#writerswednesday: Happy New Year! 2020

© Thorsten Marquardt, VG Bild-Kunst, Bonn 2019 – full text at end of post –

My dears,

I wish you all a Happy New Year!

A new decade is lying ahead
and I hope we use it to spread
ideas and inspiration
reflection and some contemplation
breathe it in and smile some more
set the sails and move from shore
into the great wide sea
to grow, become and be
what and who we are meant to be.

It’s exactly collaborations like these that make my heart jump and be even more passionate about art.
There are these moments where you’re having a really nice and interesting conversation and then, when continuing the exchange via email, something great is forming itself.
Thanks to Thorsten Marquardt, who sent me this picture, which gave me – in connection to our conversation – the inspiration for this poem and thanks to his efforts it now looks the way it does, as he put the text around the picture.
I truly appreciate the exchange with others, as I always say
Inspiration through Communication
And this is proof that it works.

Thanks to everyone who worked with me in 2019, who gave me insights, impulses, feedback.
Nothing of it goes unnoticed.

I thank all the people I was allowed to meet on my way and to collaborate with from the depth of my heart.
2019 taught me a lot. About goodbyes and hellos, about exchange, about nurturing, needs vs wants, about people, life and art. And so much more.
Not only do I thank all the people, who made the year so insightful and meaningful as it was, but I also thank the year itself for having been such a good teacher.

To all of you reading this: I wish you all the best for the new year, the new decade, I hope you had time to reflect on the past, be in and enjoy the present and look into the future with a hopeful heart and determined mind.

The sails are set
and I bet
the wind is soon to come
to move ahead and move along
into a wider space
from place to place
and home once more
into the water and back to shore
ever moving
ever growing
as life itself
a water flowing

© Gina Laventura, 2019

© Thorsten Marquardt, VG Bild-Kunst, Bonn 2019

poetry, passion and perseverance
let us endure the loss of what once
was our home, our harbour, we were safe
the slight remembrance
and subtle memory, we take to our grave
written in our bones, our chest, our breath,
the idea of paradise after death,
the holy land
after the end,
giving hope, but causing pain,
so we write and love again and again,
to go back
but we lose track
and for the apple we reach
although they teach
us to withstand temptation
but in secret contemplation
we are all half sinners, half saints
and the idea of paradise
faints
and lives only in hopes and dreams and memory
and in art we see
what once
was our home, our harbour, we were safe.
persevered through poetry, passion and prose
and from the grave
they rose
into the holy land.
a longing, a dream, a missing
that will barely end.

© Gina Laventura, 2019

#socialsaturday: Rückblick, Rückzug & Raum für Neues

Read in English

#socialsaturday: Rückblick, Rückzug & Raum für Neues

Hey, meine Lieben,

ich weiß nicht, wie es euch geht, aber wenn ich 2019 Revue passieren lasse, denke ich Wow, was ein Jahr!
Es gab Zeiten, da hab ich mir eine Liste mit Vorsätzen für das neue Jahr gemacht, nachdem ich das alte habe nochmal Revue passieren lassen.
Was im Endeffekt nur dazu führte, dass ich das neue Jahr direkt mit zusätzlichem Druck gestartet habe, anstatt ihn loszulassen.
Deswegen bin ich irgendwann dazu übergegangen, Wünsche und Visionen für das nächste Jahr zu formulieren und diese vor meinem inneren Auge zu visualisieren.

Aber zunächst erweise ich dem vergangenen, zum Ende kommenden Jahr die Ehre, die ihm gebührt und denke nach und reflektiere.
Fasse nochmal alles zusammen, gehe nochmal durch die Höhen und Tiefen und schaue, was ich gelernt habe und was noch zu lernen bleibt.
Erst dann geh ich zum Visualisieren für das nächste Jahr über.
Ohne Druck.

Für manche ist es der nächste große Karrieresprung, für manche ist es Familie gründen und Haus bauen, für wieder andere ist es mehr Sport machen, Mama öfter anrufen und für sehr viele ist es, mehr Zeit für sich zu nehmen.
Und das ist genau das, wozu ich mich als Übergang vom alten ins neue Jahr entschlossen habe.
Deswegen werde ich den Jahreswechsel an einem Ort verbringen, den ich unbeschreiblich liebe: Am Meer.
Nur ich und ein paar salzige Spritzer des kalten Nordseewassers, um wegzuwaschen, was weggewaschen gehört und den Weg für ein neues Jahr zu kehren.

Ich hab keine Ahnung, wie es sich anfühlen wird, vielleicht find ich’s blöd, vielleicht find ich’s klasse.
Aber heutzutage reden auf allen Social-Media-Kanälen so viele von Selbstliebe und sogar Felix Jaehn singt davon die Love erstmal on sich selbst zu putten, dass ich mich gefragt hab, warum nicht alleine reisen und das Ende des alten und den Beginn des neuen Jahres mit der Person verbringen und feiern, die immer da war, da ist, da sein wird? Immer, den ganzen Tag, jeden Tag.
Sie an der Hand nehmen, ihr zuhören, die Wünsche, Träume, Hoffnungen, das was gebraucht wird, die Sehnsüchte, Gedanken, alles. Und ihr versprechen, dass man sie in alledem unterstützen wird.

Manche sagen, es sei mutig. Andere sagen, sie könnten das nie.
Wisst ihr was? Ich glaube, dass ihr es könnt. Wenn ihr es wirklich wollt.
Ich glaube, wenn ihr das “kann nicht” beiseite schiebt, dann seid ihr wirklich erstaunt, wie sehr ihr könnt, wie groß euer Potential ist, wie fähig ihr seid.

Und seien wir mal ehrlich: Es ist so einfach, heutzutage alleine und doch nicht alleine zu sein, einfach, indem man ständig auf sein Handy schaut.
Und es ist auch einfach “allein zu reisen”, wenn man im Endeffekt nur alleine reist, aber an einen Ort, an dem man jemanden kennt.
Wenn ich davon spreche allein zu reisen, meine ich tatsächlich an einen Ort zu reisen, an dem ihr für euch seid, mit euch selbst.
Natürlich sollt ihr euer Telefon nicht direkt wegschmeißen, bitte informiert jemanden, dass ihr gut und sicher angekommen seid! Aber vielleicht könnt ihr die Zeit am Handy reduzieren und nur zu bestimmten Zeiten erreichbar sein oder wenn ihr meint unbedingt diesen tollen Sonnenuntergang teilen zu müssen, dann tut das, aber wisst ihr was? Eure Story bleibt 24 Stunden bestehen, daher ist es vollkommen in Ordnung, die ganzen Likes und Kommentare erst nach 18 Stunden durchzugucken und darauf zu reagieren.
Das ist okay.

Wie wollt ihr Zeit für euch finden, wenn ständig jemand die Tür aufreisst und euch zuquatscht?! Und das auch noch mit Einladung, weil ihr quasi virtuell ein Schild an die Tür gehangen habt mit der Aufschrift “Kommt ruhig rein, ihr müsst noch nicht mal klopfen!” ?!
Ich red nicht von “Digital Detox”, aber ich rede auch nicht von “Zeit für sich”, die dann im Endeffekt aus 100 Selfies und 10 Essensbildern pro Tag besteht.
Ich denke, ihr versteht mich.

Alles, was ich sagen will ist: Es liegt Schönheit im Alleinsein.
Und bitte, alleine heißt nicht einsam, okay!
Und selbst wenn, wisst ihr was? Einsamkeit auszuhalten und zu ertragen, kann auch Stärke bedeuten.
Etwas beruhigendes im Alleinsein, in der Einsamkeit zu finden oder auch aus purer Katharsis in Tränen auszubrechen, kann euch viel über euch selbst lehren.
Ich weiß, ich weiß, ich sorge nicht grad dafür, dass alleine reisen attraktiv wirkt, oder? Tut mir leid.
Aber glaubt mir, das ist es!

In einer hektischen Welt wie der heutigen, in der “Ich bin beschäftigt”, “Ich hab zu tun”, “Ich habe keine Zeit” die am meisten gesagten Sätze zu sein scheinen, ist es wichtig sich daran zu erinnern, dass wir nie Zeit haben werden, außer wir nehmen sie uns.
Und wenn diese “Zeit für sich” ihrem Namen entsprechen und ihren Sinn erfüllen soll, dann sollten wir uns auch diese Zeit für uns nehmen.
Mit uns selbst Hand in Hand spazieren, mit uns reden, uns zuhören und all das in die Arme schließen, was wir eventuell vorfinden. Ja, das Schöne, das Hässliche, das Unperfekte, die Sehnsüchte, Wünsche, Träume, Hoffnungen, die Macken, die Eigenarten, das Wollen, das Verlangen, die Motivation, den Ehrgeiz, den Schmerz, die Freude, den Spaß, das Bekloppte. Alles.
Denn wir sind alle mehr als ein Adjektiv.
Und was wir alles sind, werden wir nie herausfinden, wenn wir uns nicht endlich die Zeit nehmen, die wir ja nie haben.

Was immer ihr euch für den Jahreswechsel vorgenommen habt, ich hoffe, ihr nehmt euch etwas Zeit, um über 2019 zu reflektieren und eure Wünsche für 2020 gen Himmel zu schicken ohne euch selbst unter Druck zu setzen und dass ihr sicher und gesund in der neuen Dekade ankommt, die so viel zu bieten hat.

Auf bald, meine Lieben.

ganz viel Liebe

xx

#socialsaturday: Reflections & Resolutions

Auf Deutsch lesen

#socialsaturday: Reflections & Resolutions

Hey my dears,

I don’t know about you, but reflecting on 2019 makes me go phew, what a year!
There was a time when I’d make new year resolutions after reflecting on the year that was coming to an end.
Which in turn just meant starting the new year with additional pressure instead of letting go of the pressure of the past year.
So, I turned to having wishes and visualising them.

But first, I’d do the past year justice and reflect upon it.
Sum it up, go through the ups and downs, see what I learned and what I can still learn.
Then I turn to visualising my wishes for the new year.
Without pressure.

For some it’s the next big career step, for others it’s building a home and family, for others it’s doing more sports, calling mum more often, and for many it’s taking more time for themselves.
And that’s exactly what I decided on to bridge the old and the new year.
Thus, I decided to spend New Year’s Eve all on my own in a place that I love: close to the sea.
Just me, myself and some salty splashes of water, to wash away what needs to be washed away in order to clear the path for a new year.

I have no idea how it’s going to feel, maybe I’ll hate it, maybe I’ll love it.
But as nowadays so many people on social media are talking about self-love and even Felix Jaehn sings about putting love on yourself first, why not travel alone and end the old and start the new year with the one person that was, is and will be with you each day, every day?
Take them by the hand, listen to them, their wishes, their needs, their desires, hopes, dreams. And promise them that you’re going to support them in their endeavours.

I know, many think it’s brave, some say they could never do that.
You know what? I do believe you can do it, if you really want to. I do believe, if you set the “can’t” aside, you’d be astonished by all your capabilities and abilities.

And let’s be honest, today it’s so easy to go somewhere alone and still not be alone, just by being glued to your phone.
And it’s also easy to “travel” alone to a place where you know people.
When I talk travelling alone, I really mean travelling somewhere where you are on your own, for your own.
Of course, you shouldn’t throw your phone away, you should tell someone that you arrived safe and sound. But maybe reduce it to certain hours where you’re available or if you feel like sharing a beautiful sunset, do so, but you know, your story will be available for 24 hours, so just check the likes and reactions 18 hours later, that’s fine.

How are you gonna make and take time for yourself if always someone is slamming the door open and talking to you? And even by invitation because you just posted a sign saying “come on in, you don’t even need to knock”!
No, I’m not talking “digital detox”, but neither am I talking “me-time” which consists of 100 selfies and 10 food porn photos a day.
I think you get me.

All I’m saying is: There lies beauty in spending time alone. In solitude.
And mind you, solitude is not the same as loneliness!
Even if, you know what? Bearing loneliness can be an indicator for power. Finding a soothing beauty in solitude and even cathartically crying can show you a lot about yourself.
I know, I know, I don’t make travelling alone sound really sexy, I’m sorry.
But believe me, it is!

In a hectic world, where “I’m busy” and “I don’t have time” seem to be the most frequently used expressions, I think it’s important to remember that we will never have the time, unless we take it.
And if this “me-time” should serve its purpose, then we should take that time for ourselves. Taking walks with ourselves, listening to ourselves, and embrace everything we might encounter. Yes, the good, the bad, the ugly, the imperfect, the desires, the flaws, the longing, the wishes, the dreams, the ambition, the hurt, the pain, the joy, the fun, the goofy, the ridiculous. All of it.
Cause we are all more than one thing.
But we will never find out, if we never take the time we never seem to have.

Whatever you have planned for New Year’s Eve, I hope you take some time to reflect on 2019, visualise your dreams and wishes for 2020 without putting pressure on yourself and that you make it safe and sound into a new decade that holds so much in store for you.

