und meine treuen Leser brächten sicherlich Verständnis dafür auf und würden sich freuen, wenn ich denn dann endlich wieder schriebe.
So hoffe ich nun, dass er damit Recht hat.

Ich werde nicht versprechen, dass jetzt in nächster Zeit eine ganze Menge Posts online gehen werden, denn ich bevorzuge es, Versprechen zu geben, die ich auch halten kann und da es nach wie vor eine turbulente Zeit für mich und eine Menge zu tun ist, will ich euch nicht gleich wieder enttäuschen, wenn ich es dann doch nicht schaffe.
Aber ich verspreche, dass ich die geplanten Beiträge Stück für Stück und nach und nach veröffentlichen werde und hoffe, dass sie etwas Interessantes, Schönes und Inspirierendes für euch beinhalten.

Zwar habe ich es nicht geschafft, zu Neujahr zu posten und euch ein tolles, aufregendes und hoffentlich erfolgreiches neues Jahr zu wünschen, aber immerhin habe ich es nun zum chinesischen Neujahr geschafft, was am 8. Februar begann.
Es soll das Jahr des Feueraffen werden, was viel Dynamik, Veränderung und die Option zur Erreichung eigener Ziele bereithalten soll.
So wünsche ich, dass dieses Jahr für euch sein Versprechen hält und ihr die Zeit, Kraft und Muße findet, eure Ziele zu erreichen!

Erinnert ihr euch, als ich euch in meinem Weihnachts-Post dazu einlud, dankbar für all die schönen Dinge im Leben zu sein?
Natürlich habe ich das auch selbst getan und ich denke, das ist eine wundervolle Art und Weise, das eine Jahr zu beenden und das neue zu begrüßen: Sich all der guten Dinge bewusst werden und dankbar dafür sein.
Deshalb möchte ich heute ein ganz großes Danke

an euch alle aussprechen.
An diejenigen, die mich seit meinen ersten Blog-Schritten begleiten, über den Relaunch bis hin zur Veröffentlichung von Labelled Love.
Ich bin dankbar für meine Familie und Freunde, die mich in all meinen Vorhaben unterstützen.
Ich bin dankbar für all die inspirierenden Menschen, die ich treffen durfte und darf und die Bemerkungen und Momente, die meinen Tag erhellen und mich weitermachen lassen.
Hier ein paar Beispiele (wie im Bild angedeutet):
Ein Mal schrieb eine Bekannte von mir mir eine Nachricht, die in etwa sowas sagte wie “Ich habe gerade deinen Blog gelesen und ich liebe deine Geschichte Reflection” gefolgt von dem Satz, der mich seither begleitet: “Your art matters.” (Deine Kunst ist bedeutsam)
Oder als ich eine schwierige Zeit hatte und verwirrt und ausgelaugt war und eine meiner engsten Freundinnen mich fragte, was los sei und ich so etwas sagte wie “Jeder gerät mal an seine Grenzen” woraufhin sie antwortete “Mein Freigeist Gina hat keine Grenzen!”.
Oder als eine weitere meiner engsten Freundinnen mein Buch kaufte und als ich anmerkte, sie lese doch gar nicht auf englisch, sie entgegnete “Aber du hast es geschrieben und ich will es in meinem Regal zur Schau stellen, weil ich stolz auf meine Freundin bin”.
Oder der Moment, in dem ich die Veröffentlichung meines Buches in den Social Media Kanälen bewarb und ein ehemaliger guter Freund ‘like’ klickte und ich lächeln musste, da wir acht oder zehn Jahre vor “Eines Tages” (dem Tag, an dem ich publizierte) befreundet waren und ich immer sagte “Eines Tages werde ich ein Buch veröffentlichen”; es war als hätten diese Worte nachgeklungen und das ‘Like’ sage so etwas wie “Gut gemacht, Mädchen, ich wusste, du würdest es tun.”. Entgegen meiner kritischen Meinung gegenüber der Überbewertung von ‘Likes’ und ‘Clicks’, war das tatsächlich ein Moment, in dem es etwas bedeutete.
Die Momente, in denen jemand sagt, er habe meinen Blog gelesen und es habe ihm gefallen oder wenn Leute mir inspirierende und motivierende Zitate senden damit ich weitermache und mehr schreibe; der Moment, in dem einer meiner liebsten Poetry-Slammer (Patrick Salmen, der erste Poetry-Slammer, den ich überhaupt auf einer Bühne sah und der Grund, warum ich nach wie vor zu Slams gehe) anfing mir auf Instagram zu folgen; der Moment, in dem ich Elizabeth Gilbert, die Autorin von Big Magic, einem von mir heiß geliebtem Buch, live sehen und sogar meine Fragen stellen konnte; die Momente, in denen ich mit anderen kreativen Menschen wie Schauspielern, Autoren, Tänzern, Fotografen, Regisseuren und Filmemachern zusammenarbeiten darf; die Momente in denen ihr, meine Lieben, lest, kommentiert und mit meinen Werken interagiert; die Momente, in denen ich mit Kreativität verbunden und Inspiration erfahren darf.
Ich könnte noch mindestens zwanzig weitere Beispiele listen, aber ich belasse es nun hierbei.
Danke!