So long, my dears

loads of love

xx

#freelancefriday: Organisation & Zeitmanagement

Read in English

#freelancefreitag: Organisation & Zeitmanagement

Hey meine Lieben,

wie im letzten Video auf meinem Balkon versprochen, hier der nächste #freelancefriday.
Heute auf dem Menü: Als Vorspeise ein paar Anmerkungen zu Organisation im Allgemeinen, besonders als Freiberufler, die Hauptspeise besteht aus hilfreichen Werkzeugen und Methoden, um organisiert zu bleiben und als Nachtisch werden ein paar empfohlene Produkte und Techniken serviert.

Hier nun die Vorspeise

Ich denke, wir können uns alle darauf einigen, dass in einer hektischen, beschäftigten Welt Organisation und Zeitmanagement als Vorteile daherkommen, oder?
Ganz besonders dann, wenn ihr Freiberufler, Selbstständige seid und ihr nicht unbedingt geregelte Arbeitszeiten habt und von 8 bis 16 Uhr auf der Arbeit sein müsst.
Was extrem cool und chillig für manche klingt, ist ehrlich gesagt so manches Mal eine extreme Herausforderung, denn niemand wird euch drängen, bis die Deadlines drängen, daher ist es notwendig, sich selbst zu disziplinieren.
Und jeder von euch, der schon mal versucht hat seinen Tagesablauf oder seine tägliche Routine zu verändern, sei es nun mehr Sport oder eine Morgenmeditation, der weiß, wie schwer es ist neue Gewohnheiten zu etablieren und vor allem: sie beizubehalten.

Lasst mich euch direkt sagen: Ich bin ziemlich weit davon entfernt mich als Organisations- und Zeitmanagementexperte zu bezeichnen, ich hab genau solche Schwierigkeiten wie ihr und hadere. Allerdings glücklicherweise nicht mehr tagtäglich. Aber wir sitzen hier gemeinsam in demselben Boot, also lasst uns das Ding gemeinsam schaukeln und uns mit Ratschlägen zur Seite stehen. Ich mache mal den Anfang.

Ändert eure Haltung gegenüber organisatorischen Fähigkeiten

Es gibt verschiedene Einstellungen gegenüber organisierten Handlungsweisen, lasst uns mal einen näheren Blick drauf werfen.
a) “Ich brauche keine Ordnung, das Genie beherrscht das Chaos!” – Ah, ja, okay, wie lange brauchst du nochmal genau, um dein Telefon inklusive Ladekabel, dein Portemonnaie, deine Schlüssel zu finden und wo genau hebst du nochmal die Formulare auf, die du noch ausfüllen und an die Behörden schicken musst? Ah, verstanden… (nebenbei: Die Briefumschläge befinden sich im Schubladenelement, zweite Schublade von unten, keine Ursache)

b) “Ich bewundere Leute, die so organisiert sind und so wirken, als hätten sie einen Plan. Ich glaub, das könnte ich nie.” – Warum denkst du so? Hast du es jemals probiert? Also ernsthaft probiert? Ich bewundere auch die Leute, die jeden Tag Yoga machen und meditieren und all sowas, aber anstatt mir einzureden, dass ich das nicht kann, versuche ich es so oft wie möglich. Denn je öfter man übt, desto besser wird man und es wird einfacher, diese Gewohnheiten anzuwenden und ihnen zu folgen. Also versuch es doch mal, ein organisierter Tag, der nächste ein Chaos, der nächste ein absolutes Chaos, der darauf folgende etwas organisierter, der dann kommende wieder organisiert, versuch es einfach!

c) “Ich hab das Gefühl, Organisation schränkt meine Flexibilität und Kreativität ein.” – Also, zunächst ein Mal ist das Image des chaotischen Kreativen, der keinerlei organisatorische oder planerische Fähigkeiten hat längst überholt, also halten wir uns damit nicht auf, okay? Ich verstehe den Teil mit der Flexibilität, aber wisst ihr was? Man kann sogar Flexibilität planen. Waaaaas? Ja, dazu kommen wir beim Hauptgang, bleibt dran. Und im Übrigen bedeutet organisiert sein nicht, so durchgeregelt wie Kant zu werden, der einem strikten Zeitplan inklusive x Minuten fürs Frühstück und y Minuten für den Spaziergang folgte und dessen Tagesablauf einem Zugfahrplan glich, okay? (und wann funktionieren die Zugabfahrten Bitteschön schon nach Plan, hm?)

So, ich gebe euch mal einen Moment zum Schlucken und Verdauen.
Fertig?
Okay, ich präsentiere: Den liebevoll angerichteten Hauptgang

Werkzeuge

Kalender – elektronisch und oldschool Papierkalender
Unterschätzt niemals den Vorteil eines oldschool Werkzeugs namens Kalender!
Viele Dinge sind überholt, überarbeitet oder ersetzt durch digitale Alternativen, aber ich liebe meinen Papierkalender!
Und das aus diversen Gründen: Ein Papierkalender geht nicht plötzlich aus, wenn der Akku alle ist und spackt auch nicht ab. Außerdem hat das Mit-der-Hand-Schreiben einen Einfluss auf das haptische Gedächtnis, was die Tendenz sich an seine Termine und Aufgaben zu erinnern erhöht.
Doppelt hält besser, deshalb benutze ich sowohl meinen elektronischen Kalender auf meinem Handy (der mit dem Rechner synchronisiert) als auch die Papiervariante. Besonders das Übertragen der Termine von einem Medium ins andere hilft auch nochmal dabei, es sich zu vergegenwärtigen und im Gedächtnis abzuspeichern. Ein bisschen so wie Spickzettel, die man dann hinterher auch nicht mehr braucht, weil man sie so oft geschrieben hat, dass man es irgendwann behalten hat.

To-Do-Listen
Ich weiß, ich weiß, das klingt jetzt nach akribischen Methoden einer pedantischen Person und manche Leute sagen, dass To-Do-Listen bei ihnen nur noch mehr Druck erzeugen und es könnte sein, dass es sogar Studien gibt, die das belegen. (Naja, ich nehme an, wenn man lange genug sucht, wird man immer irgendeine Studie finden, die den eigenen Standpunkt belegt oder zerstört, aber naja)
Aber die Sache ist folgende: Wenn ich von To-Do-Listen spreche, meine ich nicht zwangsläufig Liste. Findet heraus, was für euch am besten funktioniert. Vielleicht gefällt euch eine große bunte Wolke, mit vielen kleinen Wölkchen, die die Aufgaben beinhalten, vielleicht sind es Notizzettel überall im Haus oder der Wohnung angebracht oder Erinnerungen in euren Kalender-Apps oder anderen Apps, um mal ein bisschen analog und digital zu mischen. Das könnt ihr ganz nach eurem Geschmack gestalten.
Ich persönlich mag Listen, das funktioniert für mich am besten. Auf der To-Do-Liste selbst separiere ich die Aufgaben den Feldern entsprechend, in die sie fallen, also Kreativ, Beruflich (also externe Aufträge), Privates, Diverses und markiere die Dinge, die eine Deadline haben oder in einem bestimmten Zeitraum erfüllt werden müssen und dann nehme ich einige dieser Aufgaben und schreibe sie im Kalender in die jeweilige Woche, in der ich gedenke sie zu tun.

(wenn ihr mehr darüber erfahren wollt, wie genau ich da verfahre, lohnt sich ab und an ein Blick auf den Balkon, da werd ich es euch veranschaulichen. Bringt ein Heißgetränk eurer Wahl mit und macht es euch gemütlich.)

Methoden

Treibt es bunt!
Bei Kalendern und To-Do-Listen mag ich es bunt, das sorgt direkt für etwas mehr Motivation und Spaß.
Also, beispielsweise bekommt Kreatives eine Farbe, die dieselbe sein kann, aber nicht muss, wie ich sie dann auch im Kalender verwende, elektronisch sowie analog.
Wenn ihr etwas mehr Wert auf Wiedererkennungswert legt, empfehle ich euch, immer die gleiche Farbe für ein Aufgabenfeld zu verwenden, in jedem Medium. Ich persönlich nutze zum Beispiel selten die Farbe Rot, weil es für mich immer die Farbe von Dringlichkeit und Druck verkörpert. (Ja, auch die Farbe der Liebe, aber nicht bei Aufgaben, nicht für mich.)
Deswegen tendiere ich eher dazu, gerade Aufgaben aus dem beruflichen Bereich in gedeckteren oder ruhigeren Farben, wie grün oder blau zu markieren, das macht es mir leichter, die Dinge mit Freude und Motivation zu erledigen.
Spielt mit den Farben, ihr seid da komplett frei. Es gibt kein richtig oder falsch. Experimentiert einfach.

Plant Flexibilität
Besonders wenn ihr zu Kategorie C der oben in der Vorspeise genannten Typen gehört, hier eine Nachricht für euch: To-Do-Listen und Kalender schränken euch nicht zwangsläufig in eurer Flexibilität ein.
Zu flexibel zu sein kann sogar dazu führen, dass ihr mit den Aufgaben anfangt, auf die ihr am meisten Lust habt, was wiederum dazu führt, dass ihr den Rest in Eile erledigen müsst, weil, oh diese Deadlines kommen immer so überraschend!
Also, nehmen wir mal an ihr habt vier Aufgaben, die ihr erledigen müsst, die aber keine fixen Termine sind:
An eurer Website arbeiten
Hausputz
Drei Kunden anrufen
Eine Präsentation für ein Event vorbereiten
Nehmen wir weiterhin an, ihr wollt eure Wochenenden frei haben und habt noch fixe Termine, beruflich oder privat; das gibt euch fünf Tage diese Aufgaben herumzujonglieren.
Klassischerweise würden wir diese Aufgaben nun nach ihrer Dringlichkeit in Stufe A, B, C unterteilen, aber darauf liegt gerade nicht unser Fokus. Also, ja, bitte fangt mit den dringenden Dingen zuerst an. (Wenn eure Schwiegermutter morgen zu Besuch kommt, dann solltet ihr vielleicht, ganz vielleicht den Hausputz auf heute verlegen. Und mit heute meine ich jetzt!)
Nehmen wir an euer Plan war wie folgt:
Montag – Website
Dienstag – Website und Kunden anrufen
Mittwoch – Website und Präsentation
Donnerstag – Hausputz
Freitag – Website und Präsentation
Klingt schon mal gut oder? Aber nun seid ihr am Montag mehr in Redelaune und würdet es vorziehen, rauszugehen und euer Business zu bewerben anstatt allein vor dem Computer zu sitzen und an der Website zu arbeiten. Dann, um Himmels Willen, zieht die Anrufe bei den Kunden auf Montag vor und wenn ihr absolut keine Konzentration habt, dann putzt das Haus, entweder sogar während ihr telefoniert oder davor und danach.
Wenn ihr anfangt, euch selbst dafür fertigzumachen, dass ihr nicht dem originalen Plan gefolgt seid und nun sehr viel Website, Website, Präsentation, Website auf dem Tablett habt, wird euch das nicht helfen und das ist der wahre hindernde und blockierende Hemmschuh. Es ist nicht der Kalender, auch nicht die To-Do-Liste, es ist euer Umgang damit.

Verbindet Aufgaben
Einer meiner absoluten Lieblinge! Anstatt euch selbst dafür auseinanderzunehmen, dass ihr nicht den originalen Plan befolgt habt und euch nun unter Druck zu fühlen, wie wäre es mit einmal kurz durchatmen? Fragt euch: Wie kann ich die restlichen Dinge erledigt bekommen?
Viele Menschen “verlieren” Zeit oder nutzen sie ineffizient, weil sie nicht vorausplanen. Ich hör euch schon…”Aber Planung braucht auch Zeit.” Ja, tut es, aber wie viel? Ich plane meine Tage beim Duschen, bevor ich zu Bett gehe, beim ersten Kaffee am Morgen.
Also, ich muss Briefe zur Post bringen, einkaufen, einen Kunden anrufen, putzen, eine Freundin anrufen, zu einem Termin, zwei Texte für Kunden schreiben, meine eigenen kreativen Sachen vorantreiben und hätte gern noch etwas Zeit für mich.
Nun, bevor ich wie ein kopfloses Huhn von A nach B renne, mich hinterher ausgelaugt und kaputt fühle und im Endeffekt nur zwei Aufgaben von der Liste streiche, bevorzuge ich es mir vorher Gedanken zu machen. (Zudem erledige ich die meisten Dinge zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln, was generell schon mal etwas mehr Planung bedarf)
Also, wo ist mein Termin? In einem Teil der Stadt, in dem sich kein Supermarkt in der Nähe befindet. Hm okay, kann ich nicht verbinden. Oh, aber die Post ist fußläufig zu erreichen. Memo an mich selbst: Briefe mitnehmen zum Termin. Gibt es einen Supermarkt auf dem Rückweg? Oh ja, wenn ich 5 Stationen eher aussteige, gibt es dort einen Supermark. Check. Briefe mitnehmen, einen Bus eher nehmen, zur Post gehen, zum Termin gehen, mit dem Bus zum Supermarkt, einkaufen, nächsten Bus nach Hause nehmen. (Drei Fliegen mit einer Klappe, super!)
[Halt mein Bier] Briefe mitnehmen, einen Bus eher nehmen, zur Post gehen, zum Termin gehen, zum Supermarkt fahren, nächsten Bus heim nehmen, Kunden anrufen, während ich einen Tee trinke, 30 Minuten für mich nach Beenden des Anrufs nehmen, Freundin anrufen während ich putze. Bäm!
So habe ich am nächsten Tag das perfekte Umfeld zum Schreiben geschaffen, weil die meisten Ablenkungen eliminiert wurden und bequem in einem frischen und ordentlichen Arbeitsumfeld zu sitzen ist ein großartiger Start in einen produktiven Tag. Zumindest für mich. Ich kann aufstehen, duschen, etwas Zeit für mich nehmen und meinen Tag beginnen. Einen Kunden gestern nicht erreicht? Okay, versuch ich heute.
Das ist natürlich nur ein kurzer schneller Abriss wie das Verbinden von Aufgaben sinnvoll und hilfreich sein kann. Es funktioniert nicht immer und ist nicht immer möglich, aber es ist öfter möglich als ihr vielleicht denkt. Und ich höre euch schon wieder: “Aber das klingt nach einem stressigen Tag, nach dem du dich erstmal am nächsten ausruhen muss.” Naja, nochmal, es ist eine Frage der Einstellung. Ich höre meistens meine Lieblingsmusik während ich Dinge erledige. Ich denke an meine kreativen Ideen während ich zum Bus laufe oder beobachte einfach meine Umgebung und sauge die Schönheit des Moments in mich auf. Außerdem weiß ich, wie ich mich fühlen werde, wenn ich einiges erledigt habe und das ist oftmals genug Motivation für mich, es zumindest zu versuchen.

Nun zur Nachspeise
Werkzeuge, Produkte, Apps*

Es gibt wirklich einige hilfreiche Werkzeuge und jetzt, wo wir schon so viel über Kalender und To-Do-Listen geredet haben, würde ich euch gern ein paar vorstellen, die ich selbst benutzt habe, benutze oder von denen ich gehört hab, dass sie sehr gut sein sollen.
Zuerst solltet ihr natürlich herausfinden, was euch liegt. Es gibt Millionen Kalender, Journals und Produkte da draußen.
Ihr könnt etwas Klassisches wie den Filofax wählen oder falls ihr euer Jahr mit mehr Achtsamkeit beginnen wollt, empfiehlt sich auch ein Kalender von Ein Guter Plan. Den habe ich selbst zwei Jahre benutzt.
Ich persönlich bin vom klassischen Filofax zu den für Filofax geeigneten Einlagen von weekview gewechselt, die wunderbar in meinen Leder-Filofax passen. Mir gefällt die Struktur sehr gut, mit Quartalszielen und einer Woche auf einer Seite und einer To-Do-Liste für die Woche auf der anderen. Außerdem finde ich es schön, dass es für jede Woche ein Zitat gibt.
Meine normale To-Do-Liste schreibe ich meist auf ein großes DIN-A4-Blatt. Das ist dann meine generelle Liste, von der ich Aufgaben auswähle und sie mir auf die To-Do-Liste für die entsprechende Woche in den Kalender eintrage.
Wie gesagt, ich werde nochmal einen kleinen Schnack darüber auf dem Balkon halten.

Bei Apps muss ich sagen, dass ich da nicht sonderlich extravagant bin. Ich benutze die normale Kalender-App auf meinem Telefon und manchmal benutze ich To-Do-Lists oder Wunderlist.
Allerdings habe ich von erfolgreichen Projektmanagern und anderen Selbstständigen, die in mehrere große Projekte involviert sind, gehört, dass Busy-Cal eine der besten Apps sein soll, die auf allen Geräten synchronisiert. Außerdem soll sie detaillierter sein, man kann To-Do-Listen erstellen, Zusatzinformationen zu Meetings und sogar unterschiedliche Zeitzonen bei Reisen eintragen. Es ist eine relativ teure App, aber wenn euer Geschäft auf präzisem Zeitmanagement, Planung und Dokumentation beruht, soll dies eine der besten Optionen sein.

So, meine Lieben, ich hoffe das Menü von heute war nach eurem Geschmack.
Wenn ihr Rückmeldungen an den Koch habt, werden diese gern unten in den Kommentaren, per E-Mail oder DM entgegengenommen.
Habt ihr Empfehlungen für Werkzeuge, Methoden, Produkte, Apps, die euch dabei unterstützen und helfen organisiert zu bleiben und eure Zeit gut zu nutzen?
Für ein bisschen Naschen später, nachdem ihr alles verdaut habt: Die Snacks werden auf dem Balkon kredenzt. 😉

Auf bald, meine Lieben.

Passt auf euch auf

xx

*diese Links sind keine Affiliate-Links, ich bekomme weder Geld noch andere Kompensation

#freelancefriday: Organisation & Time Management

Auf Deutsch lesen

#freelancefreitag: Organisation & Time Management

Hey my dears,

as promised in the latest video on my balcony, here the next #freelancefriday.
Today’s serving: As an entrée some notes on organisation in general, but especially as a freelancer, the main dish being helpful tools and methods that I use to stay organised and to schedule my time, and the desert consists of recommended products and techniques in a nutshell.

So, the entrée

I think we can all agree that in a hectic, busy world, being organised and scheduling your time well, can be of immense advantage, right?
Even more so when you are freelancer and you don’t necessarily have fixed working times and don’t have to be at work from 9 to 5.
What sounds extremely cool and relaxed for some is actually a hard challenge, because no one will be pushing you until the deadlines push, so you have to discipline yourself.
And whoever tried to change their daily routines, be it including more sports or a morning meditation, knows how difficult it can be to establish good habits and moreover: to keep them.

Let me tell you directly: I’m far from being an expert in organisation and especially time management. I’m still struggling, but at least not on a daily basis anymore. But I struggle as much as you do, probably at least, and we’re in this together, so let’s help each other out and share some advice. I go first.

Shift your mindset concerning organisational skills

There are several conceptions about being organised, let’s have a look
a) “I don’t need to be organised, a genius controls the chaos!” – Erm, okay, how long does it take you to find your phone plus cable, your purse, your keys and where exactly do you store the papers you have to fill out and send to administration? ah, understood… (btw the envelopes are in the trolley, second to last drawer, you’re welcome)

b) “I admire people who are so well organised and seem to have their shit together. I feel I can never accomplish that.” – Why do you think that? Have you ever tried? I too admire people who do yoga everyday and who meditate everyday and all these things, but instead of telling myself that I can’t do it, I try to do it as often as possible and the more you practice, the better you get and the easier it gets to implement these habits. So try it, one organised day, the next one a mess, the next one even more mess, the following one merely organised, the next one organised again, just TRY!

c) “I feel like being organised takes away my flexibility and creativity.” – Firstly, the image of the chaotic creative without any plan or organisational skills is long out-dated, let’s not deal with that, okay? I understand the flexibility part, but you know what? You can plan flexibility, too. Say wooooot? Yes, we will come to that when I serve the main dish, stay curious. And btw, being organised doesn’t mean ending up like Kant, who strictly followed a schedule including x minutes for breakfast and y minutes for taking a walk etc. and who’s day schedule looked like a train schedule. (and when do they ever work out, huh?)

Now, take some time to swallow and digest.
Ready?
Okay, let me present to you: The lovingly composed main dish

Tools

Calendars – electronic and old school paperback
Don’t underestimate the advantage and use of the old school tool called calendar.
Many things are out-dated, updated or now replaced by electronic gadgets, but I love having a good old paperback calendar.
And that is for several reasons: Your paperback calendar can’t shut down when the battery is low and doesn’t glitch. Plus, writing with your own hand has an influence on haptic memory, so the likeliness of you remembering your appointments and to-dos increases.
I tend to double back-up, so I use my electronic calendar on my phone (synchronised with my computer) and my paperback version. Especially transferring appointments from one medium to the other is a great way to store it properly in my memory. It’s a bit like writing cheat sheets that you then actually don’t need anymore, cause you wrote it so often that it’s stored in your mind.

To-Do-Lists – electronic and on paper
I know, it sounds like a meticulous method of a pedantic person, and some people say having to-do-lists just puts more pressure on them and there might even be some studies proving that right. (Well, I guess if you search long enough you’ll always find studies proving or destroying your arguments, huh)
But the thing is: When I say to-do-lists, these don’t necessarily have to be lists. Find out what works best for you, whether it’s a cloud with colourful small clouds in it that tell you what needs to be done or whether it’s sticky notes all around your house or reminders in your calendar or other app, to mix some paper with digital options. It’s up to you. I personally like lists, they work best for me and I separate the to-dos according to the branch they fall into, so creative, professional (meaning external job bookings), private, diverse with marked tasks if they have a deadline or a certain time span in which they have to be done.

(to find out more about how I combine to-do-lists and calendar, have a look at my balcony once in a while, I’ll show you there. Bring a hot beverage of your choice and make yourself comfortable.)

Methods

Keep it colourful
When it comes to calendars and to-do-lists, I like to keep it colourful, which adds a little more fun to it.
So, creative would have a colour on the to-do-list, which could or could not be the same colour in my paper and electronic calendar.
If you’re a little bit more for recognisability, I recommend you try to use the same colours in every medium. I personally for instance rarely ever use read, because it is the colour of urgency and pressure and correction, you know. (Yes, of love, too, but c’mon, not concerning tasks, not for me) So, I’d even tend to mark things like professional work, external bookings in a soothing colour, to lift up my spirit when I look at the next task that needs to be done.
Play with colour, you’re free. There is no right and wrong. Experiment.

Plan flexibility
Especially if you belong to category c from the entrée, here’s the thing: To-do-lists and calendars don’t necessarily take away your flexibility.
Being too flexible might even cause you to start off with the tasks you like most, ending up doing the rest in a hurry, because oooooh these deadlines come so surprisingly.
So, let’s say you schedule four tasks, which are not fix appointments:
Working on your website
Cleaning the house
Calling three clients
Preparing a presentation for an event
Now, let’s say you want to keep your weekend free, you have other fix appointments, professional or private, that gives you five days to juggle these tasks around.
Classic would be to divide it into first, second and third priority, but that’s not the focus right now, but of course, please try to fulfil the urgent tasks first. (If your mother in law is going to visit tomorrow, maybe, just maybe it’s a good idea to clean the house today, and with today I mean: Start now!)
Let’s say your original plan was:
Monday – Website
Tuesday – Website and calling clients
Wednesday – Website and Presentation
Thursday – Cleaning the house
Friday – Website and Presentation
Sounds good right? But now you end up being in a more talkative mood on the Monday and you’d prefer to go out and market your business instead of sitting alone in front of your computer all day, working on the website. Guess what, swap the client calling to Monday and if you have no concentration whatsoever, clean the house, too, either while being on the phone or before and after.
If you end up ripping yourself apart because you didn’t follow your original plan and now you have to do a lot of website, website, presentation, website from Wednesday to Friday, it won’t help you at all, and that’s the real blocker and the real pressure point. It’s not the calendar, nor the to-do-list, it’s how you deal with it and your attitude towards it.

Combine tasks
One of my favourites! Instead of hating on yourself for not having followed the original plan and now feeling a bit of pressure on how to get the rest fulfilled, let’s breathe for a moment and ask ourselves: How can we get these things done?
Many people “lose” time or use it inefficiently, just by not planning ahead. I hear you..”But planning takes time, too.” Yes, it does, but how much? I plan my days and logical ways for combining tasks while I’m showering, before I go to bed, while I’m drinking my first coffee in the morning.
So, I need to bring letters to the post office, do grocery shopping, call a client, clean the house, call my friend, go to an appointment, write two texts for clients, write my own creative stuff and maybe have some me-time.
Now, before I run from A to B like a headless chicken, feel exhausted at the end of the day and only tick off two tasks, I like to think in advance.
(Plus, I do most of all things by feet and public transport, so some planning serves well, you know.)
So, where’s my appointment? In a part of the city that’s not near supermarkets. Hm, okay, can’t combine these. Oh, but the post office is in walking distance. Note to self: Take letters with you to appointment. Is there a supermarket on my way back? Oh yeah, when I hop off the bus 5 stations earlier there’s a supermarket. Check. Take letters with you, take a bus earlier, go to post office, go to appointment, go to supermarket, take next bus home. (Three things done in one go, beat that!)
[hold my beer] Take letters, take one bus earlier, go to post office, go to appointment, go to supermarket, next bus home, call clients while having a cup of me-time-tea, take 30 minutes for myself after finishing calls, calling friend while cleaning the house. Bam! – drops the mic –
Now I have the next day the perfect setting to focus on writing, because most distractions are eliminated and sitting comfortably in a freshly cleaned environment is a good kick off to be productive. At least for me. I can get up, shower, take some time for myself and then start my day. Didn’t reach one of the clients yesterday? Okay, gonna try today.
This is just a quick n dirty example of how combining tasks can help. It’s not always possible, but it is more often than you think. And I hear you again: “But that sounds like one stressful day that you have to recover from the next.” Well, again, it’s about attitude. I tend to listen to some of my favourite music while running errands, I’m thinking about my creative ideas while walking to the bus or I just observe and take in the beauty of the moment while walking the streets, and knowing how I’m gonna feel after such a productive day makes it worth trying, you know.