Wofür seid ihr dankbar?

Ich denke, es ist wichtig, sich ab und zu mal hinzusetzen und sich bewusst zu machen und aufzulisten, was man liebt, zu schätzen weiss und für was man dankbar ist.
Und das auch zu kommunizieren.
Dazu würde ich euch gern einladen: Listet all diese Dinge ein Mal (im Kopf oder auf Papier) und kommuniziert sie!
Sagt jemandem, was ihr an ihm schätzt, sagt jemandem, dass ihr ihn liebt, sagt einem Fremden, dass ihr seine Aura beeindruckend findet, seid gut zu euch und sagt euch selbst etwas Aufbauendes und Liebevolles.
Das Leben ist zu kurz, um die Liebe nicht zu verbreiten.
Spread the love.
Namaste.

Um euch einen kleinen Vorgeschmack auf das zu geben, was für die nächsten Einträge geplant ist (bitte gebt mir etwas Zeit):
* zwei Buchempfehlungen
* Tipps für Kreativität
* zwei Sundaystories, die ich euch noch schulde
* eine weitere Runde #sundaystory
* mindestens drei weitere Einträge zu diversen Themen
* Text- und Bildkollaborationen, die Geschichten durch Optik und Lyrik erzählen
* weitere Projekte, die noch im Detail geplant und ausgefeilt werden müssen 😉

Irgendwelche Präferenzen, wie ich priorisieren sollte?
Hey, es ist Neujahr mit Zielen, die zu erreichen sind: Lasst mich wissen, ob es irgendetwas gibt, was ihr hier gern sehen würdet und was euch interessieren würde!
Kommentiert hier, oder schreibt mir eine E-Mail oder eine Nachricht bei Facebook.

Alles Liebe.

xx

Gina.

Frohe Weihnachten!

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Bildquelle: pixelstalk.net

Meine Lieben,

es tut mir wahnsinnig leid, dass ich so lange keine neuen Einträge veröffentlicht habe.
In letzter Zeit war ich zu gefordert und beschäftigt, um zu bloggen, aber ich hoffe, dass ich über die Feiertage Zeit dazu finde, schnellstmöglich wieder etwas zu schreiben und euch mit neuen Texten zu versorgen.

Ich wünsche euch allen ein frohes, besinnliches und gesegnetes Weihnachtsfest im Kreise eurer Liebsten. Lasst es euch gut gehen!

Lasst uns heute Abend danken für all die guten Dinge, die wir empfangen und für diejenigen beten, die es nicht so gut haben wie wir und etwas Liebe und Frieden teilen; mit unseren Familien, Freunden, Nachbarn, Fremden, der ganzen Welt. Wir sind alle eins.

Alles Liebe

Gina.

Leerstelle

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Ich schreibe für dich, über dich.
Ich schreibe dich nicht.
Ich übersetze dich. In ein Format, das ich verstehe.
Aber wie bei allen großen Werken geht bei der Übersetzung vielleicht, oder ganz sicher, etwas verloren. Weil die Worte nicht ausreichen. Interpretationsspielraum.
Also muss ich deine Sprache lernen um dem Ursprung dieses Meisterwerks näher zu kommen. Aber wie bei jeder neu erlernten Sprache, die nunmal nicht die eigene ist, wird es immer Dinge geben, die man nicht komplett versteht, für die es kein Äquivalent gibt.
Also musst du meine Sprache lernen um mir entgegenzukommen. Aber wie bei jeder neu erlernten Sprache wird es immer Dinge geben, die nicht so auszudrücken sind, wie es die eigene Sprache erlaubt und ermöglicht.
Es wird sie immer geben, diese Leerstellen, die unausgefüllt bleiben, diese Momente, die nicht völlig übersetzt werden können, die Türen, die verschlossen bleiben oder nie weiter als einen Spalt zu öffnen sind, die Räume, die man nur durch das Schlüsselloch erahnen kann.
Und wahrscheinlich ist das auch gut so.
Ich schreibe dich nicht. Ich lese eine andere Sprache.
Wir schreiben uns nicht. Wir lesen.
Mit Leerstellen.