Now, for the dessert
Tools, products, apps*

There are some helpful tools and having talked about calendars and to-do-lists a lot now, I’d like to share some products and apps that I use and used or heard of as being good.
My recommendation is that you find out what you prefer. There are a million calendars, journals and products out there.
You can use a classic one like those from Filofax, or if you aim to start your year with more awareness, there are journals and calendars including more of that, on the German market Ein Guter Plan being the one I used for two years.
I personally switched over from classic filofax format to using the inlays from weekview, that fit into my leather filofax. The structure with quarter plans and one week a page plus one page to-do-list for the according week is my preferred choice and works well for me. Plus, I really like that you have a quote for every week.
My normal to-do-lists I just write on a big sheet of paper and I tend to use that as my general to-do-list of all the tasks that have to be done, marking those that have a deadline, and choosing some of them to put them in my filofax for the week I plan to do them.
To get a more detailed insight into how I do that, I invite you to join me on the balcony.

When it comes to apps, I have to say, I’m not that extravagant when it comes to this, I use the normal calendar app and sometimes I’d use To-Do-Lists or Wunderlist.
But I heard from successful project managers and other freelancers involved in several big projects that BusyCal is the go to app that also synchronises on all your devices, because it is more detailed, you can include to-do-lists, type in additional information about meetings and even choose different time zones when you travel. It’s rather expensive, but if your business relies on precise scheduling and recording and tracking, it’s said to be one of the best options.

So, my dears, I hope today’s menu was to your taste.
If you have any remarks for the cook, feel free to use the comment section, email or DM.
Do you have any recommendations on tools, methods, products, apps that help you to stay organised and manage your time well?
For a little nibbling after you digested everything: There will be a snack on the balcony. 😉

So long, my dears.

Take care

xx


*none of these links are affiliated links, I don’t receive any money or other compensation for sharing these

#writerswednesday: Inspirationen, Musen und Impulse

Read in English

#writerswednesday: inspirationen, musen und impulse

Hey, meine Lieben,

eine der Fragen, die mir oft gestellt werden, ist folgende:
“Was inspiriert dich?”
oder auch
“Wo findest du Inspiration, wenn du dich absolut nicht kreativ fühlst?”

Dem Klischee folgend, müsste ich nun sagen: Ich finde in allem Inspiration, die Welt ist voller Wunder, wenn du nur die Augen öffnest.

Und auch wenn da eine tiefe Wahrheit drin liegt, bin ich nicht klischeehaft genug, um es einfach so, ohne weitere Informationen dabei zu belassen.
Außerdem denke ich, dass es an der Zeit ist, denjenigen Wertschätzung entgegenzubringen, die die Inspiration entzünden, die mich zum Schreiben bringt.

Also ja, dieses Leben, diese Welt bietet allerhand, aus dem man Inspiration ziehen kann, angefangen von einem frischen Wind am Morgen, der Gerüche mit sich trägt, die das Gedächtnis bewegen und dafür sorgen, dass man an einen bestimmten Menschen oder Moment aus seiner Kindheit denkt, worüber man dann reflektiert. Die Katze, die elegant aufs Sofa springt und die man beobachtet und von der man lernt. Es kann das Wetter sein, eine Blume, die Nachrichten, etwas, was man sieht, hört, berührt oder mit einem oder vielen seiner Sinne wahrnimmt.
Die Liste würde tatsächlich seeeeehr seeehr lang werden und das menschliche Gehirn ist komplex genug, um dafür zu sorgen, dass man oftmals gar nicht mehr so genau weiß, woher denn nun dieser inspirierende Impuls kam, wisst ihr.
Aber manchmal kann man auch sehr genau bestimmen, woher die Inspiration kam.
Und ich würde sagen, es gibt bestimmte Aspekte, die in mehr oder minder regelmäßigen Abständen die kreativen Ecken des Gehirns durchströmen.
Unter anderem:
* Menschen
* aufgeschnappte Gespräche und Gesprächsfetzen
* Emotionen
* Umgebungen
* gesellschaftliche Beobachtungen

Gehen wir der Reihe nach vor: Menschen

Es gibt Menschen, die mit ihrer Weltanschauung, Einstellung, ihrer physischen Präsenz und ihrer Aura einfach dafür sorgen, dass man abrupt alles stehen und liegen lässt, was man gerade tut und die einen in eine Sphäre voller Ideen und Kreativität ziehen. Man will einfach nur zuhören, beobachten, ja man will sie einatmen, ein Stück davon sich einverleiben, diese Energie verschlingen.
Es gibt diese Ansicht, Kreative seien wie Vampire, die die kreative Energie aus ihrer Umgebung und den Menschen saugen.
Oder diese Pullis mit dem Aufdruck “Vorsicht, du könntest in meinem Roman landen” (Ich gestehe: Ich wollte immer einen davon haben, haha)
Und es ist tatsächlich nicht zu weit hergeholt, dass wir oft aus dem Zusammentreffen und dem Austausch mit anderen Inspiration ziehen.
Was mir an dieser Vampir-Idee missfällt, ist der Eindruck, dass wir die anderen etwas berauben würden, ihnen etwas wegnehmen würden. Also ja, tun wir, irgendwie, aber ich persönlich versuche zu vermeiden, einen leeren Tisch zu hinterlassen. Deswegen bemühe ich mich immer sicherzustellen, dass ich genügend selbst mitbringe, damit es ein fruchtvoller und beidseitig inspirierender Austausch für beide Parteien wird.
Ich möchte diesen Moment hier gern nutzen, um meine Dankbarkeit gegenüber den Menschen auszudrücken, die ich treffen durfte und die meine Gedanken und mein Gemüt bewegt haben, mich zum Nachdenken brachten und dafür sorgten, dass ich in kreativer Ekstase explodierte.
Ich bin dankbar und ich will, dass ihr wisst, dass ihr etwas besonderes seid.

Kleiner Exkurs:
Oftmals gibt es zwei Typen von Menschen: Diejenigen, die denken, dass das, was sie mit an den Tisch bringen niemals für eine Inspiration reichen würde. Und jene, die denken, sie seien so inspirierend, dass man bereits ein komplettes Buch für sie verfasst haben müsse.
Lasst mich euch was sagen: An diejenigen, die denken, es reiche nicht: Wenn ein Künstler euch ein Gedicht, einen Text, ein Bild sendet, das ihr inspiriert habt oder was durch eine Interaktion mit euch erst den nötigen Zündstoff bekommen hat, wertet es nicht als Kompliment. Wertet es als Ausdruck der Wahrheit, dass ihr besonders seid, dass ihr inspiriert und dass ihr vermutlich mehr Kraft in euch tragt als euch gerade bewusst ist.
An jene, die denken, sie verströmten so viele großartige Impulse: Wenn ihr die Werke eines Künstlers, den ihr getroffen habt, anschaut, hört doch bitte auf euch ständig in jedes winzige Detail selbst hineinzulesen und für euch zu beanspruchen, ja? Das führt nur zu Frustration, wenn sich herausstellt, dass nicht ihr sondern jemand anders es war, der den Künstler zu diesem Werk inspirierte. Und wenn ihr jemals einen Künstler inspiriert, dann seid euch bitte bewusst, dass das etwas besonderes ist.
Tut mir leid, wenn ich das hier mal kurz anführen musste, aber manchmal macht mich diese Arroganz wahnsinnig. Außerdem tut sich dadurch auch eine weitere Frage auf:
Würdet ihr auch ein Werk für euch beanspruchen, wenn es hässlich, roh, rau, gemein und schmerzhaft ist?
Jeder will die Blumen und die bezaubernden Blüten der Schönheit, aber wisst ihr was? Selbst wenn ihr ein kritisches, gemeines Gedicht voller Schmerz lest, das ihr inspiriert habt, dann ist es immer noch etwas besonderes, vielleicht eine Ehre, weil ihr die Gefühle des Künstlers so sehr berühren konntet, dass er darüber geschrieben hat.
(Ich weiß, klingt seltsam, aber nehmt euch mal einen Moment Zeit, um darüber zu reflektieren)

Zurück zur Dankbarkeit: Gibt es bestimmte Menschen, zu denen man immer gehen und sicher sein kann, dass man mit neuen Ideen nach Hause geht?
Ja und Nein.
Es gibt Leute, die die Tendenz haben, einen wieder und wieder zu inspirieren. Das sind die Menschen, die ich Muse nennen würde. Und ich bin mehr als dankbar, dass ich die Chance hatte, solche Menschen zu treffen.
Nicht viele, einen bestimmten, aber es ist ein sehr wertvoller Schatz, den ich besonders schätze.
Aber ich käme nicht auf die Idee, diese Person für den reinen Zweck der Inspiration auszunutzen.
Entweder kommt es natürlich oder eben nicht.
Zumindest ist das meine Einstellung dazu. Und es hat auch mit der Verbindung zur Muse zu tun, dass man sie schätzt und respektiert, indem man sie nicht ausquetscht wie eine Zitrone.

Bedeutet das nun, dass wenn enge Freunde von mir mich nicht zu einem Gedicht oder Text inspirieren, ich sie weniger liebe?
Ganz klar: Ja, natürlich! Wozu sind sie gut, wenn sie keine Eingebungen liefern?!
Ich mache selbstverständlich nur Spaß. Natürlich sagt die Anzahl an Gedichten, die ich für, über oder an euch schreibe etwas über unsere Verbindung aus, aber es sagt nicht unbedingt etwas über die Intensität der Liebe, die ich für euch oder andere empfinde, aus.
Es gibt Millionen Gründe und Milliarden Arten jemanden zu lieben, und ja, es ist eine spezielle Verbindung, die man mit seiner Muse hat, aber nichts davon “stiehlt” die Liebe aus meinem Herzen für Leute, für die ich noch nie etwas geschrieben habe.
So wie man sagt “Die Schönheit einer anderen Frau, nimmt dir nicht deine weg” oder wie auch immer dieser Spruch im Original exakt heißt, so ist es auch mit der Inspiration.
Es gibt also keinen Grund, sich in einem Wettbewerb zu ereifern oder sich mit anderen Leute, die Werke inspiriert haben, zu vergleichen.
Da werden Prozesse in Gang gesetzt, die der Künstler selbst manchmal gar nicht im Detail beschreiben kann. Es ist. Einfach so. Es ist.
Nichtsdestotrotz sollte man es nicht als selbstverständlich hinnehmen, wenn einem ein Werk gewidmet wird, auf der anderen Seite sollte man es ebenfalls nicht persönlich nehmen, wenn es nur eins oder kein Werk gibt, das man selbst inspiriert hat.
Das bedeutet nicht, dass ihr keine Bedeutung habt und vor allem bedeutet es nicht, dass ihr nicht geliebt seid.

Es gibt diese Aussage, man kann von jedem lernen, zur Not wie man nicht sein oder es nicht machen will.
Dementsprechend kann Inspiration sowohl aus den “positiven” als auch den “negativen” Erlebnissen und Begegnungen gezogen werden.
Aber oftmals bevorzugen wir natürlich das gute und positive Gefühl des Wortes Inspiration, als dass wir die Möglichkeit in Erwägung ziehen wollen, dass Momente und Menschen, die uns nicht ein Gefühl von einem Leben voller honigsüßer Milch vermitteln, ebenfalls zu Kreativität führen können.
Aber lasst mich euch was verraten: De Profundis von Oscar Wilde wäre niemals geschrieben worden, wäre er nicht von jemandem, den er geliebt und als Partner betrachtet hat, verraten und verkauft worden.
Heißt das nun, dass wir Leiden und Schmerz suchen sollten, um ein großartiger Künstler wie Oscar zu werden?
Naja, wir könnten darüber diskutieren und ich hab dazu echt viele Gedanken, aber ich denke dazu eignet sich ein separater Post oder ein anderes Format besser.
Wollt ihr darüber reden? Also meine Antwort ist ja.

Damit dieser Post nun aber nicht zu lang wird, empfehle ich euch, mich auf meinem Balkon zu besuchen, damit wir da dieses Gespräch fortführen können.
Ich sag Bescheid, wenn der Gedankenwust dort seinen Ausdruck findet.

Wie seht ihr das? Was ist eure Meinung?
Was inspiriert euch? Was inspiriert euch an Menschen?
Könnt ihr es wirklich auf den Punkt bringen und an bestimmten Charakterzügen, Ausdrücken und Bewegungen festmachen, was euch inspiriert?
Teilt eure Gedanken mit mir in den Kommentaren.

Auf bald, meine Lieben

xx

#writerswednesday: Inspiration, Muses and Impulses

Auf Deutsch lesen

#writerswednesday: inspiration, muses and impulses

Hey my dears,

one of the frequently asked questions I get asked is:
“What inspires you?”
or
“Where do you find inspiration in a phase when you’re absolutely not creative?”

Cliché would say: I find inspiration in everything, the world is full of wonders, you just have to open your eyes.

And although there is truth to it, I’m not cliché enough to let it stand like that without any additional information.
Besides that I think it’s time to give credit to those that spark inspiration and help me write.

So, yes, this life, this world offers so much that you can draw inspiration from, starting with a fresh wind in the morning transporting smells to you that set your memory in motion and make you think about an event, a person or a moment of your childhood for instance that you then reflect upon. Your cat jumping elegantly onto the sofa and moving in a dainty way and you observing her to learn. It can be the weather, a flower, the news, something you see, hear, touch, perceive with one or many of your senses.
Yes, the list would get really really long and the human mind is complex enough that probably you yourself won’t be able to trace back each and every spark of inspiration that just lit the lamp in your head, you know.
But sometimes you can determine exactly where the inspiration came from.
And I’d say there are several elements that quite frequently touch upon the creative corners of the mind:
* people
* overheard conversations
* emotions
* surroundings
* social observations

We’ll take it step by step: People

There are people that with their worldview, their attitude, their physical appearance and presence just make you stop whatever you’re doing and draw you into a sphere full of ideas and creativity. You just want to listen, to observe, yes, you want to inhale them, take a bite, devour this energy.
There is this notion that creatives are like vampires that suck out the creative energy from people and their surroundings.
Or these sweaters that state “Careful. You may end up in my novel.” (I always wanted to have one of these tbh, haha)
And it’s not too far off to say that oftentimes we draw inspiration from the encounters we have with other people.
What I don’t like is the idea of vampire in the sense that we take away from another person. We do, kind of, but I personally try to avoid leaving the table empty, so I make sure I bring something myself, that way, an exchange and a fruitful mutually inspiring place is created for both parties.
I’d like to take this moment to express my gratitude towards the people I was allowed to encounter that moved my mind and made me think, feel and explode into creative ecstasy.
I’m grateful and I want you to know that you are special.

Little excursion:
Oftentimes there would be two kinds of people: Those that think that what they bring to the table would never inspire anyone. And those that think they are so inspiring that you should have written a whole book for them already.
Let me tell you something: To those that think they don’t bring enough, when an artist sends you a poem, a text, a picture, they created because of the fire you or the interaction with you ignited, don’t take it as a compliment. Take it as the truth that you are special, inspiring and that you harbour more power within yourself than you probably know.
To those that think they’re giving so many great impulses: When you watch the works of an artist that you encountered, stop trying to read yourself into it and claim it yours, it will only end up in frustration once they tell you that it wasn’t you but someone else who lit that idea. And if you ever inspire an artist, know that this is something special.
I’m sorry to say that, but sometimes this cockiness drives me mad and raises another question: Would you also claim the inspiration for an artwork if it was ugly, rough, hurtful, nasty?
Everybody wants the flowers and the blooming blossoms of beauty, but you know what? Even if you encounter a critical, nasty poem full of pain, that was based on you, it’s an honour, cause you moved their emotions enough to make them write about it.
(I know it sounds weird, but let that just sink in for a moment.)

Back to gratitude: Are there specific people that you can always go to and be sure that you’re gonna go home with new ideas?
Yes and no.
There are people who have the tendency to inspire you again and again. These are the ones I’d call a muse. And I’m more than grateful to have been allowed to meet people like these.
Not many, one specifically, but it’s a precious treasure that I value a lot.
But it wouldn’t make me try to exploit that person for the sheer sake of inspiration.
Either it comes naturally or it doesn’t.
At least that’s my attitude towards it. And it is also connected to valuing and honouring your muse by not squeezing them like a lemon and leaving them empty.

Now, does that mean if some of my close friends don’t inspire me, that I love them less?
Obviously, yes! What are they good for if they don’t lit a lyrical lamp?!
Just kidding, of course the amount of poems I write for, to or about you does say something about our connection, but it doesn’t necessarily say anything about the intensity of love I feel for you or about the love I feel for others.
There are a million reasons and a billion ways to love someone, and yes, it is a special connection you have with your muse, but none of it takes away the love my heart harbours for someone I’ve never written a piece for.
Just like the saying “The beauty of another woman doesn’t take away your own.” or however it goes, it’s the same with inspiration.
So there is no need to compete or to compare yourself and the amount of works someone produced for or about you to the works someone else inspired.
It’s a process set in motion that sometimes the artist themselves can’t describe in every detail. It just is.
Nevertheless, don’t take it for granted, but also, don’t feel bad if there’s is none or just one piece of art you inspired.
This doesn’t mean you have no meaning, and it surely doesn’t mean you’re not loved.

There is this saying that you can learn from anyone, even if it’s only what you don’t want or how you don’t want to be or want to behave.
So, inspiration can be drawn from “positive” encounters, as well as from “negative” encounters.
But often we’d prefer the feel good vibe of the word inspiration than reflecting upon the possibility that even moments and people that don’t makes us feel like cakes and cherry pie can lead to a spark of inspiration. We like this idea of being a positive impulse for our surroundings, and true, it’s nice. But let me tell you something: De Profundis by Oscar Wilde would have never been written, had he not been betrayed and sold by someone he loved and thought of as a partner.
Does this now mean we need to search for struggle and suffering in order to be great artists like Oscar?
Well, we could discuss that and I have many thoughts on this topic, too, but this would rather be dealt with in a separate post or in an additional format.
Would you like to talk about it? Well, my answer is yes.

Now, before this post gets too long, I recommend you join me on my balcony to continue this chat.
I’ll announce when the random rambling and prolific ponder is on.

How about you?
What inspires you? What inspires you in people?
Can you pinpoint it down and put a finger on specific traits, expressions, movements that ignite inspiration in you?

Please let me know in the comment section below.

So long, my dears.

xx

#sundaystory: Fotograf

#sundaystory: Fotograf

Für Norbert Josefsson
Die vorgegebenen Elemente waren:
a) Deutsch
b) Fotograf
c) Sonne, Tod, Theater
d) dramatisch