Und während ich diese Zeilen schreibe, tropfen Kaffee und Tinte aus meinem Stift auf das leere Papier wie Blut.

Gina Laventura © 2014

In Erinnerung

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Dass du von uns gegangen bist, 
zeigt uns,
wie zerbrechlich dieses Leben ist,

zerbrechlich und wertvoll doch zugleich.

Wir schwimmen alle in demselben Teich

und reichen uns dennoch selten nur die Hand.

Wir empfinden es als zerrissen, was uns einst verband,

doch kann dieses Band nichts und niemand trennen,

denn es gibt Verbindungen, die weder Tod noch Teufel kennen,

die jedem Unwetter und jedem Sturme wehren,

die uns die wahre Kraft der Liebe lehren.

Dieses Band kennt keinen Fall,

es verbindet uns all’
und wird doch nicht immer jedem gewahr.

Wir tragen mit uns und in uns, was einmal war

bei jedem Schritt, den wir gehen.

Bei all den Dingen, die uns noch bevorstehen,

tragen wir es in uns,
tief im Herzen,

trotzen und überwinden die Schmerzen,

denn innerlich reichen wir uns die Hand

und es wird nie vergehen, was uns einst verband,

weil es uns immer noch verbindet

und die Erinnerung niemals schwindet,

sondern in der Liebe selbst stets weiterlebt

und in unseren Herzen weiterschlägt.

Bei jedem Atemzug und jedem Schritt

nehmen wir die Fortgegangenen mit.

Gina Laventura © 2013

#tbt Große Liebe, kleines Herz

#tbt
Heute mal ein Gedicht noch aus Schulzeiten.


Photo, Editing & MUA: J.|B.|P.

Große Liebe, kleines Herz

Große Liebe
kleines Herz
kleine Gesten
großer Schmerz.
Der großen Liebe
kleiner Gesten,
die zuletzt das Herz verpesten,
zu großer Schmerz
für das kleine Herz.
Das kleine Herz,
das so groß liebt,
für dessen Schmerz
es keine Gesten gibt.
Kleine Gesten
werden zu großem Schmerz,
die große Liebe
zerreißt das kleine Herz.
Große Liebe,
die in kleinen Gesten versinkt
bis zuletzt das kleine Herz
in großem Schmerz ertrinkt.

Gina Laventura © 2006

Ruhrpottliebe

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Ich habe meiner Freundin versprochen bei dem Relaunch meines Blogs dieses Gedicht zu posten.
Der Hintergrund: Sie ging weit weg zum Arbeiten und dieses Gedicht war ein Abschiedsgeschenk, damit sie uns nicht vergisst.
Es hängt noch heute in ihrem Wohnzimmer.

Ruhrpottliebe

Wir atmen Dunst,
Kohle fließt durch unsere Adern,
das Leben ist Kunst,
keine Zeit zu hadern.
Keiner kann uns unserer Träume berauben,
denn dort, wo Sonne, Mond und Sterne verstauben,
tief im Westen, da sind wir daheim,
egal wo wir uns befinden, so wird es immer sein,
zumindest im Herzen.
Wir trotzen den Stürmen,
überwinden die Schmerzen,
stellen uns den Gezeiten
um unseren Horizont zu weiten,
bezähmen die Gischt,
denn da, wo Krupp klackert und zischt,
kennen wir die Felder und den Asphalt,
wo das Dröhnen der Industrie in unserem Brustkorb widerhallt,
fühlen wir uns zu Haus.
Wir gehen in die weite Welt hinaus,
doch Heimat ist, wo Liebe ist
und unsere Liebe ist bei dir,
wo immer du bist.

Gina Laventura © 2013