Es war ein heißer Tag. Die Sonne brannte unerbittlich und jeder von seiner Stirn fallende Schweißtropfen verdunstete sofort auf dem Asphalt.
Er hatte sich dazu hinreißen lassen, die Vorbereitungen für das Fest auf dem Vorplatz des Theaters fotografisch festzuhalten, damit es beworben werden konnte und hoffentlich dementsprechend viel Zulauf erhalten würde. Überredet dazu hatte ihn die nicht mehr ganz so junge, aber junggebliebene Hauptdarstellerin des neuen Stücks, das am Vorabend der Festeröffnung Premiere feierte. Raffaela war nach ihrer Ausbildung in der Gegend über Umwege und viele Serpentinen auf ihrem Lebensweg zu einer doch relativ bekannten Größe im Theater aufgestiegen und kehrte nun an ihren ersten Spielort zurück.
Er, seines Zeichens gelernter Fotograf, hatte Raffaela zu Beginn ihrer Karriere in der Umkleide eines kleinen Hinterhoftheaters kennengelernt, als er zum Zwecke der Erstellung einer Fotomappe für seine Abschlussarbeit die ungeschminkte Wahrheit portraitieren wollte. Damals noch mit einer Tasche voller Filmrollen bewaffnet und Tagen, die in der Dunkelkammer zu nächtlichen Gleichnissen verschwammen, hatte er sich mit der ausdrucks- und willensstarken Künstlerin in der Umkleide nach der Vorführung bei starkem Tee mit süßer Milch angefreundet und sie hatten noch stundenlang bis spät in die Nacht geredet.
Die daraus erwachsene Freundschaft hielt nun schon mehr als 30 Jahre an und hatte geographische Distanzen und verschiedene Lebenswege durchstanden. Auch wenn sie sich manchmal jahrelang nicht sahen, stellten sie immer sicher, sich Briefe und Postkarten zu schreiben. Noch heute, nach all den Jahren, zierten viele bunte Ansichtskarten von allen Spielstätten, die Raffaela mit ihrem Ensemble bespielt hatte, seinen Kühlschrank. Und noch heute, nach all den Jahren, befand sich auf Raffaelas schnörkelverzierter Schminkkommode eine mit Muscheln und Perlen besetzte Holzbox, in der sie all seine Briefe und Karten aufhob. Hin und wieder, während der präzise gezogene Lidstrich auf einem Auge noch trocknen musste, nahm sie willkürlich einen Brief oder eine Karte aus der Box und las mit dem geöffneten Auge die Zeilen, die sich vor ihr wie ein Band der vergangenen Jahre zu einer Perlenkette aufreihten und manches Mal musste sie schmunzeln. Weinen wäre auch undenkbar gewesen, immerhin hätte dies verheerende Auswirkungen auf das Make-up gehabt. Dann küsste sie die Karte oder den Brief mit den Lippen, auf denen sich der frisch aufgetragene und noch nicht getrocknete Lippenstift befand und legte sie zurück in die Box.
Wenn es ihnen möglich war, hatte sie seine Ausstellungen und Veranstaltungen und er sie an ihren Spielstätten besucht.
Nie ohne diese Begegnungen fotografisch festzuhalten, nie ohne starken Tee mit süßer Milch als Abschluss eines außergewöhnlichen, von Lachen erfülltem Abend.
Und nun trafen sie sich wieder. Das letzte Treffen musste mittlerweile fünf Jahre her sein, eine lange Zeit, die sich bei der Verbindung der beiden und durch den Briefkontakt jedoch nie nach einer Ewigkeit anfühlte.
Sie trafen sich vor dem Seiteneingang des Theaters, der hinunter zu den Umkleideräumen der Darsteller führte. Während er über den Vorplatz schlenderte und die sengende Sonne die Luft vor seinen Augen zum Flimmern brachte, konnte er schon ihr altbekanntes breites Lächeln ausmachen. Das einzig wahre Lächeln, das Lächeln, das anders war als jenes, das sie auf der Bühne und in Interviews und bei Fotoshootings zur Schau stellte. Das Lächeln, das er manches Mal sogar bei ihren gemeinsamen Tagen geschafft hatte fotografisch für die Ewigkeit einzufangen. Auch wenn sie es hasste und ihm drohte die Fotos zu zerreissen.
Sie empfing ihn mit einer überschwänglichen Umarmung und er drückte sie und hob sie hoch, sodass ihre Füße ein paar Zentimeter über dem Boden baumelten. Alles wie immer.
Gemeinsam stiegen sie hinab in den wohltuend kühlen Keller und steuerten ihre Umkleide an. Ihr Lachen hallte von den Wänden zurück und die Freude über das Wiedersehen erfüllte den Gang. Als sie die Umkleide betraten lief ebenfalls alles wie immer ab. Ihre Bewegungen waren zwar über die Jahre langsamer, jedoch nie weniger grazil oder elegant, geworden. Sie nahm vor dem Schminktisch Platz und legte ihr breites Haarband an, um die Strähnen aus dem Gesicht zu halten, während er sich auf einem mit Samt bezogenen Schemel niederließ und die Kamera aus der Tasche kramte.
“Danke für die Einladung, ich freue mich so dich zu sehen!”, murmelte er, während er den Akku überprüfte.
“Ach, Dummkopf, seit wann bedankst du dich denn dafür? Es war doch klar, dass ich dich einladen würde, wenn ich hierher zurückkehre.”, lachte sie.
“Ja, hier hat alles begonnen.”
“Naja, nicht genau hier, aber in dieser Stadt, da hast du Recht. Gibt es das kleine Hinterhoftheater eigentlich noch? Ich hätte zu gern dort gespielt. Um der alten Zeiten Willen, weißt du?”
“Ach nein, leider nicht, daraus haben sie vor zwei Jahren eine Bar mit angeschlossener veganer Küche oder sowas gemacht. Aber vielleicht könnten wir dort gemeinsam essen. Um der alten Zeiten Willen, weißt du?”, grinste er.
“Pah! Ich bin Italienerin! Wenn meine Mamma hören würde, dass ich ausgerechnet mit dir, ausgerechnet in dieser Stadt mein Essen in einem veganen Restaurant einnehme, ich sag dir, sie würde sich im Grab herumdrehen! Das kann ich ihr nicht antun. Dann biete mir lieber Pommes Currywurst Mayo an. Das würde sie zwar auch ärgern, aber immerhin wäre Fleisch dabei.”, empörte sie sich scherzhaft.
Endlich hatte er die Kamera einsatzbereit und fing an ein paar Probeaufnahmen zu machen und die Einstellungen den gegebenen Lichtverhältnissen anzupassen während sie ihr Gesicht mit einer dicken Schicht Feuchtigkeitscreme eincremte.
“Ich möchte, dass du dir heut besonders viel Mühe gibst, mein Lieber. Du musst alles festhalten. Das wird der Auftritt meines Lebens! Dieses Stück habe ich noch nie gespielt, es ist eine absolute Premiere!”
Er runzelte die Stirn, irgendwas lag in ihrer Stimme, das er nicht genau definieren konnte. Er schaute sie prüfend an.
Sie atmete kurz ein und setzte ein Lächeln auf.
“Na, was ist?”, lachte sie und schmierte ihm mit der Fingerspitze einen dicken Klecks Creme auf die Nase.
“Hey!”, machte er und wischte sich die Creme mit dem Handrücken ab. “Ja, natürlich! Es scheint dir ja sehr wichtig zu sein.”
“Absolut. Es ist wie gesagt eine absolute Premiere und du weißt, man hat nur ein Mal die Chance, da alles im Detail festzuhalten.”
Sie drehte sich zu ihm und nahm seine beiden Hände in die ihren. Ihr Blick wurde ernster und sie schaute ihm direkt in die Augen.
“Es bedeutet mir wirklich sehr viel, dass du heut gekommen bist und dass du derjenige bist, der die Momente der Premiere einfängt. Du musst alles festhalten. Alles! Es ist mir wirklich wichtig. Und ich weiß, dass du es verstehst.”
Überrascht über ihren plötzlichen Ernst drückte er ihre Hände ein kleines bisschen fester und versicherte ihr, dass er sich die allergrößte Mühe geben würde, die großartigen sowie die kleinen Momente des Abends einzufangen und festzuhalten.
Dann bat sie ihn, sie noch für die letzte Stunde vor der Show allein zu lassen, wie sie es immer tat, um sich komplett auf ihr Spiel vorzubereiten.
Währenddessen ging er ins Foyer und machte ein paar Detailaufnahmen und ging dann hinaus auf den Vorplatz, passte die Kameraeinstellungen wieder den Lichtverhältnissen an und dokumentierte fotografisch die immer größer werdende Schar von Menschen, die sich zusammenfand. Trotzdem fand er auch hier und da Zeit mit alten Bekannten, wie dem Kartenverkäufer Johann und der Choreographin Christina zu plauschen.
Dann war es endlich so weit und die Platzanweiser baten das Publikum auf den vorgesehenen Plätzen, errichtet aus Paletten und bestückt mit bunten Kissen Platz zu nehmen.
Er positionierte sich so, dass er die ganze Bühne, die im Eigentlichen die Stufen des Theatereingangs waren, gut im Blick hatte.
Es wurde ruhig und das Stück begann.
Durch den Sucher seiner Kamera verfolgte er das ganze Stück, hielt jedes Lachen, jeden dramatischen Moment, jeden Kuss, jede Ohrfeige und jeden Tanz fest.
Die Kostüme waren atemberaubend und das Spiel aller Darsteller überragend. Raffaela spielte als ginge es um ihre Karriere, ihre Existenz, ja ihr ganzes Dasein und Leben. Sie war überwältigend. In all den Jahren hatte sie nichts von ihrer Anmut, ihrer Eleganz, ihrem Ausdruck, ihrer Stärke eingebüßt. Das Leben hatte seine Spuren in kleinen Fältchen um die Augen- und Mundwinkel und auf der Stirn, die sie sehr gut zu kaschieren wusste und in silbernen Haarsträhnen, die nun in der Abendsonne schimmerten, hinterlassen. Aber nichts davon nahm ihr etwas von ihrer Schönheit, von ihrer Präsenz.
Dem Spannungsbogen folgend wurde auch das Spiel immer intensiver, die Fotos eindrucksvoller, das Publikum ruhiger. Man hätte eine Stecknadel auf den Pflastersteinen fallen hören können.
Mitten auf dem Höhepunkt, der Klimax, als Raffaela in ihrer Rolle die wichtigsten Worte des Stückes sprechen sollte und sich dazu dem Publikum mit einer weit ausholenden Geste zuwandte, hielten alle den Atem an. Sie fasste sich an die Brust, ihre Hand ballte sich über ihrem Herzen zu einer Faust und sie streckte die andere Hand sehnsüchtig aus.
Er lies die Kamera sinken und blickte ihr direkt in die Augen. Dann brach sie zusammen.
Unsicher, ob es sich noch um einen Teil des Stückes handelte oder nicht, blieb es stumm im Publikum. Als jedoch die Darsteller anfingen, hilfesuchend nach den Platzanweisern und dem Regisseur zu schauen, wurde allen klar: Das hier war nicht mehr Teil des Stücks. Dies war bittere Realität.
Dann ging alles fürchterlich schnell. Der Krankenwagen wurde gerufen, alle rannten wie wild durcheinander, ein Sanitäter versuchte Erste Hilfe zu leisten, Christina die Choreographin koordinierte die fassungslosen Schauspieler und wies ihnen Aufgaben zu und Johann beruhigte das Publikum.
Er stand regungslos in der hektischen Masse, unfähig sich zu bewegen. Dann erinnerte er sich an Raffaelas Worte: “Du musst alles festhalten. Alles!”
Als wenn ihn plötzlich ein Blitz durchfahren hätte, riss er die Kamera hoch und fing an, alles zu fotografieren, die Hektik, die Menschen, das Abendrot, die weinenden und unter Schock stehenden Kollegen, dann sie. Wie schön sie dalag. Regungslos und doch noch voller Leben. “Du musst alles festhalten. Alles!” Er ließ die Kamera sinken und beugte sich über sie. Selbst der Tod stand ihr gut, mit ihrem perfekt gezogenen Lidstrich, den expressiven, rot bemalten Lippen. Selbst der Tod konnte ihr nichts nehmen. Außer dem Leben.
Er hielt sie fest bis der Krankenwagen kam und die Rettungskräfte sie aus seinen Armen nahmen.
Dann Ruhe. Stille. Leere.
Alles um ihn herum nahm er nur als schemenhaft, surreal war. Er saß da. Sonst nichts.
Es mussten Stunden vergangen sein, denn es war schon dunkel, die Straßenlaternen gingen an und der Mond brach hinter den Wolken hervor.
In der Zwischenzeit waren Bühne und Sitzplätze abgebaut worden, nur Reste von Glitzer und Konfetti, Teile des Bühnenbildes, gaben den Anschein, dass etwas stattgefunden hatte.
Ein Schatten näherte sich ihm. Es war Melina, die kleine Tochter von Johann. Sie blieb vor ihm stehen und streckte ihm etwas entgegen.
Den Nebel vor den Augen durch eine Geste wegwischend besann er sich.
“Was ist das?”, fragte er.
“Die Tante Raffaela hat mir das gegeben. Es ist ein Brief. Glaube ich. Also die Tante Raffaela hat mir das gegeben und sie hat gesagt es ist ganz geheim und ich soll dir das geben, wenn das Stück vorbei ist und alle nach Hause gehen. Also, sie hat gesagt das ist ganz ganz geheim und ich darf das niemandem sagen. Hab ich auch nicht!”, sprudelte Melina los und hob zwei Finger schwörend in die Luft.
Mit regungsloser Mine nahm er den Brief entgegen und starrte das Mädchen an.
“Willst du nicht aufmachen?”, fragte sie neugierig und beugte sich dabei leicht nach vorn und scharrte mit der Fußspitze über den Boden.
“Melina? Melina! Komm jetzt, es ist spät genug, wir müssen nach Hause, Mama wartet.”, das war Johann.
“Och, man! Du, sagst du mir, was drin steht, wenn du ihn gelesen hast?”, sie sah ihn erwartungsvoll an.
“Es ist doch geheim.”, brachte er hervor.
“Hm, ja stimmt.”, sagte Melina enttäuscht, bevor sie sich aufmachte, um ihrem Vater zu folgen.
“Danke!”, rief er ihr hinterher.
Als alle gegangen waren und nur die nächste Straßenlaterne den Vorplatz in schummriges Licht tauchte, öffnete er den Brief und las:
“Mein lieber, lieber Freund,
wenn du das hier liest, habe ich die größte und schwerste Rolle meines Lebens bereits gespielt, habe abgedankt und die Bretter, die die Welt bedeuten und immer meine Welt waren, würdevoll verlassen. Da du der beste Freund bist, den ich habe und du mich verstehst, wirst du alles, ja alles eingefangen haben, so wie ich dich drum gebeten habe. Es tut mir leid, dass ich dir das zugemutet habe, aber es ging nicht anders. Es war unser letzter gemeinsamer Tanz und ich wollte, dass du so viele Erinnerungen wie nur möglich davon festhältst.
Ich danke dir für jahrzehntelange Freundschaft. Es ist jedoch Zeit, dir mehr zu sagen als ich je vermochte. Zeit blieb mir keine mehr, und ich wusste es, ich wusste, dass es eine Premiere und ein Abschied sein würde. Daher nehme ich mir nun die Zeit, all die unausgesprochenen Dinge niederzuschreiben. Denn du, ja du hast noch Zeit. Zeit, diese Zeilen zu lesen.
Amore mio,
es gibt so viel zu sagen und so vieles, das du nicht weißt. Du kennst mich lang genug, gut genug und doch hast du so manches nicht verstanden, mein liebenswerter Dummkopf.
Ich hab dich immer geliebt. Vom ersten Tag an.
Ich hab dich geliebt als du als Lehrling mit zerzaustem Haar das Interview für deine Abschlussmappe und die fotografischen Arbeiten dazu mit mir erstellt hast. Ich hab dich geliebt, als wir uns in den niederländischen Grachten auf einen Kaffee trafen, weil ich dort spielte und du deine Ausstellung dort hattest. Ich hab dich geliebt als du mir Postkarten aus Rom schriebst, einzig mit Fotos von Gebäuden darauf, weil du wusstest, wie viel mir die Architektur bedeutet. Ich hab dich geliebt bei jeder Karte, die ich dir schrieb, von jedem Spielort dieser Welt, den ich bereisen und bespielen durfte.
Ich hab dich geliebt als ich Giovanni auf Wunsch meines Vaters heiratete, nachdem er und meine Mamma mir klarmachten, dass außer einem Italiener ihnen kein Mann an meiner Seite ins Haus käme und ich auch bei all meinen Mitspielern auf der Bühne ja nicht auf die Idee kommen sollte, etwas anderes zu denken. Ich hab dich geliebt als du die Hochzeitsfotos von unserer Hochzeit so liebevoll erstellt und überreicht hast. Ich hab dich geliebt, als du schließlich Beatrice gefunden und geheiratet hast. Ich hab dich geliebt, als ich dein freudestrahlendes Gesicht sah als du Vater von Zwillingen wurdest, einem Jungen und einem Mädchen. Ich hab dich geliebt als ich selbst erfuhr, dass ich schwanger war und ja auch als ich meinen Jungen unter Schmerzen auf die Welt brachte und ihn das erste Mal in den Armen hielt und Giovanni meine Stirn küsste, hab ich dich geliebt. Ich hab dich geliebt als du kreative Blockaden hattest, überlegt hast, alles hinzuwerfen, die Fotografie aufzugeben, ich hab dich geliebt, als deine Ehe zu scheitern begann, als deine Kinder sich gegen dich wandten, als du deine Freizeit vor dem Scheidungsgericht verbringen musstest. Ich hab dich geliebt als ich in einer Phase war, in der ich wieder und wieder abgelehnt wurde, die Rollenangebote ausblieben, Leute sich von mir abwandten und ich anfing an mir selbst zu zweifeln und du mir, obwohl ich nie darum bat, Mut zugesprochen hast und meintest, es kämen wieder bessere Zeiten. Ich hab dich geliebt als diese besseren Zeiten kamen und die Leute zurückkamen. Ich hab dich in jedem Wort, in jeder Zeile eines jeden deiner Briefe geliebt. Ich hab dich in jedem verschwommenen Foto und auch in den gestochen scharfen geliebt. All die Jahre, all die Zeit. Ich hab dich geliebt als ich erfuhr, dass meine Zeit begrenzt ist und wie begrenzt genau. Ich hab dich geliebt als du eingewilligt hast, diese eine, diese letzte Premiere festzuhalten. Und ich liebe dich während ich diese Zeilen hier schreibe.
Amore mio, um einen letzten Gefallen muss ich dich dennoch bitten und ich weiß, du wirst ihn mir nicht abschlagen: Bitte vergiss mich nicht und küsse diesen Brief bevor du ihn zurück in den Umschlag steckst, ja? Danke.”

Er starrte auf die Zeilen vor ihm, atmete flach, der Kloß in seinem Hals drohte ihm die Luft abzuschnüren und die Zeilen begannen zu verschwimmen, weil ihm Tränen in die Augen stiegen.
Er holte tief Luft und erfüllte Raffaela ihren letzten Wunsch.
Dann brach er zusammen.

Gina Laventura © 2019

#freelancefriday: Myths and Prejudices

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#freelancefriday: Myths and Prejudices

Hey my dears,

today for something different.
First, I told you I prepared something to make up for my belated #writerswednesday post and secondly, I thought this idea was a good one.
As I talked to other creatives and also listened to the German podcast Creative Kraut* from a good friend of mine, this idea popped up in my mind and stayed there, so I thought it might be interesting for you to read a little bit about the life of a freelancer.
Why am I entitled to speak about these things? Well, mostly because I have been working as a freelancer for 6 years now, officially, woop woop.
Six years?! Yep, instead of searching for a part time student job, I decided to build up my freelance business beside my studies.
Sounds so cool, right? Haha, well, if I did my calculation right, there were many months in which working a part time student job would have been wayyyy more lucrative 😀
But, I learned a lot along the way and it brought me where I am today.

And since nowadays on all the platforms setting up your own business and leaving your corporate job and do what you love is so intensively and extensively promoted, I thought you might be interested in me sharing a part of my journey and thoughts upon it.
What do you think? Good idea or rather “hard liquor idea” (Schnapsidee is what we call it in German, don’t ask me why, probably because your ideas after consuming hard liquor might be quite, erm, weird?!)
So, let me know, if you’d like me to continue this series in the comments below or as usual on any other platform like Facebook or Instagram or even via email.

What I prepared for today is to do away with some of the myths and prejudices that are connected to the perception of freelance work.
I’ll post a statement, just like the ones I have heard or read in the eyes of my interlocutors, and then touch upon them.
Of course, as always, the answers derive from my own opinion and experience and are not to be generalised.

Little disclaimer: I write from the perspective and experience of a freelancer working and living in Germany. Of course, certain regulations and have-to’s might differ in your very own country. I would love to hear about freelance work in other countries, so please feel free to share your experience!

So, let’s start with the myths & prejudices:

1. Oh, wow, so you don’t have to work 9 to 5 and can schedule your work as you please!

Well, it depends on the job you got booked for.
If you’re booked for a coaching session on a regular basis or giving courses, of course you have to show up when it’s supposed to take place, huh?
But sure, preparing and the work afterwards you could do when your time allows, as long as you are prepared for the next session.
If it’s a job with a deadline but no schedule in between, it might seem as if you could sleep in and paint your nails all day and then just work one hour here and one hour there.
But let’s assume you have more than one project running at the same time (which by the way is not unusual, as it has something to do with money, too, but I’ll come to that in a minute) and then you have to be an effing master of time management to not lose track and guess what, my dears, often you end up working late and you don’t have a weekend and due to that it might also happen that you forget which day it is at all.

2. THAT is your rate per hour?! You’re earning a fortune!!

Phew, okay, breathe in, breathe out.
Yes, my hourly rate is higher than what you earn in your regular job if you take your monthly income and divide it by your working days and then hours.
True.
BUT: I don’t have a boss that pays a certain percentage or even half of my health insurance. I am my boss. Means I pay 100%.
Depending on the field you work in, you might be obliged to take a private insurance, as is often the case for freelancers in Germany.
Little note: we make a difference between freier Mitarbeiter and Freiberufler, which could be translated as free employee and freelancer, so the latter is mostly by definition a lawyer, architect or – like me – someone working in a creative field, like an author for example.
And private insurance is never cheap.
Furthermore, I don’t have paid vacation. Every day I don’t go to work is a day I don’t earn money.
I repeat: Every day that I don’t go to work is a day that I don’t earn money.
Let that sink in for a moment.
And yes, that means for many freelancers that they go to work although they are ill as a dog, because they simply can’t afford to be sick.
Additionally, I run on projects. Sometimes a project contract is as long as one year, sometimes it’s some months and sometimes it’s a short term thing, like editing a book within a week.
That my friends, means that I have to earn as much as possible in a short time span because in most cases, if you’re not lucky, you don’t have a following project already signed, so it might happen that you have to live on your savings for months or longer. (Note: Your fix costs are still gonna be booked from your bank account, because they don’t give an eff whether you have income or not)
That, connected to what I said before, leads to many freelancers taking nearly every option for a job, even many short term ones, to ensure they have enough savings if the next project start is delayed.
And that in turn makes many freelancers end up having no weekend at all but working their butts off in order to gain a feeling of pseudo-security.
And now, my dears, imagine that nearly 80% (number is estimated, no proof) of the people interested in your services try to press your prices down and negotiate with you.
Try not to look desperate and to keep some self-confidence and self-worth remaining.

3. It’s really cool, you can choose your projects and your work is so diverse, it must be exciting!

Mh, yes and no.
Yes, it’s true, the work can be very diverse as you might be editing a cook book for one client, translate a website for a coach, go on trade fairs as a translator for cosmetics and support the relaunch of the virtual spaces of a shoe company.
Sure, it’s diverse. And that’s an absolute lovable trait to freelance work, to my mind.
But it also means, if all or some of the projects are running in parallel, that your brain needs to work quickly and to stay flexible enough to jump through three different topics within 12 hours and still deliver the best work it can. Or within a week you might have to change the writing style, switch your brain from one language to the other and stick to appointments and schedules.
So, yes, it is exciting and you get many insights into different fields of work and you can learn amazingly much!
(How many things I learned from editing texts about topics that voluntarily I would never have dived into as deep. And then suddenly you find yourself on a party talking about digitalisation, smart homes, finances and medicine, just because your brain remembered the pages you edited. haha)
So, yes, it is exciting, but it can also be very exhausting.
And on some days you just wish you had “a normal life”, come home at the same time of the day and then be free to do the things that need to be done (grocery shopping, household stuff) – because guess what, besides all the project and topic hopping, that needs to be done, too in a freelancer’s life – and then chill with a good book or your favourite movie.
But it would be a lie if I claimed that it’s not diverse or not exciting. Of course, not every project is a wow one, and even in projects you love there are days where you just don’t feel it.
But that’s definitely a trait of freelance work that I consider exciting.

So, so much for the myths.
Before people start arguing now, let me take a stand for myself:
1. I don’t mean to say that freelance work is shit because you don’t get paid vacay or because you have to work a lot and have to deal with a certain insecurity when it comes to projects. I don’t mean to complain about that, either, cause you could say “Well, that’s what you chose. Nobody forced you. You can still go and search for a regular job. It was your decision.” and I wouldn’t have any counter argument against that.
2. Neither do I mean to belittle regular jobs and praise freelance work or claim that freelance work is more stressful than a regular job. Heck, no! A friend of mine is a nurse and I know how much stress that means, and yes it’s a regular job including paid vacation and health insurance, etc., and I truly admire her and her colleagues for doing what they do. Just like I admire everyone getting up in the morning, whatever they work and giving it their best.
3. My main aim is to create awareness and to do away with some of the commonly spread misconceptions as I’d call them about freelance work. Sheesh, when you look onto social media it seems like everybody’s telling you to throw your regular job into a trash bin and follow your dream and do what you love.
What I’m aiming to say is: Please consider some points of freelance work before you throw anything into the bin, okay?
Just because you’re working as a freelancer and have different project options in diverse fields doesn’t mean that you live your dream, because as stated before, sometimes you just have to take the next best offer to pay the bills, you know.

I don’t mean to put any of the jobs, be it regular or freelance, on a pedestal and talk the other one down.
Understanding in both directions is what I’d like to create.

Let me know what you think.
Are you a freelancer and loving it?
Do you have a regular job and are playing with the idea to step into the freelance life? (if so, I hope my post didn’t make you hate the idea, that wasn’t my intention. If that’s what you wanna do, do it, I just say, inform yourself and do your research and do not dreamily trip into something and when you wake up you think “what have I done?!”)
Have you experienced both sides, and if so, which one do you prefer and why?

Let me know in the comments below.

So long, my dears

xxx
Gina.

 

 

 

 

 

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#writerswednesday: Pro vs. Passion

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#writerswednesday:Pro vs. Passion

Hey my dears,

it’s #writerswednesday again. Yes, I know I’m too late, but sorry, “real life” as the grown-ups call it, kept me busy.
But don’t worry, I’m planning on something as a compensation to make up for the delay.

So, what’s today’s topic?
We’re going to have a little chit chat about writing as a profession and writing as a passion.
Which, by the way, does not necessarily exclude one another.
But step by step.

So, let’s say you’re a writer. A passionate one. Maybe you’re a good one. Maybe even a great one.
Let us be honest, tendencies are quite high that you’re not writing for a living.
(If you are, please get in contact with me or comment on this post, I’d love to hear your opinion on all that’s gonna follow now.)

So, maybe you have tried to get your works into publishing houses or maybe you didn’t.
Well, which other options are there to work as a writer?
You could be an editor, so correcting other people’s texts, books, websites, dissertations and other academic texts.
Or you could work as a copy writer in an advertising agency or a marketing agency.
If you have profound journalistic knowledge, maybe you’re even working for a newspaper or magazine. As a writer. Or editor.
Or as something completely different, as it is quite often the case.
But let’s assume your work has something to do with writing, be it building headlines and capturing texts in order to market a product or be it reading and correcting books or other written works.

It was in Austin Kleon’s books Steal like an Artist* and Show your Work* that I was confronted with the idea that instead of aiming for a writing career there is a moment of bliss when your writing hasn’t been commercialised yet, because you can follow your passion and be as free as you want to. No expectations, no briefings, no deadlines, no customer that wants some particular text from you.
In that moment, years ago, when I read it, I was a bit taken aback by this utterance, but the more I thought about it, the more it dawned on me what he meant.
A similar thing is what I experienced in my academic work, because as long as I could choose a topic and hold a presentation on it in a manner which was rather free, besides the design of the slides that was mandatory, I felt like doing exactly what I wanted to do. But once I was asked to write a term paper with all its framework and structure and requirements, I felt so under pressure and was so concentrated on making my academic work fit into the framework, that I actually didn’t pay as much attention to delivering the content in an understandable and logical manner. (I know there is a problem with this example, as presentation and written term paper are two different mediums, but let it just sit here for the sake of the argument, okay? thanks.)

Anyway, as long as your art is not commercialised (yet) you can do what ever you like as you’re not obliged to please a client.
Of course, you should keep your audience in mind and create content that they hopefully gonna love, but that’s not the same as someone yelling at you “THAT is what I paid you for?!”.
You get the idea, I guess.

So, does this now mean that as a professional you’re not passionate?
And vice versa: A passionate creative is not professional?

Well, I’d object both ideas.
But, I’d say the way in which you burn for your own projects differs from the passion you put into your professional work.
My professional services range from text creation to translations, editing and professional storytelling to writing texts for special occasions and I wouldn’t say that there is no passion whatsoever behind it. I love this kind of work!
But I have to admit, the process of creation oftentimes differs from a spontaneous poetic idea that you can’t write down quick enough before it slips through your fingers.

On the other hand, when concerned with my own creative projects, I do not lack a professional approach when it comes to organising a photo shooting, planning in advance or when preparing photo and text combinations.
For instance my Instagram account displays mostly my passionate creative projects and not my booked professional work. But I do plan and organise which post goes together with which picture, when to post it, etc., so I’d claim there is a professional approach towards it.
Admittedly, if I do not stick to the planned postings because I don’t feel like it and prefer another idea, of course, in this field I’m free and flexible to do as I please, which is not the case with a booked service.

Nevertheless, I wouldn’t claim that profession and passion exclude each other.
But the emphasis might differ.

The question is:
Will you really lose your passion once your art becomes your profession?

I for my part, cannot give any hands-on advice on that, as my professional work and my passionate creativity revolve both around language and writing, but differ concerning the content and purpose.
But I know from a friend, who used to draw passionately, that once she had to draw for clients, she felt like losing the passion for what used to lighten up her days and meant fun and relaxation for her.
I’d claim there are often phases, whether it’s writer’s block or just being fed up with something you used to pursue passionately in your free time, but once it gets to the level that you can’t find any joy in it anymore and feel the urge to quit it all together, maybe reconsidering your choices and then adjust them, might help you not lose your passion.
For me personally, I think it is a bliss that everything I do is more or less connected by the red thread of language and text, but that professional and passionate work (because actually, it’s both work, though one might be paid and the other not or not in the same manner) differ content-wise.
If that is possible for you, maybe that’s an option for you, too.
I know others who would get distracted by having so many different projects running and who prefer to concentrate on one approach or method or type of work completely. (Which I can understand completely btw!)
And it’s not that I chose all my work to differ to this extent, but it just took its way in that direction for now and I see the positive in it.

Fortunately, I never got to a point where I considered giving up writing all together.
Giving up Instagram? Yes.
Deleting Facebook? Yes.
Stop blogging? Yes.
But writing itself and for itself? Never.

Whether that was now supported by the fact that my professional and passionate work differ or whether it’s just written into my bones and onto my heart, I can’t define.

What’s your opinion and/or experience with that?
Did you make your passion your profession and regret it afterwards?
Do you purposely not make your passion your profession?

Please share your thoughts, I’m eager to know.

So long, my dears

xxx
Gina.

 

 

 

 

 

 

 

 

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#writerswednesday: Tips for Creativity & Inspiration

#writerswednesday: tips for creativity & inspiration

As there are many creatives out there in different fields, be it photography, film making, writing, singing, acting, modelling, dancing, painting, whatever, I realised that often they are confronted with the same or similar problems.
Some of them being in the direction of the following:

* I’m not in the mood, I don’t know where to go with my art, it feels useless what I’m doing
* I have the feeling that I’m just repeating and reproducing what I’ve already done
* I have too many ideas and my mind is all over the place so that I feel like getting actually nothing done

These and similar thoughts I myself have encountered, but I also heard them quite frequently from other creatives, as by now I know quite many of them.
That’s why I’d like to share some advice with you. And this is not just for writers or photographers or other creatives.
Creative comes from create and therefore, any task that creates something can be seen as a creative task.
Be it gardening, redecorating your home or something else.
To cope with all these negative, limiting and blocking thoughts, I’m gonna share some tips with you that helped me all along the way of my creative path.

1. Take a break, have a coffee*. Consume art.

* can be substituted by anything you like, tea, whiskey, chocolate, cake…

When you feel like not being in the mood, like having all these ideas in your mind but they don’t mould into the next great piece of art, leave it. Let it take a rest. Don’t let inspiration run away, but give it a little time.
If you feel like being really blocked from it, it can also help to consume a lot of art to get into your own flow again.
As a writer, read. And read a lot.
As a photographer or model, watch a lot of pictures, follow other models/photographers and get your inspo board refreshed.
As a film maker, watch a lot of movies.
As a cook, read recipes, watch cooking shows or youtube videos.
The list could go on like that now, but I think you already got it.
This is not to say consume a lot in order to copy, but in order to get your inspiration back on track.

2. Sit down. Turn your phone off. Produce.

When your mind is so overflowing with ideas that you’re loosing track and you always think “I don’t know where to start.” this is gonna be lethal to your inspirational flow.
Instead, sometimes, although it feels like sh*t, just take the next best thing on your list (or if you already prioritised, take the top priority), sit down and get something done. Just start.
Or if you feel totally lost, like nothing great is coming out of your mind, take one thing that has been on your to do list for a quite a while or take a small creative task and push it forward.

As Picasso said “Inspiration exists, but it has to find you working.”

So, if you’re missing inspiration, it’s not necessarily gonna come while you’re contemplating about not having inspiration, you know.
In most cases, negative thoughts create a negative environment, so why should inspiration feel invited?
Create an invitational environment for inspiration and keep on working!

3. Try something new.

If you feel like you’re stuck in a rut and you’re only reproducing and repeating things that you already did and you tend to be bored by yourself and your art, just try something new.
Again, this is not to copy someone else, but if for instance you’re a writer of romantic stories and you’re completely stuck, try to write, dunno, a detective story or something from a different genre. Just to see whether you like it or not, to challenge yourself and to keep your mind in your creative field but with a different perspective.
This can also add to your own authentic voice, because maybe you find out that you actually like this genre, or parts of it or even that you don’t like it at all. It doesn’t matter. Either way it’s gonna show you something about you and your art and work.
For me, I realised that the #sundaystory helped a lot with this. It is challenging to combine the prompts to something coherent and as the mood or tone or genre is given as well, sometimes they are completely off my normal field of creative work. But I consider it exciting and really refreshing to use my skills in a different genre and to learn and grow with it.
Of course, this also works in other fields, cook something new, wear a combination of clothes that you haven’t worn before, style yourself in a manner that you’ve never styled yourself before in, take photos of things that normally don’t attract your photographic attention, etc.
Just try something new. It’s refreshing and helps you grow and learn.
About you. About your work. About your art.

4. Communicate. Meet friends. Chitchat. Share. Exchange.

One of my creeds and believes is “Inspiration through communication”.
Oftentimes while chatting with close friends, business partners and strangers, this exchange gives me impulses that hit a spot that was untouched before. And sometimes a good conversation is all you need to get you back on track again.
More often than not, when my mind is overflowing with ideas and I don’t how to prioritise them or whether they make sense or not, calling my best friend and chatting with her over a nice cup of coffee is the best thing I can do.
It’s not only her input, although it’s a beautiful input and I feel blessed to have such great friends, but it’s also that while you’re talking to someone else, you’re also talking to yourself and in that moment you shape things in a manner that you weren’t able to when everything was just in your own head.

5. Take yourself on a date.

As much as communication and conversation with people can be inspiring and give you impulses, as much is it important to take some time just for yourself. And no, darling, I don’t mean you on your own, glued to your phone, having a ton of chats open and still communicating with others.
I mean you, yourself and you again.
And when I say take yourself on a date, I really mean it.
Don’t go to the laundry service alone with a cuppa to go and call it a date, ok?
Don’t cheat!
I really mean, if you were another person taking yourself on a date, what would it look like?
Would you go to a restaurant? A cafe? To the cinema? Taking a long walk in a park?
Whatever you consider your dream date to look like, don’t wait for anyone, treat yourself to it.
Sometimes you would find me in a cafe with a cup of coffee and a piece of cake, mostly with my paper notebook or my laptop or a book to read, enjoying some time alone, just doing things that I love and that inspire me.
And no, no, no, I don’t do it to have a cute picture to post on instagram.
I mean yes, you caught me, that happened too, but I don’t go there in the first place to promote and advertise dating oneself on social media, you know. If I do so, I do it because I’m in the mood.
One of the things that I also love doing is getting up early in the morning, when the streets are still quiet and drive into a city, any city that I like, and walk the streets, watching all the details of architecture for example, taking pictures of the rising sun between houses or a beautiful flower on a wall or anything that captures my attention and that I therefore want to capture too. It’s really an intensive feeling taking a walk alone and watch a city waking up.
Sometimes I also take a walk in a forest or in a park or at a sea, whatever I feel like. And yes, a lot of the times I’m talking to myself.
I mean, hey, this is a date, huh? And normally we do talk on dates, don’t we?

General advice: Disconnect.
In many cases it’s a good choice to enjoy these moments disconnected from emails, social media and chats.
This is not a necessity, but it helps you refocus on what’s important to you without comparing yourself and your art to others and their work. And this gives you more freedom in your mind to work on your very own business.
You can still share the pictures you took, the things you’ve done, the experiences you made later on, but grant yourself a little time to really feel them inside of yourself.

I hope these tips and advice gave you some impulses on how to get yourself and your creative energy flowing again.
Of course there are many more things that I could put on this list and I might make a series out of it, but right now, I don’t want to bore you until the last spark of inspirational flow ran out by reading a blog post that was waaaayyyy too long.

Plus, guess what I’m gonna do? Yup, I just heard some coffee call my name. Can you hear it, too?

Blogwarming Party

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norbert josefsson

Welcome!

Grab a drink, take a seat or join me on the dance floor and let’s celebrate together.
The sofa is already there, decoration is not yet complete, table and chairs are ordered but not yet delivered, so take some cushions and make yourself comfortable in my place of creativity, my new virtual home.

Just like a housewarming party where not everything is 100% ready and perfect, I throw this blogwarming party today, where the frame is set, new layout plastered on the walls, but some details might still be added or removed in the course of the coming weeks.
Nevertheless, I hope you enjoy it here and that you come over and visit me often.

After two years of not blogging, many months of planning the new layout, structuring ideas and setting up a whole strategy and subject schedule, pulling all-nighter after all-nighter in order to progress and proceed here, my fingertips are still covered in colour, my hair’s a mess and I’m still sweating.

But you see me with a smile on my face as it feels good to be back.

Let me give you a quick “room tour”. – Everybody should know where the loo and the fridge with fresh beer is, huh? –
On top you find the different topics.
The portfolio offers you an insight into my photo and video repertoire.
The about section offers you information on me, this blog and my work. Same in German below.
The services section gives you an overview of the services I offer on this website, including modelling and writing with the specific services of poetry & prose for special occasions and professional storytelling.
Contact & booking explains itself, I guess.
The Creative Chaos Cloud shows you all categories which you can find blog entries about, so that you can quickly get to the topics you’re interested in.

So much for the room tour, I hope you’re gonna find your way and if you still have questions, don’t hesitate to ask me. I’m trying to be a good host, you know.

What are the plans for the next weeks, what do I offer and why should you come back?
First of all, I’ve worked hard on a concept and contents that might be of value and interest for you.
So, here is what I came up with:
I will blog four times a month, so once a week about topics connected to the different fields I’m working in. One topic a week, that is.
Thus, what you gonna get is this:
#modelmonday: Information for models and photographers, funny anecdotes I experienced during 10 years in front of the camera and other info connected to this field.
#writerswednesday: Information for writers and readers, food for thought, inspiration and impulses revolving around writing and reading.
#socialsaturday: Random topics connected to us humans interacting with one another, social phenomenons, questions, perspectives, impulses on social topics.
#sundaystory: Yes, the sundaystory will be back and we gonna play again. If you don’t know what the sundaystory is, please click here. I will announce the next round early enough, but this won’t be before August probably, as I still owe two of my readers their stories.

After this blogwarming party, where you can take your time to stroll around and look at the redecoration, the new furniture and features, there will be a special series on the balcony, a.k.a instagram. So, don’t forget to check out my plants on the balcony, too.
Plus, I will also take you with me behind the scenes of creative productions in the insta stories.
The special series has been a production with Norbert Josefsson, which we produced last year, but I considered it so beautiful that I kept it for a special moment.
And I think that moment has come now.
So every day, starting on Friday, 15th June, I’m going to post one picture with text on instagram and facebook, which will add up to a series of six. On Thursday, 21st, you will get the complete series here on the blog as well as on instagram.

After the special we will start off with the first sundaystory on the 24th, as it has been two years of me owing these stories to two of my readers.
I hope you’re still there and I hope you still gonna read it.

Which leads me, after the organisational part, to the speech I’m supposed to give on such an event before everybody starts popping bottles like crazy – or at least that’s what I’m gonna do –.
Ahem, clink clink, ladies and gents, may I have your attention please: (you better grab another shot and drink, this is gonna take a while – or just skip the part written in italics – the perk of being here virtually and not in reality)

Thanks for being here tonight, for sharing this moment with me, for taking some time out of your busy day to join this celebration.
I’d like to thank all of the followers here on WordPress that stayed although I haven’t blogged for two years, which, in nowadays time is like an eternity.
Also I’d like to thank all the followers on instagram that didn’t unfollow when I didn’t post for six months, which is close to social media suicide.
I’d like to thank the virtual community for staying with me, supporting me and being patient with me.

Most of all, I’d like to thank the people, especially my closest friends, who virtually and in real life sent me their positive vibes and words, who encouraged me to keep up the work, who relentlessly kept asking about my work, my art, my blog, my writings and my poetry, who invested their time and energy to provide me with tipps and tricks, good advice and knowledge about social media, who gave me input and impulses for new content, who were patient with me when I asked for advice and feedback and who were loving and caring when I had to say “no” to events and instead had to sit down and work, who shared their nurturing positive energy with me and who knowingly or unknowingly inspired me and fuelled my motivation.

Without all of you, your patience and support, we probably wouldn’t be celebrating today.
It wasn’t an easy time and task, but now we’re here and I raise my glass to all of you. I’m forever grateful.

martin zethoff

Now enough of the talk and enjoy your time here, I hope you gonna stay a little longer and come back frequently.
If you have any questions, let me know.

xxx
Gina.

Lonely Heart of an Artist

Lonely Heart of an Artist

Maybe I have to have a lonely heart to be a good artist.
From time to time I’m allowed a small glimpse of what it feels like to be connected and this feeling causes enthusiasm and enthusiasm causes energy and this energy can be transformed into art.
Maybe I’d be a better artist if I had found the other half but I mean it’s just a thought..a random thought just coming and leaving again, like inspiration itself. Coming, leaving but leaving a mark, a trace and then it’s gone.
People standing in front of me, telling me that I’m not alone.
I never said I was alone. I said I was lonely.
It’s just a thought. But maybe, just maybe I have to have a lonely heart to be a good artist.
Maybe that’s the price I have to pay.

Gina Laventura © 2013

Rosie’s Relief or Off her Chest

Get out of my head!
Sometimes she has to write you off her chest. Off her mind.
Sometimes she needs to dance away into the distance.
And sometimes she succeeds in getting you off her mind. For a while.
But no matter how much she’s writing, or how wild she’s dancing, she never gets you off her heart.
Sometimes it’s a relief, when every unspoken word is put down in ink. A created space for her own.
Still you’re there. Somewhere. In the dark distance her dance has bridged.
Every unspoken word written off her chest onto the paper. Her fingertips covered in ink. And while the fingertip is resting in the puddle of ink, the pumping heart produces a beat the fingers can’t resist.
And ink becomes colourful. A million colours pumping under her fingertip, pouring into her. Filling her mind, her chest, her heart.
And a million more stories are to be written. A million more unspoken and spoken words are to be taken down in colours and in ink.
A hundred more dances through the distance. A million more steps through colourful ink.
Written off the chest. Onto paper.
Inscribed with ink and colour. On paper. On heart.
Fixed forever.

Gina Laventura © 2014